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Aargau: "Enkeltrickbetrüger" am Werk

Die Kantonspolizei warnt vor sogenannten "Enkeltrickbetrüger", die offensichtlich wieder ihr Unwesen treiben. Allein gestern sind zwei entsprechende Meldungen eingegangen. Eine Betroffene stand kurz davor, ihre Ersparnisse abzuheben.

Die 79-jährige Frau erhielt am Mittwoch, 26. Januar 2012, mehrere Anrufe von einer Frau, welche sich als Nichte ausgab. In italienischer Sprache bat die diese die gebürtige Italienerin um fast 50'000 Franken, um damit ein Auto zu kaufen. Die Seniorin glaubte den Schwindel und stand kurz davor, bei ihrer Bank ihre Ersparnisse abzuheben. Die Bankangestellte schöpfte jedoch glücklicherweise Verdacht und konnte die Frau vom Geldbezug abhalten. Angehörige verständigten in der Folge die Kantonspolizei.

Vermutlich die gleiche Betrügerin rief gestern auch eine zweite Seniorin an und wollte mit derselben Geschichte einen grossen Geldbetrag erschwindeln. Die Betroffene wurde jedoch misstrauisch und holte sich bei ihrer Tochter Rat. Richtigerweise orientierte auch diese sofort die Polizei.

Die Kantonspolizei geht davon aus, dass die Betrügerin auch weitere Personen angerufen hat oder dies noch tun wird. Daher warnt die Polizei vor solchen Betrügern und rät, misstrauisch zu sein und sich keinesfalls dazu hinreissen lassen, dem Drängen um Geld nachzugehen.

Ratschlag an Betroffene

Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich ein Betrüger als Familienmitglied ausgibt und Sie um Geld bittet, beenden Sie das Telefon unter einem Vorwand. Kontaktieren Sie umgehend die Polizei (Notruf 117) oder ihre Angehörigen.