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Aargau: Betrunkene verursachten Unfälle

Drei betrunkene Autofahrer verursachten in Berikon, Küttigen und Laufenburg recht schwere Unfälle, bei denen mehrere Personen verletzt wurden.

Auf Gegenfahrbahn geraten

Der schwerste Unfall in dieser Serie ereignete sich am Samstag, 4. Oktober 2014, um 4.30 Uhr beim Mattenhofkreisel in Berikon. Dabei fuhr ein 34-jähriger Schweizer in einem VW Golf auf der Sädelstrasse von Bremgarten in Richtung Berikon. In der letzten Linkskurve vor dem Kreisverkehr geriet das Auto mit übersetzter Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn. Dort kam es zu einem heftigen seitlich-frontalen Zusammenstoss mit einem korrekt entgegenkommenden Mitsubishi Colt.

Der Unfallverursacher wurde leicht, sein Beifahrer mittelschwer verletzt. Zwei Ambulanzen brachten sie ins Spital. Die 26-jährige Lenkerin des Mitsubishi klagte über Schmerzen und suchte später selbst einen Arzt auf. An beiden Autos entstand Totalschaden.

Die Kantonspolizei Aargau stellte fest, dass der 34-Jährige stark alkoholisiert war. Der Atemlufttest ergab einen Wert von rund 1.8 Promille. Er musste im Spital eine Blutprobe abgeben. Die Kantonspolizei nahm ihm den Führerausweis auf der Stelle ab.

In Mauer gekracht

Ebenfalls als schwer muss der Unfall eingestuft werden, der gestern Freitag um 21.40 Uhr vor dem Horentaltunnel in Küttigen geschah. Ein Opel Vectra fuhr von der Staffelegg her talwärts in Richtung Küttigen. Am Ende des Tunnels verlor der Fahrer die Herrschaft über das Fahrzeug und fuhr geradeaus auf die Mittelinsel des Kreisels. Dadurch hob das Auto ab und prallte dann bei der Aarebrücke heftig gegen die dortige Betonmauer. Am Opel entstand Totalschaden.

Auf der Unfallstelle traf die Kantonspolizei auf einen 35-jährigen Polen aus dem Fricktal. Er war leicht verletzt, aber stark alkoholisiert. Der Atemlufttest ergab den hohen Wert von über 2.5 Promille. Der Mann bestritt, den Opel gelenkt zu haben und gab an, dass der eigentliche Lenker geflüchtet sei. Er musste eine Blut- und Urinprobe abgeben und blieb aufgrund seiner Verletzungen zur weiteren Beobachtung im Spital.

Es gilt nun zu klären, wer das Auto gelenkt hat. Entsprechende Ermittlungen der Kantonspolizei Aargau sind im Gange. Sie nahm dem 35-Jährigen den Führerausweis ab.

Mit stark beschädigtem Auto geflüchtet

Ebenfalls unter Alkoholeinfluss verursachte ein Automobilist gestern kurz nach 19 Uhr in Laufenburg einen Verkehrsunfall. Dieser war in einem Peugeot auf der Baslerstrasse unterwegs. Er bog dann ohne anzuhalten links in eine Seitenstrasse ab. Dabei stiess er mit einem korrekt entgegenkommenden Auto zusammen.

Der Unfallverursacher stieg aus und sprach kurz mit der unverletzten Lenkerin des anderen Autos. Danach setzte er sich wieder ans Steuer und machte sich mit dem stark beschädigten Auto aus dem Staub. Die andere Unfallbeteiligte rief sofort die Polizei.

Noch während die Kantonspolizei die Ermittlungen nach dem Flüchtigen einleitete, erhielt sie eine Meldung eines Automobilisten. Dieser hatte in Laufenburg ein Auto gesichtet, das mit defektem Rad unterwegs war und scheinbar von einem Betrunkenen gelenkt wurde. Die Polizei konnte den Peugeot dann wenig später im Hardwald bei Laufenburg stoppen.

Beim unverletzten Unfallverursacher handelte es sich um einen 67-jährigen Fricktaler. Bei ihm ergab der Atemlufttest einen Wert von über 1.2 Promille. Er musste ebenfalls eine Blutprobe abgeben. Auch ihm nahm die Kantonspolizei den Führerausweis ab.