Wildschäden

Wildtiere können Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, im Wald und an Nutztieren anrichten. Das Jagdrecht fordert Massnahmen zur Verhütung von Wildschaden. Entsteht dennoch ein Wildschaden, und waren zudem keine Selbsthilfemassnahmen zulässig, wird der Schaden angemessen abgegolten.

Eine von Wildschweinen auf Nahrungssuche durchpflügte Wiese Bild vergrössern
Wildschweine richteten in der Vergangenheit die meisten Schäden im Wiesland an (© Kanton Aargau)
Maisfeld mit beschädigten Maispflanzen Bild vergrössern
Wildschweinschaden im Mais (© Kanton Aargau)

Ein Wildschaden wird direkt beim zuständigen Jagdverein gemeldet, welcher das weitere Vorgehen koordiniert. Sind die gesetzlich vorgeschriebenen Verhütungsmassnahmen erfüllt, wird der Wildschaden angemessen vergütet.

Schadenabschätzung

Wildschäden werden vor Ort abgeschätzt. Der Jagdverein bietet den entsprechenden Schadenabschätzer des Departements für Bau, Verkehr und Umwelt auf. Schäden bis Fr. 500.- pro Parzelle können vom Jagdverein selber und in Absprache mit Grundeigentümer/-in bzw. Bewirtschafter/-in abgeschätzt werden. Schadenprotokolle stellt das Departement für Bau, Verkehr und Umwelt zur Verfügung.

Verhütung und Selbsthilfe

Verhütungsmassnahmen müssen zweckmässig sein und sollen dem Lebensraum sowie Wechseln bzw. Fluchtwegen von Wildtieren Rechnung tragen. Selbsthilfemassnahmen dürfen gegen Haarraubwild und bestimmte Vögel in und um Wohn-/Ökonomiegebäude ergriffen werden, nicht aber im Wald. Zusätzlich ist die Selbsthilfe gegen bestimmte Vögel in Friedhöfen, Baumschulen, Park- und Gartenanlagen, Anlagen des Wein-, Obst-, Gemüse- und Beerenbaus sowie Getreide- und Saatfeldern, nicht aber im Wald zulässig.

Schadensvergütung

Wildschäden werden nach deren Abschätzung direkt vom Departement Bau,
Verkehr und Umwelt vergütet. Bagatellschäden bis Fr. 150.- werden nicht entschädigt.

Abrechnung an die Jagdgesellschaft

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt rechnet die aufgelaufenen Wildschadenvergütungen pro Jagdrevier an die Jagdgesellschaften ab. Die Jagdgesellschaft beteiligt sich bis zu maximal einem Viertel des jährlichen Pachtzinses pro Jagdrevier an der Summe der Wildschäden sowie der Verhütungsmassnahmen im Wald.

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