U.17 Kloster Königsfelden, 1270.01.26-1789.09.15 (Bestand)

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:U.17
Ref. code AP:U.17
Title:Kloster Königsfelden
Creation date(s):1/26/1270 - 9/15/1789
Level:Bestand

Information on context

Name of the creator / provenance:Kloster Königsfelden und Oberamt
Administration history:Unweit des Ortes, wo am 1. Mai 1308 der deutsche König Albrecht I. ermordet worden war, gründeten seine Witwe, Königin Elisabeth von Görz-Tirol, und ihre Kinder zum Gedenken das franziskanische Doppelkloster Königsfelden. Dank der grosszügigen Ausstattung durch die Stifter entwickelte sich das Kloster in der 1. Hälfte des 14. Jh. zu einem bedeutenden Memorialort. Der Rang des ehemaligen Klosters spiegelt sich vor allem in der Ausstattung der Kirche, von der sich das herausragende Ensemble von Glasmalereien aus der Zeit zwischen 1314 bis 1360 erhalten hat. Nach der Eroberung des Aargaus 1415 gelangte Königsfelden unter die Herrschaft Berns. 1528 wurde das Kloster als Folge der Reformation aufgelöst. Bis zum Ende des Ancien Régime im 18. Jh. blieb Königsfelden Sitz des bernischen Landvogts.
Archival history:Der Stiftungsbrief von Königin Elisabeth und ihren Söhnen (U.17/0020a) gelangte erst 1938 vom Staatsarchiv Bern ans Staatsarchiv Aargau (ebenso U.17/0332a).
Als Vorarbeiten für die wissenschaftliche Auswertung und für das vom SNF und vom Swisslos-Fonds Aargau finanzierte Editionsprojekt "Die Urkunden und Akten des Klosters und der Hofmeisterei Königsfelden (1300-1600)" der Universität Zürich (Lehrstuhl Prof. Simon Teuscher) von 2017 bis 2021 wurden die handschriftlichen Regesten (UR.17/06-07) des früheren Staatsarchivars Georg Boner aus den 1950er Jahren über einen Teil der Urkunden elektronisch erfasst, redaktionell überarbeitet, mit weiteren Metadaten ergänzt und importiert ins Feld Regest des entsprechenden Datensatzes zur Urkunde. Die Bonerschen Regesten umfassen die Urkunden Nr. 1-600 des Urkundenfonds mit Lücken. Die überarbeiteten Boner Regesten ergänzen bereits von J. Rauschert erstellte Regesten zu einzelnen Urkunden.

Im Rahmen des Projekts der Universität Zürich wurden fehlende Regesten erstellt und ediert und sind zugänglich über: https://www.koenigsfelden.uzh.ch. Ebenfalls wurden sämtliche Urkunden und Akten digitalisiert und Urkunden sowie Kopialbücher bis 1568 ediert und kommentiert. Die Kopialbücher und einige weitere Amtsbücher sind zusätzlich auch auf www.e-codices.ch zugänglich.

Information on content and structure

Contains:u.a. Rechtsgeschäfte, Gütererwerb und -verkauf, Güterverschreibungen, Lehensbriefe, Schenkungen, Vergabungen, Stiftungen, Privilegien und Ordnungen: U.17/0007a: Herzog Leopold befiehlt seinen Beamten einen Zinsnachlass für den Hof in Windisch, welchen er für den Klosterbau vorgesehen hat (enthält erste urkundliche Erwähnung des neuen Klosters), 10.10.1309; U.17/0011a: Papstbulle Clemens V. von Avignon (enthält erste urkundliche Erwähnung der deutschen Bezeichnung "Königsfelden" anstelle von "campus regius", 18.06.1310; U.17/0020a: Stiftungsurkunde von Königin Elisabeth und ihren Söhnen, 29.09.1311; U.17/0022: Herzöge Friedrich und Leopold verleihen dem Kloster den Kirchensatz von Windisch, 1312
U.17/0023: Herzöge Friedrich und Leopold verleihen dem Kloster den Kirchensatz der Kirche zu Staufen, welcher ihnen und ihren Brüdern Albrecht, Heinrich und Otto gehört, 10.08.1312
U.17/0061: Ordnung über das Einkommen der Brüder und das Zusammenleben der beiden Konvente, 10. März 1318; U.17/0074: Jahrzeitordnung, 1322; U.17/0126: Gottesdienstordnung, 18.10.1332; U.17/0103: Klosterordnung vom 02.02.1330 in einer Neuausfertigung von ca. 1355; U.17/0152: Klosterordnung vom 15.08.1335 in einer Neuausfertigung von ca. 1355;
U.17/0303: Verpflichtung des Frauenkonvents zur Lieferung von Weisswein an den Männerkonvent, 07.09.1360;
U.17/0276: Verzeichnis des Klosterschatzes, 28.07.1357;

Information on related materials

Related material:AA/0428-0753: Bücher und Akten Kloster Königsfelden
UR.17: Urkundenregesten Kloster Königsfelden
Historisches Museum Bern: Königsfelder Ablassbrief vom 6. September 1329;
Publications:Hodel, Tobias: Schriftordnung im Wandel. Gebrauchs- und Aufbewahrungspraktiken von klösterlichem Schriftgut in Königsfelden (1300-1600). Konstanz 2020.
Teuscher, Simon; Moddelmog, Claudia (Hg.): Königsfelden. Königsmord, Kloster, Klinik. Baden 2012.
Kurmann-Schwarz, Brigitte: Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Klosterkirche Königsfelden. (Corpus vitrearum medii aevi, Schweiz Bd. II) Bern 2008, S. 401-419 (ungedruckte Quellen und Regesten aus Quellen).
Boner, Georg: Barfüsserkloster Königsfelden. In: Helvetica Sacra. Abt. V, Bd. 1, Bern 1978, S. 206-211.
Boner, Georg: Klarissenkloster Königsfelden. In: Helvetica Sacra. Abt. V, Bd. 1, Bern 1978, S. 561-567.
Merz, Walther (Hg.): Die Rechtsquellen des Kantons Aargau, 2. Teil: Rechte der Landschaft, 2. Bd.: Die Oberämter Königsfelden, Biberstein und Kasteln, Aarau 1926.
 

Usage

End of term of protection:9/15/1819
Permission required:Keine
Physical Usability:Eingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL:https://www.ag.ch/staatsarchiv/suche/detail.aspx?ID=1411
 

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