STC-BET001 Röm.-kath. Pfarrkirche, 1789 (Dossier (Spezialinventare))

Archive plan context


Signatur:STC-BET001
Signatur Archivplan:BET001
Titel:Röm.-kath. Pfarrkirche
Ansichtsbild:
1/7
Bildlegende:1- Blick Richtung Chor.
2- Südwand mit gestapelten Medaillons der Kreuzwegstationen.
3- Kartusche vor Chorbogen, Südwand.
4- Chorbogenscheitel.
5- Früchtekorb im Chor.
6- Verstrichtene Rankenform unterhalb eines Medaillons der Kreuzwegstation.
7- Detail Mittelspiegel.
Darin:Die kleine Saalkirche (ca. 10 x 24 m) mit Rechteckchor wurde 1788/89 von F.J. Rey erbaut und sehr wahrscheinlich von Peter Anton Moosbrugger mit grauen Stuckaturen versehen, die mit 175 fl. berechnet wurden (PfA. Bettwil, Guttäterbuch 4°, fol 4v). Der Mittelspiegel enthält ein signiertes Gemälde von J.A. Messmer, das - ähnlich wie in der Kirche Birrwil - von Stuckrocaillen und Blumenbouquets an Schnüren umgeben ist. Die Rocaillen scheinen aus den Profilleisten des Medaillons zu wachsen. An den Längsseiten sind mittig je zwei sehr individuell gestaltete Engelsköpfe angebracht. An den Längsseiten des Schiffs sind zwischen die je drei seitlichen Stichkappen vier grosse Kartuschen mit Blumen stuckiert, welche Gitterstrukturen in der Mitte und auslaufende Ränder aufweisen. Die Kartuschen sind bis auf die vordersten zwei gleichseitig und scheinen symmetrisch zu sein, was sie aber bei näherem Betrachten nicht sind. Die vordersten zwei neben dem Chorbogen sind in D-Form mit Gittermotiv gestaltet. Auch bei den kapitellähnlichen Sockeln, die keine Fortsetzung in einem Pilaster haben und auf denen die Stichkappen enden, sind den Rand überlappende Kartuschen in D-Form stuckiert, die ausgeprägtes Muschelwerk und hängende Blumenschnüre aufweisen. Die Motive laufen aus, wie wenn sie mit dem Finger an der Wand verstrichen worden wären. Die Apostelkreuze mit Kerzenhalter sind ebenfalls stuckiert. Unterhalb der Kapitelle befinden sich an den Wänden zwischen den Fenstern jeweils dreimal fünf gestapelte Medaillons mit Kreuzwegstationen, darüber sind Stuckkartuschen und vegetative wulstartige Girlanden angebracht, darunter tropfenförmig auslaufende Rocaille-Ornamente. Über den Fenstern befinden sich D-Kartuschen mit Türmen, die wegen des verstrichenen Charakters zu brennen scheinen (s. Birrwil), darunter Blumenbouquets. Die Kartusche über dem Bogenscheitel ist mit seitlichen Girlanden und Blumengehängen mit den ersten Kartuschen der Längswände verbunden. Unter ihnen befinden sich Rocaille- und Pflanzenornamente, darunter zwei wiederum individuelle Engelsköpfe. Im Chor setzt sich dasselbe Bild fort: Neben dem Gemälde von Christus am Ölberg sind vier D-Rocaillen angebracht, wovon die vorderen zwei verbunden sind mit dem Mittelmedaillon. Richtung Osten endet das Mittelmedaillon mit einem Korb mit Früchten. Über den zwei seitlichen Fenstern befindet sich je eine Kartusche mit einem Turm in der Mitte. An die Emporenbrüstung wurde eine ovale Rocailleform mit Blumengehängen stuckiert.
Technik:gegossen bzw. gezogen und Antragsstuck
Gemeinde:Bettwil
Adresse:Schulhausstrasse 61
Parzellen-Nr.:285
Grundbuch-Nr.:238
Nutzung (Stufe 1):Sakrale Bauten und Anlagen
Nutzungstyp (Stufe 2):Kirche (röm.-kath.)
Epoche / Baustil (Stufe 3):Klassizismus
Entstehungszeitraum:1789
Grundlage Datierung:Literatur
Autorschaft:Moosbrugger, Peter Anton, 1732-1806, Schoppernau
Quellen:PfA. Bettwil, Guttäterbuch 4°, fol 4v.
Literatur:Georg Germann, Die Kunstdenkmäler des des Kantons Aargau, Bd. 5, Basel 1967, S. 80.
 

Related units of description

Related units of description:siehe auch:
DSI-BET001 Schulhausstrasse 4, Röm.-kath. Pfarrkirche, 1788-1789 (Dossier (Denkmalschutzinventar))
 

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Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=16252
 

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