Aargau: "Aktion Schulbeginn"
Die Kantonspolizei führt zusammen mit den Stadt-, Gemeinde- und Regionalpolizeien auch dieses Jahr die Verkehrssicherheitsaktion "Schulbeginn" durch. Mit verschiedenen Massnahmen weist die Polizei auf die Gefahren für Kinder auf dem Schulweg hin. Dieses Jahr werden gelbe Baseball-Mützen an die Erstklässler verteilt.
Sie sind auf den aargauischen Strassen wieder unterwegs - die vielen tausend Kinder auf dem Weg in den Kindergarten oder zur Schule! Denn am 13. August 2007 beginnt ein neues Schuljahr. Als Fussgänger oder Velofahrer gehören die Kinder zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und sind dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt.
Kinder lassen sich leicht ablenken und können Geschwindigkeiten und Distanzen nur schwer einschätzen. Auf Wahrnehmungen im Umfeld reagieren Kinder im Allgemeinen langsamer als Erwachsene, was zu überraschenden Fehlverhalten führen kann.
Fussgänger sind die verletzlichsten Verkehrsteilnehmer. Auf den Schweizer Strassen verunfallen jährlich rund 2'500 Kinder im Alter bis 14 Jahre, wobei ein Viertel dieser Unfälle auf dem Schulweg passiert.
Viele Unfälle geschehen, weil sich die Fahrzeuglenker ihres riskanten Verhaltens nicht bewusst sind. Eine Erhöhung des Gefahrenbewusstseins ist vor allem in Bezug auf die Anhaltepflicht bei Fussgängerstreifen und situationsangemessene Fahrgeschwindigkeit nötig.
6'000 Baseball Caps für Erstklässler im Kanton Aargau
Die Schulanfänger werden im Gebiet des Polizeikonkordates Nordwestschweiz auch in diesem Jahr auf eine ganz spezielle Art in die Kampagne einbezogen. Den Erstklässlern wird am ersten Schultag ein Baseball Cap im Kampagne-Layout abgegeben. Im Kanton Aargau werden über 6'000 Kinder in den ersten Schultagen mit einem leuchtgelben Baseball Cap mit der Aufschrift "Schulanfang - Achtung Kinder!" auf die spezielle Zeit der ersten Schultage aufmerksam machen! Auch dieses Jahr ruft die Kantonspolizei die motorisierten Strassenbenützer dazu auf, immer rücksichtsvoll und vorsichtig zu fahren.
Kontrollen in der Nähe von Schulen
An gefährlichen Kreuzungen und Übergängen der Schulwege werden vom 13. - 17. August 2007 im ganzen Kanton Polizisten präsent sein. Dabei geht es nicht nur darum, den Kindern helfend beizustehen, sondern auch darum, Automobilisten zu einer vorsichtigen Fahrweise anzuhalten. Mittels Geschwindigkeitskontrollen und Zivilequipen werden in der Umgebung von Schulen sowohl die Geschwindigkeitsbeschränkungen als auch die Fahrweise der Fahrzeuglenker an den Fussgängerstreifen überwacht.
Aktion "Toter Winkel"
Vom 20. bis 23. August 2007 wird zusätzlich an diversen Schulen mit der Aktion "Toter Winkel" auf die Problematik der eingeschränkten Sicht für die Lenker von schweren Motorfahrzeugen hingewiesen.
Botschaft an die Fahrzeuglenkenden
Die Hauptbotschaft soll den Lenkerinnen und Lenkern bewusst machen, dass die Ferien zu Ende sind und im Bereich der Strasse wieder mit Schulkindern gerechnet werden muss, die teilweise erstmals alleine am Strassenverkehr teilnehmen.
Den Fahrzeuglenkenden soll in Erinnerung gerufen werden, dass kleine Kinder im Strassenverkehr rasch überfordert sind und deshalb auf erhöhte Rücksichtnahme angewiesen sind.
Botschaft an Mütter und Väter
Die Eltern sollen darauf aufmerksam gemacht werden:
- dass ihr Kind auf den Schulweg vorbereitet werden muss
- wie wichtig ihre Vorbildwirkung ist
- dass der Schulwegtransport im Auto vermieden werden sollte
- wo und welche Gefahren für ihr Kind bestehen
- dass ihr Kind im Strassenverkehr sicht- und erkennbar sein muss
Die erwachsenen Fussgänger sollen ihre Vorbildfunktion vor allem auch am Fussgängerstreifen wahrnehmen.
Generelle Ziele
Die Schulwegunfälle der 5- bis 7-jährigen Kinder, welche zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmern zählen, sollen reduziert werden. Durch das Sensibilisieren der Fahrzeuglenkenden und der Eltern soll deren Verantwortungsbewusstsein für die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer verstärkt werden.
Weitere Auskünfte für Medienschaffende:
Oblt Ernst Geisseler, Dienstchef Einsatz MEPO, Tel. 062 886 88 88