Zivilschutzkurse: Aufgebot, Pflicht & Verschiebung

Mindestens sechs Wochen vor Beginn des Ausbildungskurses erhalten die Angehörigen des Zivilschutzes (AdZS) ein persönliches Aufgebot und weitere Informationen per Post zugestellt.

Ein Aufgebot kann den AdZS für Grundausbildung, Zusatzausbildung, Kaderausbildung und Wiederholungskurse zugestellt werden. Auf dem Kurstableau finden Sie die aktuellen Kursdaten:

Für die Ausbildung im Zivilschutz ist grundsätzlich der Kanton zuständig. Die meisten Ausbildungen finden im Ausbildungszentrum Eiken statt. Die Wiederholungskurse (WK) werden von der regionalen Zivilschutzorganisation (ZSO) durchgeführt. Zudem werden Aus- und Weiterbildungskurse durch den Bund angeboten.

Für Rückfragen steht im Aufgebot die Kontaktadresse der aufbietenden Stelle.

Dienstverschiebung

Eine Dienstverschiebung wird nur aus triftigen Gründen bewilligt. Das Gesuch muss schriftlich gestellt werden und spätestens zehn Tage vor dem Einrückungstermin bei der aufbietenden Stelle eingereicht werden (ZSV Art. 6a). Ein verschobener Dienst muss nachgeholt werden. Das Gesuch um Dienstverschiebung kann mit den nötigen Unterlagen per E-Mail eingereicht werden.

Dienst im Zivilschutz verschieben

Dienstverschiebungsgesuche werden nur bewilligt, wenn zwingende Gründe vorgebracht und begründet werden können. Die Pflicht zum Einrücken bleibt bestehen; solange die Dienstverschiebung nicht schriftlich bewilligt wurde.

Voraussetzungen

Es muss ein zwingender Grund vorliegen.

Ablauf

Das Gesuch muss schriftlich vom AdZS eingereicht werden. Die zuständige Stelle (ZSO, AMB oder Bund) ist auf dem Aufgebot ersichtlich. Die nötigen Bestätigungen (z.B. Arbeitgeber, Ausbildungsstätte, Schule, Arztzeugnis) müssen beigelegt werden.

Das Aufgebot und das Dienstbüchlein müssen nicht mitgesendet werden.

Der Entscheid wird dem AdZS schriftlich mitgeteilt.

Benötigte Unterlagen

  • Ausgefülltes und unterschriebenes Gesuch
  • Bestätigungen (z.B. Arbeitgeber, Ausbildungsstätte, Schule, Arztzeugnis)

Die Kosten für Arztzeugnisse gehen zu Lasten des Gesuchstellers.

Fristen & Termine

Das Gesuch muss spätestens zehn Tage vor dem Dienstbeginn der zuständigen Stelle vorliegen.

Kosten

  • Keine Bearbeitungsgebühren
  • Kosten für Arztzeugnisse etc. müssen vom Gesuchsteller getragen werden.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Verschiebungsgesuch (PDF, 1 Seite, 92 KB)

Rechtliche Grundlagen

Aufgebot für Einsätze

Ausgebildete Schutzdienstpflichtige werden für verschiedene Einsätze aufgeboten:

  • Katastrophen und in Notlagen (Art. 27 BZG)
  • Bewaffnete Konflikte (Art. 27 BZG)
  • Instandstellungsarbeiten (Art. 27 BZG)
  • Einsätze zugunsten der Gemeinschaft (Art. 27a BZG).

Gesuche für Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft (Art. 27a BZG) sind an die Sektion Koordination Zivilschutz zu richten.

Es werden keine zusätzlichen Anmeldungen von Dienstanlässen (nur Art. 27a BZG) benötigt.

Einrückungspflicht

Wer ein Aufgebot erhält, muss einrücken (ZSV Art. 7). Die Einrückungspflicht kann nur durch eine schriftliche Verfügung aufgehoben werden.

Krankheit

Wer nicht reisefähig ist und deshalb nicht einrücken kann, muss zwingend ein Arztzeugnis einreichen (ZSV Art. 8). Das Arztzeugnis muss sofort zusammen mit dem Dienstbüchlein an die Kontaktadresse auf dem Aufgebot gesendet werden. Wer reisefähig ist, muss einrücken und sich bei der sanitarischen Eintrittsbefragung melden.

Urlaubsgesuche

Grundsätzlich besteht kein Anrecht auf Urlaub. Ein Gesuch um Urlaub kann bis zehn Tage vor dem Einrückungstermin eingereicht werden (ZSV Art. 10). Das Gesuch muss in Briefform mit einer Bestätigung des Arbeitgebers, der Schule oder Behörde eingereicht werden. Die aufbietende Stelle entscheidet über das Gesuch.

In wichtigen Fällen (z.B. Todesfall in der Familie) kann auch während des Diensts um Urlaub ersucht werden. Zuständig für den Entscheid ist der Leiter des Dienstanlasses.