PARK INNOVAARE – der starke Netzwerkstandort für den Nationalen Innovationspark

Der Kanton Aargau hat sich Ende März 2014 mit dem "PARK INNOVAARE – Der Innovationspark beim Paul Scherrer Institut" als Netzwerkstandort des Nationalen Innovationsparks (NIP) beworben. Der Bundesrat stimmt dem Vorschlag der Konferenz der Volkswirtschaftsdirektorinnen und Volkswirtschaftsdirektoren VDK zu, das Projekt PARK innovAARE in die Startformation des NIP aufzunehmen.

Der Nationale Innovationspark bietet eine grossartige Chance, die Innovationskraft der Schweiz nachhaltig zu sichern. Mit dem PARK INNOVAARE hat der Kanton Aargau seine hervorragenden Kräfte und Kompetenzen aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft gebündelt, um gemeinsam einen starken Netzwerkstandort in den Nationalen Innovationspark einzubringen und damit zu dessen Erfolg massgeblich beizutragen.

Mit seiner weltweit einzigartigen Kombination aus Grossforschungsanlagen und seiner international anerkannten wissenschaftlichen Exzellenz ist das PSI der entscheidende Erfolgsfaktor für den Park INNOVAARE. Der PARK INNOVAARE besticht durch die klaren, gesellschaftlich wie industriell relevanten Innovationsschwerpunkte und die starke Innovationsbasis im Hightech- und Energiekanton Aargau. Er vereint die ganze Wertschöpfungskette zur Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren unter einem Dach.

Ausgangslage

Mit der Revision des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes (FIFG) hat der Bund 2012 die Grundlage für die Errichtung eines schweizerischen Innovationsparks geschaffen. Als Instrument einer koordinierten nationalen Innovationspolitik soll ein solcher schweizerischer Innovationspark einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenwirken von Spitzenforschung und unternehmerischer Innovationstätigkeit und damit zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes leisten. Dazu muss er hohen Anforderungen genügen, und zwar nicht nur was die Infrastruktur und die Organisation betrifft, sondern vor allem bezüglich der Einbindung in ein Hochschul- und Innovationsförderungsnetzwerk und der Orientierung an höchster wissenschaftlicher Exzellenz.

Auf der Grundlage dieses Konzepts hat sich der Kanton Aargau mit der Unterstützung des Paul Scherrer Instituts PSI, dem grössten Forschungszentrum im ETH-Bereich, mit dem PARK innovAARE um einen Standort des Nationalen Innovationsparks beworben.

Der PARK INNOVAARE

Situationsplan des geplanten PARK innovAARE gegenüber dem Gelände des Paul Scherrer Instituts Bild vergrössern
© PSI

Der Innovationspark soll direkt beim PSI in Villigen realisiert werden. Mit seiner weltweit einzigartigen Kombination aus Grossforschungsanlagen und seiner international anerkannten wissenschaftlichen Exzellenz ist das PSI der entscheidende Erfolgsfaktor für den PARK innovAARE. Die Unternehmen, die sich im PARK innovAARE ansiedeln, können nebst den Grossforschungsanlagen und dem damit verbundenen, hoch spezialisierten technologischen Know-how des PSI, auch von einem weitverzweigten Kooperationsnetzwerk aus Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Wissenstransfereinrichtungen und international tätigen Unternehmen profitieren. Mit seiner komplementären Ausrichtung fügt sich der PARK innovAARE optimal in das Gesamtkonzept des Nationalen Innovationsparks ein.

In der Gemeinde Villigen steht direkt angrenzend an das Gelände des PSI ein baureifes Areal von 5.5 Hektaren zur Verfügung. Diese Fläche ergänzt das eingezonte PSI-Areal von aktuell 30.7 Hektaren. In unmittelbarer Nachbarschaft des PSI sind strategische Reserveflächen von rund 22.9 Hektaren vorhanden. Im Rahmen der laufenden Revision des Richtplans ist geplant, diese Flächen (rot) auszuscheiden. Langfristig besteht ein Erweiterungspotential von weiteren 20.5 Hektaren. Damit sind auch auf raumplanerischer Ebene die Bedingungen für ein Generationenprojekt erfüllt.

Chancen und Möglichkeiten für Unternehmen

Mit dem PARK innovAARE wird ein Ort geschaffen, an dem Innovationen schneller zur Marktreife gelangen. Die Unternehmen profitieren von:

  • einer unmittelbaren räumlichen Nähe zum PSI mit seiner hoch spezialisierten Forschungs- und Technologiekompetenz und einem vereinfachten Zugang zu den mit dem PSI kooperierenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen;
  • einem privilegierten Zugang zu den Grossforschungsanlagen, zu weiteren technologischen Infrastrukturen und der Expertise des PSI;
  • der Nähe zur Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW (Bereiche Technik und Informatik, Wirtschaft sowie Life Sciences) und deren Angebot an anwendungsorientierter Forschung;
  • den Angeboten der kantonalen Innovationsförderung, namentlich dem Hightech Zentrum in Brugg;
  • den kantonalen Angeboten zur Finanzierung von Forschungsprojekten (Forschungsfonds Aargau, Nano-Argovia-Projekte des Swiss Nanoscience Institute);
  • der Präsenz international tätiger Unternehmen mit ihren Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, wie ABB, Alstom, Novartis, Roche und Syngenta;
  • der direkten Mitwirkung bei der strategischen Ausrichtung des PARK innovAARE;
  • der privilegierten Unterstützung bei der Kontaktaufnahme und der Vernetzung mit anderen Firmen.

Trägerschaft – Stütze und Partner zugleich

Aktionariat PARK innovAARE Bild vergrössern

Der PARK innovAARE ist ein Projekt der Wirtschaft. Er wird getragen durch global tätige Unternehmen und KMU, die gemeinsam mit dem Kanton Aargau, den Standortgemeinden Villigen und Würenlingen, dem PSI und der FHNW eine Aktiengesellschaft – PARK innovAARE AG – gründen.

