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Aargauer Kriminalstatistik 2005

Bei den polizeilich registrierten Delikten nach Strafgesetzbuch ist gegenüber 2004 ein Rückgang von 6 Prozent zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote konnte von 47,1 auf 50 Prozent gesteigert werden.

Kriminalität hat spürbar abgenommen

An einer Medienkonferenz erläuterte Polizeidirektor Kurt Wernli zusammen mit der Führungsspitze des kantonalen Polizeikorps die Entwicklung im Jahr 2005. Dabei hielt Regierungsrat Kurt Wernli fest: "Durch die Setzung von klaren Schwerpunkten in der Kriminalitätsbekämpfung und dank dem professionellen Einsatz ihrer uniformierten und zivilen Mitarbeitenden hat die Kantonspolizei gute Resultate erzielt."
Kriminalstatistik
Bei den Delikten nach Strafgesetzbuch ist ein Rück-gang von 37'567 auf 33‘507 Delikte zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote ist gegenüber dem Vorjahr mit 50 Prozent um 2.9 Prozentpunkte angestiegen.
Mit 3'942 gelangten 193 Betäubungsmitteldelikte weniger zur Anzeige als im Vorjahr. 87 Prozent der Anzeigen erfolgten wegen Konsum und 13 Prozent wegen Handel. Drogentote gab es 8 gegenüber 5 im Vorjahr.
Die Tötungsdelikte sind von 15 auf 13 zurückgegan-gen; mit einer Aufklärungsquote von erneut 100 Prozent. Insgesamt 10 Fälle waren dem Bereich Häusliche Gewalt zuzuordnen. - Mit 65 Raubdelikten ist eine deutliche Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 33 zu verzeichnen. 63 Prozent der Raubdelikte konnten auf-geklärt werden. - Mit 34 Delikten (Vorjahr: 37) ist eine leichte Abnahme bei den Entreissdiebstählen zu ver-zeichnen. Die Aufklärungsquote ist mit 27 Prozent gleichbleibend. - Vergewaltigungen und Schändungen haben im Vergleich zum Vorjahr von 110 auf 90 abgenommen. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 95 Prozent. - Insgesamt wurden im Jahr 2005 3'384 Einbruch- und Einschleichediebstähle verübt, gegenüber 3'755 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote konnte von 22 auf 25 Prozent gesteigert werden.
Die Zahl der 2005 gesamthaft ermittelten Straftäterinnen und Straftäter liegt bei 8'220, wovon der Ausländeranteil 42 Prozent beträgt.
Klare Haltung gegenüber Extremismus
Aufgrund verschiedener Vorfälle im vergangenen Jahr hat der Regierungsrat sich intensiv mit der Frage der rechtsextremen Gewalt auseinandergesetzt. Regierungsrat Kurt Wernli betonte an der Jahreskonferenz, dass der Regierungsrat sich für ein konsequentes Vorgehen gegen Extremismus ausgesprochen hat. Die präventive und repressive Intervention der Kantonspolizei gegen Auftritte von Neonazis und andere extremistische Gruppierungen von beiden Seiten des politischen Lagers, soll erhöht werden.