Aargauer Kriminalstatistik 2007
Bei den polizeilich registrierten Delikten nach Strafgesetzbuch ist gegenüber 2006 ein Antieg von 4.8 Prozent zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote konnte gegenüber dem Vorjahr von 50 auf 57 Prozent gesteigert werden.
Leichter Anstieg der Anzahl Delikte Hohe Aufklärungsquote
An einer Medienkonferenz erläuterte Polizeidirektor Kurt Wernli zusammen mit der Führungsspitze des kantonalen Polizeikorps die Entwicklung im Jahr 2007. Dabei hielt Regierungsrat Kurt Wernli fest: "Durch die Setzung von klaren Schwerpunkten in der Kriminalitätsbekämpfung und dank dem professionellen Einsatz ihrer uniformierten und zivilen Mitarbeitenden hat die Kantonspolizei gute Resultate erzielt."
Bei der Gesamtzahl der Delikte nach Strafgesetzbuch ist ein leichter Anstieg von 32'509 auf 34'056 zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote konnte mit 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr (50 Prozent) um 7 Prozentpunkte gesteigert werden.
Mit 3115 Betäubungsmitteldelikten gelangten 899 Delikte weniger zur Anzeige als im Vorjahr. 89 Prozent der Anzeigen erfolgten wegen Konsum und 11 Prozent wegen Handel. Drogentote gab es 8 gegenüber 10 im Vorjahr (ausschliesslich Männer).
Die Tötungsdelikte sind von 11 auf 13 angestiegen mit einer Aufklärungsquote von 100 Prozent. Mit 95 Raubdelikten ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 11 zu verzeichnen. 40 Prozent der Raubdelikte konnten geklärt werden. Mit 40 Delikten (2006 33) ist ein leichter Anstieg bei den Entreissediebstählen zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote liegt bei 10 Prozent. Vergewaltigungen und Schändungen haben im Vergleich zum Vorjahr von 102 auf 167 Delikte deutlich zugenommen, mit einer Aufklärungsquote von 98 Prozent. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 2789 Einbruch- und Einschleichediebstähle verübt gegenüber 3'171 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 27 Prozent gegenüber 21 Prozent im Vorjahr.
Mit 7'645 ist die Zahl der ermittelten Straftäter gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Der Ausländeranteil liegt bei 40 Prozent.