Aargau: Gefährliche Eisbrocken
Die Kantonspolizei wird in diesem Winter vermehrt auf Lastwagen achten, von deren Aufbauten sich Eis in Form gefährlicher Brocken löst. Die Kantonspolizei erinnert Chauffeure und Betriebe an ihre Sorgfaltspflichten.
Eisbrocken als grosses Risiko
Von der tückischen Eisbildung sind hauptsächlich Lastwagen und Anhänger, jedoch auch Lieferwagen betroffen. Insbesondere auf den Planenaufbauten stehender Fahrzeuge sammelt sich Wasser oder auch Schnee, was dann an kalten Tagen zu Eis gefriert. Durch die Erschütterungen während der Fahrt löst sich dieses Eis, um sich dann unkontrolliert und plötzlich zu entladen. Die wirbelnden Eisbrocken weisen nicht selten eine gefährliche Grösse auf. Diese können aufgrund der Fallhöhe und der Geschwindigkeit mit enormer Wucht aufschlagen. Zudem bilden die auf der Fahrbahn liegenden Bruchstücke riskante Hindernisse.
Bereits mehrere Unfälle
In diesem Winter haben solche Eisbrocken mehrfach zu Unfällen geführt. So wurde beispielsweise am 9. Dezember 2010 ein Auto auf der A1 von Eis getroffen, das sich von einem vorausfahrenden Lastwagen gelöst hatte. Zwei Tage zuvor schlugen Eisbrocken auf der Frontscheibe eines Autos ein, als es ausserhalb von Uerkheim einen Lastwagen kreuzte. Beide Automobilisten blieben unverletzt. An beiden Autos entstand beträchtlicher Sachschaden. Im Dezember 2009 hatten Eisbrocken in Birmenstorf die Frontscheibe eines Autos durchschlagen und den Lenker schwer verletzt.
Konsequente Verzeigung
Auf ihren Patrouillen aber auch im Rahmen koordinierter Kontrollen überprüft die Kantonspolizei den Schwerverkehr an kalten Wintertagen gezielt auf die Problematik der Eisbildung. Dabei verzeigt die Kantonspolizei fehlbare Lenker konsequent. Ihnen droht eine Anzeige wegen Führens eines Fahrzeuges in nicht betriebssicherem Zustand, was den Führerausweisentzug zur Folge haben kann.
Die Kantonspolizei erinnert Lastwagen- und Lieferwagenfahrer, aber auch deren Arbeitgeber an ihre Sorgfaltspflichten. So müssen die Fahrzeuge vor Antritt der Fahrt von Schnee und Eis befreit sein.
Die Kantonspolizei wird die Aktion noch bis Ende dieses Winters fortsetzen.