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Aargau: Aktion "Schulbeginn 2008"

Auch dieses Jahr führt die Kantonspolizei zusammen mit den Kommunalpolizeien die Verkehrssicherheitsaktion "Schulbeginn" durch. Mit verschiedenen Massnahmen wird auf die Gefahren für die Kinder auf dem Schulweg hingewiesen. Die Schulanfänger erhalten diesmal eine gelbe Baseballmütze.

Sie sind wieder auf den aargauischen Strassen unterwegs - die vielen tausend Kinder auf dem Weg in den Kindergarten oder zur Schule! Denn am 11. August 2008 beginnt ein neues Schuljahr. Als Fussgänger oder Velofahrer gehören die Kinder zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und sind dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt.

Kinder lassen sich leicht ablenken und können Geschwindigkeiten und Distanzen nur schwer einschätzen. Auf Wahrnehmungen im Umfeld reagieren Kinder im Allgemeinen langsamer als Erwachsene, was zu überraschendem Fehlverhalten führen kann.

Fussgänger sind die verletzlichsten Verkehrsteilnehmer. Auf den Schweizer Strassen verunfallen jährlich rund 2'500 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren, wobei ein Viertel dieser Unfälle auf dem Schulweg passiert. Rund 250 Kinder, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind, werden schwer verletzt oder getötet.

Viele Unfälle passieren durch riskantes Verhalten von Fahrzeuglenkenden. Eine Erhöhung des Gefahrenbewusstseins ist vor allem bezüglich der Anhaltepflicht bei Fussgängerstreifen und der angemessenen Fahrgeschwindigkeit wichtig.

6'000 Baseball-Caps für Erstklässler im Kanton Aargau

Die Schulanfänger werden auch in diesem Jahr auf dem Gebiet des Polizeikonkordates der Nordwestschweiz (AG, BE, BS, BL, SO) auf eine ganz spezielle Art in die Kampagne einbezogen. Die Erstklässler erhalten am ersten Schultag ein gelbes Baseball-Cap mit der Aufschrift "Schulanfang - Achtung Kinder!" Im Kanton Aargau werden an den Schulen über 6'000 solcher Mützen verteilt, um so auf die besondere Zeit der ersten Schultage aufmerksam zu machen. Auch dieses Jahr ruft die Polizei die motorisierten Strassenbenützer dazu auf, immer rücksichtsvoll und vorsichtig zu fahren.

Kontrollen in der Nähe von Schulen

An gefährlichen Kreuzungen und Übergängen der Schulwege werden vom 11. bis zum 15. August 2008 im ganzen Kanton Polizisten präsent sein. Sie werden den Kindern im Verkehr helfend beistehen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Automobilisten vorsichtig fahren. Mit Geschwindigkeitskontrollen und dem Einsatz ziviler Patrouillen werden in der Umgebung von Schulen die Geschwindigkeitsbeschränkungen und das Verhalten der Fahrzeuglenker an den Fussgängerstreifen überwacht.

Botschaft an die Automobilisten

Die Hauptbotschaft soll den Lenkerinnen und Lenkern bewusst machen, dass die Ferien zu Ende sind und im Bereich der Strasse wieder mit Schulkindern gerechnet werden muss, und dass ein Grossteil dieser Kinder sich erstmals alleine im Strassenverkehr bewegen!

Den Fahrzeuglenkenden soll zudem in Erinnerung gerufen werden, dass Kinder im Strassenverkehr häufig überfordert sind und deshalb auf eine erhöhte Rücksichtnahme angewiesen sind.

Die Fahrzeuglenkenden können ihrer Verantwortung den kleinsten Verkehrsteilnehmern gegenüber durch eine rücksichtsvolle Fahrweise nachkommen, also:

Geschwindigkeit überall dort reduzieren, wo mit Kindern gerechnet werden muss

Bremsbereitschaft erstellen und Fuss vom Gas nehmen, wenn sich Kinder im Bereich der Strasse aufhalten

stets vorausschauend fahren, um mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen

Botschaft an die Mütter und Väter

Die Kantonspolizei macht die Eltern darauf aufmerksam,

dass ihr Kind auf den Schulweg vorbereitet werden muss

wie wichtig ihre Vorbildwirkung ist

dass der Schulwegtransport im Auto vermieden werden sollte

wo und welche Gefahren für ihr Kind bestehen

dass ihr Kind im Strassenverkehr sicht- und erkennbar sein muss

Die erwachsenen Fussgänger sollen ihre Vorbildfunktion vor allem auch am Fussgängerstreifen wahrnehmen.

Generelle Ziele

Die Schulwegunfälle der fünf- bis siebenjährigen Kinder, welche zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmern zählen, sollen reduziert werden.

Durch das Sensibilisieren der Fahrzeuglenkenden und der Eltern soll das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den schwächsten Verkehrsteilnehmern gesteigert werden.

Weitere Auskünfte für Medienschaffende:

Oblt Ernst Geisseler, Dienstchef Einsatz MEPO, Tel. 062 886 88 88