Aargau: Aktion Schulbeginn 2006
Die Kantonspolizei führt, zusammen mit den Stadt-, Gemeinde- und Regionalpolizeien, auch dieses Jahr die Verkehrssicherheitsaktion "Schulbeginn" durch. Mit verschiedenen Massnahmen wird auf die Gefahren für Kinder auf dem Schulweg hingewiesen, u.a. mit über 6'000 leuchtgelben Sportsäcken.
Sportsäcke für Erstklässler im Kanton Aargau
Sie sind auf den aargauischen Strassen wieder unterwegs - die vielen tausend Kinder auf dem Weg in den Kindergarten oder zur Schule! Denn am 14. August 2006 beginnt ein neues Schuljahr. Als Fussgänger oder Velofahrer gehören die Kinder zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und sind dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt.
Kinder lassen sich leicht ablenken und können Geschwindigkeiten und Distanzen nur schwer einschätzen. Auf Wahrnehmungen im Umfeld reagieren Kinder im Allgemeinen langsamer als Erwachsene, was zu überraschenden Fehlverhalten führen kann.
Unfälle auf dem Schulweg verteilen sich über das ganze Jahr und betreffen Schülerinnen und Schüler aller Stufen. Das Schuljahr beginnt in der Regel erst Mitte August. Trotzdem verunfallen in diesem Monat 560 Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in die Schule oder auf dem Heimweg. Spitzen sind um die Mittagszeit und nach 16 Uhr. Kinder bis 10 Jahre verunfallen auf dem Schulweg meistens zu Fuss, ab 12 Jahren mit dem Fahrrad.
Die Zahlen der bei Wiederaufnahme des Schulbetriebes verunfallten Kindern sind über die Jahre gesehen rückläufig. Dies kann als Indiz dafür gedeutet werden, dass die Präventionskampagnen zu diesem speziellen Zeitpunkt ihre Wirkung zeigen, daher sinnvoll sind und weitergeführt werden müssen.
6'000 Sportsäcke für Erstklässler im Kanton Aargau
Die Schulanfänger werden im Gebiet des Polizeikonkordates Nordwestschweiz auch in diesem Jahr auf eine ganz spezielle Art in die Kampagne einbezogen. Den Erstklässlern wird am ersten Schultag ein Sportsack im Kampagne-Layout abgegeben. Im Kanton Aargau werden über 6'000 Kinder in den ersten Schultagen mit einem leuchtgelben Sportsack mit der Aufschrift "Schulanfang - Achtung Kinder!" auf die spezielle Zeit der ersten Schultage aufmerksam machen! Auch dieses Jahr ruft die Kantonspolizei die motorisierten Strassenbenützer dazu auf, immer rücksichtsvoll und vorsichtig zu fahren.
Kontrollen in der Nähe von Schulen gefährlichen Kreuzungen und Übergängen der Schulwege werden vom 14. - 18. August 2006 im ganzen Kanton Polizisten präsent sein. Dabei geht es nicht nur darum, den Kindern helfend beizustehen, sondern auch darum, Automobilisten zu einer vorsichtigen Fahrweise anzuhalten. Mittels Geschwindigkeitskontrollen und Zivilequipen werden in der Umgebung von Schulen sowohl die Geschwindigkeitsbeschränkungen als auch die Fahrweise der Fahrzeuglenker an den Fussgängerstreifen überwacht.
Toter Winkel
Vom 21. - 24. August 2006 wird zusätzlich an diversen Schulen mit der Aktion "Toter Winkel" auf die Problematik der eingeschränkten Sicht für die Lenker von schweren Motorfahrzeugen hingewiesen.
Botschaft an die Fahrzeuglenkenden
Die Hauptbotschaft soll den Lenkerinnen und Lenkern bewusst machen, dass die Ferien zu Ende sind und im Bereich der Strasse wieder mit Schulkindern gerechnet werden muss, die teilweise erstmals alleine am Strassenverkehr teilnehmen.
Den Fahrzeuglenkenden soll in Erinnerung gerufen werden, dass kleine Kinder im Strassenverkehr rasch überfordert sind und deshalb auf erhöhte Rücksichtnahme angewiesen sind.
Botschaft an Mütter und Väter
Die Eltern sollen darauf aufmerksam gemacht werden:
- dass ihr Kind auf den Schulweg vorbereitet werden muss
- wie wichtig ihre Vorbildwirkung ist
- dass der Schulwegtransport im Auto vermieden werden sollte
- wo und welche Gefahren für ihr Kind bestehen
- dass ihr Kind im Strassenverkehr sicht- und erkennbar sein muss
Die erwachsenen Fussgänger sollen ihre Vorbildfunktion vor allem auch am Fussgängerstreifen wahrnehmen.
Generelle Ziele
Die Schulwegunfälle der 5 bis 7-jährigen Kinder, welche zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmern zählen, sollen reduziert werden.
Durch das Sensibilisieren der Fahrzeuglenkenden und der Eltern soll deren Verantwortungsbewusstsein für die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer verstärkt werden.
Weitere Auskünfte für Medienschaffende:
Oblt Ernst Geisseler, Dienstchef Einsatz MEPO, Tel. 062 886 88 88