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Aargau: Verkehr stand still

Viel Geduld war gestern Nachmittag auf Aargauer Strassen gefragt. Wegen Unfällen auf der A1 sowie eines Fahrzeugbrandes in Aarau bildeten sich auf der Autobahn und in der Umgebung kilometerlange Staus.

Walterswil/A1 - 11.30 Uhr

Der erste und zugleich schwerste Unfall ereignete sich am Freitag, 24. Mai 2013, kurz nach 11.30 Uhr auf der A1 bei Walterswil/SO. In Richtung Zürich fahrend nickte ein Automobilist ein und prallte ungebremst gegen einen Lieferwagen des Unterhaltsdienstes. Die drei Beteiligten wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Obwohl der Verkehr die Unfallstelle einstreifig passieren konnte, bildete sich ein Rückstau von mehreren Kilometern Länge. Da dieser in die Baustelle bei der Überleitung A1/A2 zurückreichte, hatte dies dort ebenfalls grossräumige Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Die Unfallstelle war um 13 Uhr geräumt.

(Siehe auch separate Medienmitteilung vom 24. Mai)

Dättwil/A1 - 13.20 Uhr

Eine in Richtung Zürich fahrende Automobilistin war kurz vor dem Baregg-Tunnel einen Augenblick abgelenkt und kam dadurch vom Fahrstreifen ab. Ihr VW prallte dadurch gegen einen Verkehrsteiler und kam auf dem Überholstreifen zum Stillstand. Die 60-jährige Frau blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund 10'000 Franken.

Die Kantonspolizei Aargau musste den Überholstreifen in Richtung der mittleren Tunnelröhre sperren, bis die Bergung des Wracks um 14.15 Uhr erfolgt war. In Richtung Zürich bildete sich aufgrund des Unfalls kilometerlanger Stau.

Brunegg/A1 - 14.35 Uhr

Der Stau des vorherigen Selbstunfalls reichte rund sieben Kilometer bis auf Höhe Brunegg zurück, als ein Nissan-Lieferwagen mit grosser Wucht in den stehenden Mercedes-Lieferwagen vor ihm prallte. Dieser wurde in den davor stehenden Skoda geschoben, wobei dieser seinerseits mit dem davor befindlichen Auto kollidierte. Schliesslich prallte ein nachfolgender Toyota-Lieferwagen noch mit dem hintersten Nissan-Lieferwagen zusammen.

Vier der sieben beteiligten Insassen wurden leicht verletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von rund 40'000 Franken.

Der Lenker des vordersten Autos - eines schwarzen Mercedes-Benz - verliess die Unfallstelle, bevor die Polizei eintraf. Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) bittet den Lenker, sich zu melden.

Dieser Unfall zog aufwändige Bergungsarbeiten nach sich, welche bis gegen 16 Uhr dauerten. Zusätzlich verschärfte sich die Stausituation auf der A1.

Walterswil/A1 - 16.25 Uhr

Auf der A1 in Richtung Bern herrschte zu dieser Zeit ebenfalls Stau. Dies bemerkte ein 28-jähriger Automobilist auch, trat jedoch versehentlich aufs Gas anstatt auf die Bremse. Die Folge war eine heftige Auffahrkollision auf dem Überholstreifen. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Die Unfallstelle war um 17.30 Uhr geräumt.

Lenzburg/A1 - 17 Uhr

Eine Auffahrkollision zweier Autos auf dem Überholstreifen der A1 in Richtung Zürich behinderte den Verkehrsfluss empfindlich. Die Fahrbahn war um 17.35 Uhr geräumt. Dieser geringfügige Unfall ohne Verletzte sorgte aber dafür, dass der Feierabendverkehr in der Region Lenzburg zusammenbrach. Auch staute sich der Verkehr auf der kantonalen Autobahn T5 bis fast nach Aarau zurück.

Brand auf Lastwagen legte Region Aarau lahm

Um 13.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau die Meldung über einen Lastwagenbrand auf dem Distelberg ein. Als die Feuerwehr wenig später vor Ort eintraf, war das Feuer auf dem Anhänger des Sattelschleppers bereits unter Kontrolle. Dieser hatte Fässer mit Farben und Klebstoffen sowie Autobatterien geladen.

Da die Einsatzkräfte die davon ausgehende Gefahr nicht einschätzen konnten, sperrten sie die Entfelderstrasse aus Sicherheitsgründen bis gegen 16 Uhr vollständig. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um. Diese notwendige Massnahme legte den dichten Verkehr in und um Aarau zeitweise buchstäblich lahm und hatte Auswirkungen in die gesamte Agglomeration.

Die Ermittlungen der Kantonspolizei ergaben übrigens, dass während der Fahrt ungenügend gesicherte Metallbehälter auf die Autobatterien gefallen waren. Dies hatte einen Kurzschluss ausgelöst und zum Brand geführt. Der Chauffeur wurde entsprechend verzeigt.