Zweck der Gesellschaft ist es, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft im Interesse des Technologietransfers im PARK innovAARE zusammenzubringen. Durch die Kombination von Spitzenforschung und unternehmerischer Innovationstätigkeit sollen strategische Wettbewerbsvorteile und Innovationen gefördert werden.

Das Aktionariat besteht aus vier Kategorien:

  • dem Kanton Aargau, dem PSI, der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und den Standortgemeinden Villigen und Würenlingen;
  • international, national oder kantonal führenden Unternehmen mit grossen Forschungs- und Entwicklungsbereichen, Unternehmen der Finanzwirtschaft sowie der Medien;
  • einem Aktionärspool aus KMU mit einem engen Bezug zum Kanton Aargau, dem "Innovation Accelerators’ Club Aargau";
  • dem Management der PARK innoAARE AG, das im Interesse einer marktorientierten Betriebsführung ein Prozent des Aktienkapitals halten soll.

Finanzierung des PARK INNOVAARE

Die Finanzierung des PARK innovAARE ist breit abgestützt. Zum einen besteht sie aus den beteiligten Grossunternehmen und den KMU, zum anderen leistet auch der Kanton Aargau einen Beitrag. Der PARK innovAARE soll jedoch selbsttragend werden.

Bis heute haben sich 19 Unternehmen (Stand: Ende März 2014) bereit erklärt, sich in der Trägerschaft und an der Finanzierung zu beteiligen. Die vorliegenden Absichtserklärungen umfassen finanzielle Zusagen in der Höhe von 2,43 Millionen Franken zur Beteiligung am Aktienkapital und 9,1 Millionen Franken in Form von Betriebskostenbeiträgen.

Finanzierungsbeiträge des Kantons

Das finanzielle Engagement des Kantons Aargau ist gemäss dem Trägerschafts- und Finanzierungsmodell des PARK innovAARE klar limitiert und setzt sich wie folgt zusammen:

  • Aktienkapital von 330'000 Franken (nicht Bestandteil des Verpflichtungskredits)
  • Anschubfinanzierung von 2 Millionen Franken
  • Mietzinsausfallgarantie von 5 Millionen Franken ab 2018 für eine Laufzeit von maximal 30 Jahren

Unter Berücksichtigung der bereits erfolgten Vorarbeiten für die Projektierung seit dem Jahr 2012 sowie für die anstehenden Tätigkeiten zur Vorbereitung der Gründung der Trägerschaft soll dem Grossen Rat die Bewilligung eines Verpflichtungskredits von insgesamt 8 Millionen Franken beantragt werden.

Der Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum und erfordert vorgängig eine öffentliche Anhörung. Aufgrund des finanziell angespannten Kantonshaushalts soll die Anschubfinanzierung von 2 Millionen Franken auf die Jahre 2015 und 2016 aufgeteilt werden. Zudem werden Kompensationen mit anderen Projekten im Aufgaben- und Finanzplan vorgenommen, sodass der effektive Mehraufwand für den Kanton in den beiden Jahren 1,15 Millionen Franken beträgt.

Der Regierungsrat hat das Anhörungsverfahren zum Finanzierungsanteil des Kantons Aargau unmittelbar nach dem Beschluss der VDK von Ende Juni 2014 lanciert. Dieses dauert von Juli bis Ende September 2014.

Zusagen der Finanzierungspartner

in CHF, Stand 24. März 2014
TrägerAnschub-
finanzierung
AktienkapitalBKB* jährlichBKB*
gesichert
Kanton2'000'000330'000----
PSI--330'000----
FHNW--330'000----
Gemeinde Villigen--30'000----
Gemeinde Würenlingen--30'000----
Träger
Kat. B
--1'250'000900'0008'200'000
Träger
Kat. C
--100'000100'000900'000
Träger
Kat. D
--30'000----
Summen2'000'0002'430'0001'000'0009'100'000
GESAMT14'530'000- (Kein Eintrag) - (Kein Eintrag) - (Kein Eintrag) 
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kosten-
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Integration in den Nationalen Innovationspark

Der PARK innovAARE überzeugt durch klare Innovationsschwerpunkte, eine starke Innovationsbasis sowie eine regional, national wie auch international sachgerechte Vernetzung auf Ebene von Forschung und Wirtschaft. Sowohl kurzfristig baureife Areale wie auch langfristige Landreserven sind für den Auf- und Ausbau des PARK innovAARE vorhanden. Zudem geniesst der PARK innovAARE seitens Politik, Wirtschaft und Forschung eine breite Unterstützung.

Der entscheidende Erfolgsfaktor für den PARK innovAARE ist das PSI, das über eine internationale Ausstrahlung verfügt. Unternehmen profitieren von einem breiten Forschungsspektrum, Spitzentechnologien, einer hochqualifizierten Expertise, dem direkten Kontakt mit den Forschenden und Fachkräften, die in ein nationales und internationales Kooperationsnetzwerk eingebunden sind.

Das Projekt PARK innovAARE soll Teil eines gesamtschweizerischen Netzwerkes werden. Die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) schlägt den PARK innovAARE zur direkten Aufnahme in die Startformation des Nationalen Innovationsparks vor. Dies aufgrund der Organisationsstrukturen, der möglichen Vernetzung mit den Hub-Standorten, dem Flächenangebot und der breiten Unterstützung der Privatwirtschaft.

Der PARK innovAARE leistet als Netzwerkstandort des Nationalen Innovationsparks einen wirksamen Beitrag zur sachgerechten Vernetzung der Innovationstätigkeiten in der Schweiz.