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Aarau: Schutzengel im Polizeikommando

Am Freitag, 16. Dezember 2005, am späten Nachmittag, ist anlässlich eines Schiessversuches mit einer Tatwaffe ein Mitarbeiter des kriminaltechnischen Dienstes von mehreren Schüssen getroffen und schwer verletzt worden. Er befindet sich ausser Lebensgefahr.

- Arbeitsunfall fordert Schwerverletzten

Zwei Mitarbeiter des kriminaltechnischen Dienstes wollten im Schiesskeller des Polizeikommandos der Kantonspolizei Aargau in Aarau das Schiessverhalten einer Tatwaffe, einer Maschinenpistole Uzi, mit Video festhalten. Bei der Schussabgabe löste sich eine Serie von Schüssen, wodurch der Schütze die Kontrolle über die Waffe verloren und dadurch seinen Kollegen mit mehreren Schüssen im Oberkörper getroffen hat.

Der schwer verletzte Polizist war immer bei Bewusstsein und ist bis zum Eintreffen der Ambulanz durch Kollegen betreut worden.
Im Kantonsspital Aarau sprachen die Aerzte nach einer mehrstündigen Operation von einem "Wunder", dass der Verletzte die Treffer von mehreren Projektilen überlebt hat und mit einer Genesung rechnen darf.

Die Betroffenen und deren Familien werden durch den internen psychologischen Dienst und Berufskollegen begleitet.

Das Bezirksamt Aarau hat von Amtes wegen eine Strafuntersuchung eingeleitet. Parallel dazu ist durch das Polizeikommando eine interne Untersuchung angeordnet worden.

Ueber den genauen Hergang dieses Arbeitsunfalles kann erst nach der Befragung der Beteiligten, bzw. nach Abschluss der Untersuchungen orientiert werden.