Aargau: Unfallverursacher stark alkoholisiert
In der Nacht und heute Morgen ereigneten sich drei Unfälle, bei denen die Verursacher jeweils stark alkoholisiert waren. Verletzt wurde niemand. Alle drei Lenker flüchteten von der Unfallstelle.
Nach Kollision mit anderem Auto geflüchtet
Ein Automobilist fuhr am Samstag, 1. Oktober 2011, kurz nach 21 Uhr bei Buchs auf die kantonale Autobahn T5 auf, als ein Hyundai plötzlich mit ihm kollidierte. Ohne sich um den angerichteten Sachschaden zu kümmern flüchtete der unbekannte Lenker. Der betroffene Automobilist alarmierte die Kantonspolizei, welche sofort die Fahndung aufnahm.
Minuten später fiel der silberfarbene Hyundai auf der A1 durch unsichere Fahrweise auf, was ein Automobilist der Kantonspolizei meldete.
Patrouillen der Stadtpolizei Baden und der Regionalpolizei Limmat-Aare-Reuss (LAR) konnten den mit zwei Männern besetzten Hyundai gegen 21.30 Uhr in Nussbaumen anhalten. Beim Lenker handelte es sich um einen 38-jährigen Serben aus der Region. Dieser war stark alkoholisiert, ergab doch der Atemlufttest einen Wert von über 2.6 Promille. Der Mann musste eine Blutprobe abgeben. Die Kantonspolizei verzeigte ihn und nahm ihm den Führerausweis auf der Stelle ab.
Trotz fehlendem Rad weitergefahren
Ein Automobilist sah am Sonntag, 2. Oktober 2011, um fünf Uhr, wie ein VW Phaeton beim A1-Anschluss in Oftringen mit dem Randstein kollidierte. Dadurch wurde das linke Vorderrad weggerissen und ein anderes Auto durch herumfliegende Steine beschädigt. Der Beobachter sah, wie der VW trotz des fehlenden Rades in Richtung Zofingen weiterfuhr und alarmierte die Kantonspolizei.
Eine Patrouille der Kantonspolizei fand den beschädigten VW wenig später verlassen in einem nahen Wohnquartier. Die Polizisten konnten den in der Umgebung wohnhaften Lenker jedoch bald ermitteln. Es handelte sich um einen 19-jährigen Bosnier. Bei ihm ergab der Atemlufttest einen Wert von fast zwei Promille. Der Junglenker musste den Führerausweis nach der Blutprobe ebenfalls abgeben.
Hecke durchbrochen
Von einem Automobilisten beobachtet kam heute Morgen um acht Uhr in Freienwil ein VW Passat von der Hauptstrasse ab und durchbrach eine Hecke. Danach prallte das Auto gegen einen Zaun.
Als die aufgebotene Patrouille der Stadtpolizei Baden wenig später vor Ort eintraf, war der VW verschlossen und der Lenker verschwunden. Dieser konnte in der Folge jedoch ermittelt werden. Es handelte sich um einen 24-jährigen Bosnier aus der Region. Er war ebenfalls angetrunken, wobei der Atemlufttest einen Wert von 1.1 Promille ergab. Auch er musste eine Blutprobe abgeben, wonach ihm die Kantonspolizei den Führerausweis abnahm.
Strafuntersuchung eröffnet
Gegen alle drei fehlbaren Automobilisten hat die jeweilige regionale Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eröffnet. In diesem Zusammenhang wird drauf hingewiesen, dass nach Artikel 91 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft wird, wer in alkoholisiertem Zustand einen Personenwagen lenkt. Mit der gleichen Sanktion kann bestraft werden, wer sich einer Blut- und Urinprobe durch Flucht entzieht (Art. 91a SVG).