DSI-BAD051 Bäderstrasse 36, Badhotel zum Bären, 1881 (Dossier (Denkmalschutzinventar))

Archive plan context


Ansichtsbild:
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Identifikation

Signatur:DSI-BAD051
Signatur Archivplan:BAD051
Titel:Bäderstrasse 36, Badhotel zum Bären
Bezirk:Baden
Gemeinde:Baden
Adresse:Bäderstrasse 36
Versicherungs-Nr.:337
Parzellen-Nr.:1761
Grundbuch-Nr.:1761
Koordinate E:2665917
Koordinate N:1259281
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2665917&y=1259281

Objekt-Infos

Autorschaft:Kaspar O. Wolff, Zürich

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Hotel, Badhotel, Kurhaus

Schutz / Status

Kantonale Unterschutzstellung (DSI):10/25/1976
Kantonaler Schutzumfang:Nordseitiger Fassadenvorbau

Dokumentation

Entstehungszeitraum:1881
Bau- und Nutzungsgeschichte:Das ehemalige Badhotel "zum Bären" erhebt sich über den auf das Mittelalter zurückgehenden Badgewölben und umfasst vier ursprünglich getrennte Gebäude. Der erstmals im Jahr 1361 erwähnte Gasthof brannte 1490 und 1569 zweimal ab. 1732 gelangte er an die Familie Dorer, die das Haus bis zum Ende des 19. Jahrhunderts besass. Im Jahr 1881 liess Kaspar Karl Dorer oder Anton Albert Dorer den Baukomplex umfassend erneuern. Nach Plänen des Zürcher Architekten Kaspar Otto Wolff (1843-1888), Sohn des bekannteren Zürcher Staatsbauinspektors Johann Caspar Wolff, wurde der Baukomplex auf der Nordseite mit einem mächtigen Fassadenvorbau abgeschlossen. Weitere eingreifende Veränderungen folgten in den Jahren 1908/09, als der Badener Architekt Eugen Schneider den südlichen Trakt vollständig erneuerte und den nördlichen aufstockte. 1976 wurde der Fassadenvorbau von 1881 unter Denkmalschutz gestellt. Mit der Übernahme der Liegenschaften durch die Verenahof AG im Jahr 1987 wurde der Hotelbetrieb im "Bären" geschlossen. Eine künftige Nutzung des Areals wird zur Zeit im Zusammenhang mit Planungen der Verenahof AG diskutiert.
Beschreibung:Die von Kaspar Otto Wolff 1881 errichtete Nordfassade des Badhotels "zum Bären" war Teil einer Umgestaltung, welche aus dem in seiner Substanz heterogenen Komplex einen einheitlicheren Baukörper in damals zeitgemässen, wenn auch etwas steifen Neorenaissanceformen machte. Mit dem nur eine Fensterachse tiefen Vorbau entstand eine prägnante Schaufront gegen die Parkstrasse, die gleichzeitig als Abschluss für das hohe Satteldach der anschliessenden, später aufgestockten Gebäudetrakte diente. Indem die eigenwillig gegliederte Fassade geläufige Zierformen der italienischen Renaissance mit dem wohl aus der deutschen Renaissance abgeleiteten Giebelmotiv kombiniert, bildet sie stilistisch ein Unikum. Über den drei Vollgeschossen wird die Fassade von einem hohen, heute stumpf endenden Giebelfeld abgeschlossen. Während das Erdgeschoss durch eine grob rustizierte Putzquaderung als Sockel gekennzeichnet ist, werden die darüber aufsetzenden Geschosse von Pilastern dorischer, ionischer und korinthischer Ordnung gegliedert, die in den beiden Hauptgeschossen gequadert, im Giebelfeld glatt verputzt sind. Kräftig profilierte, verkröpfte Gesimsbänder trennen zusammen mit einer hohen Kämpferzone die einzelnen Geschosse. Im ersten und zweiten Obergeschoss öffnen sich fünfachsige Loggien, die beidseits von zwei Fensterachsen flankiert werden; sie zeigen Gusseisengeländer mit Grotteskendekor und werden von einem geraden Sturz abgeschlossen. Im Dachgeschoss sind fünf Konchennischen zu einer Reihe verbunden; alternierend enthalten sie Fenster sowie zwei das Wasser bzw. die Gesundheit versinnbildlichende allegorische Figuren. Das von einem Rautenmuster überzogene Giebelfeld wurde über der grossformatigen Wappenkartusche der einstigen Besitzerfamilie Dorer ursprünglich von einem segmentbogigen Firstaufsatz abgeschlossen; auch setzten sich die heute ins Leere laufenden Pilastervorlagen in hohen Pinnakeln fort. Durch deren Wegfall ist die Fassade heute leider in ihrer Wirkung etwas geschmälert.
Reproduktionsbestimmungen:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=20622
 

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