Aargau: Aktion Schulbeginn 2009
Auch in diesem Jahr führen die Kantonspolizei und die Kommunalpolizeien gemeinsam die Verkehrssicherheitsaktion "Schulbeginn" durch. Die Polizei wird zwischen dem 10. und dem 14. August 2009 bei Schulhäusern und auf den Schulwegen präsent sein und gezielt Kontrollen durchführen.
Kinder im Verkehr unerfahren
Nach den Sommerferien werden in der Schweiz rund 80'000 frisch gebackene Erstklässler ihren ersten Schultag antreten. Diese Kinder sind im Verkehr noch unerfahren und sich der drohenden Gefahren oft nicht bewusst. Als jüngste Verkehrsteilnehmer lassen sie sich gerne ablenken und können Geschwindigkeiten und Distanzen nur schwer einschätzen. Sie reagieren oft langsamer als Erwachsene, was zu überraschendem Fehlverhalten führen kann. Jährlich werden rund 250 Kinder als Fussgänger oder Velofahrer bei Verkehrsunfällen schwer verletzt oder kommen sogar ums Leben.
Viele Unfälle passieren durch riskantes Verhalten von Automobilisten. Gerade wegen den unerfahrenen Kindern sind eine angemessene Geschwindigkeit und das Anhalten vor dem Fussgängerstreifen besonders wichtig. Daher ruft die Polizei die motorisierten Strassenbenützer dazu auf, rücksichtsvoll und vorsichtig zu fahren.
Baseballmützen für Erstklässler
Im Rahmen der Kampagne erhalten die rund 6'000 Erstklässler im Kanton Aargau am ersten Schultag eine gelbe Baseballmütze mit der Aufschrift «Schulanfang - Achtung Kinder!»
Kontrollen in der Nähe von Schulen
An gefährlichen Kreuzungen und Übergängen der Schulwege werden vom 10. bis zum 14. August 2009 im ganzen Kanton Polizisten präsent sein. Sie werden den Kindern helfend beistehen und die Automobilisten zu einer vorsichtigen Fahrweise mahnen. Mit Geschwindigkeitskontrollen und zivilen Equipen überwacht die Polizei das Fahrverhalten der Automobilisten in der Nähe von Schulen und an Fussgängerstreifen.
Botschaft an die Automobilisten
Nach dem Ende der Ferien sind wieder Schulkinder unterwegs. Viele davon sind zum ersten Mal alleine im Strassenverkehr unterwegs. Sie sind daher besonders auf eine rücksichtsvolle und verantwortungsbewusste Fahrweise angewiesen.
Setzen Sie die Geschwindigkeit herab, wo Sie mit Kindern rechnen müssen.
Nehmen Sie den Fuss vom Gas und erstellen Sie Bremsbereitschaft, wenn sich Kinder im Bereich der Strasse aufhalten.
Fahren Sie vorausschauend, um mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen.
Botschaft an Mütter und Väter
Bereiten Sie Ihr Kind auf den Schulweg vor.
Denken Sie an Ihre Vorbildfunktion, insbesondere am Fussgängerstreifen.
Fahren Sie Ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule.
Zeigen Sie Ihrem Kind, wo im Strassenverkehr Gefahren lauern.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind im Verkehr sichtbar und erkennbar ist.
Kinder
Verkehrsunfälle sind bei Kindern zwischen fünf und vierzehn Jahren die häufigste Todesursache. Sieben von zehn Unfällen erleiden Kinder als aktive Verkehrsteilnehmer.
In der Schweiz werden jährlich knapp 2'000 Verkehrsunfälle mit Kindern unter vierzehn Jahren polizeilich registriert. Unter Berücksichtigung der Dunkelziffer liegt die Zahl der Verunfallten - insbesondere bei Leichtverletzten - aber um einiges höher. Kinder verunfallen in erster Linie als Fussgänger und Velofahrer. Einerseits ist es daher wichtig, sich mit erzieherischen Massnahmen an die Kinder selbst zu wenden. Andererseits müssen die stärkeren Verkehrsteilnehmer und die Bezugspersonen sensibilisiert werden. Ebenso unerlässlich sind Verbesserungen an der Infrastruktur und ein nachhaltiges Geschwindigkeitsmanagement innerorts.
Generelle Ziele
Die Unfälle auf Schulwegen der fünf- bis siebenjährigen Kinder, welche am meisten gefährdet sind, sollen reduziert werden. Das Verantwortungsbewusstsein der Fahrzeuglenker und der Eltern gegenüber der schwächsten Verkehrsteilnehmern soll gesteigert werden.