DSI-BAD072 Parkstrasse 19, Villa Betschon, 1903 (Dossier (Denkmalschutzinventar))

Archive plan context


Identifikation

Signatur:DSI-BAD072
Signatur Archivplan:BAD072
Titel:Parkstrasse 19, Villa Betschon
Ansichtsbild:
1/1
Bezirk:Baden
Gemeinde:Baden
Adresse:Parkstrasse 19
Versicherungs-Nr.:866
Parzellen-Nr.:1521
Koordinate E:2665603
Koordinate N:1259052
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2665603&y=1259052

Schutz / Status

Kantonale Unterschutzstellung (DSI):1/29/2014
Kantonaler Schutzumfang:integral

Chronologie

Entstehungszeitraum:1903

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Profane Wohnbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Repräsentatives Wohnhaus, Villa

Dokumentation

Autorschaft:Betschon, Arthur (1870-1932)
Würdigung:Die 1903 vom Architekten Arthur Betschon als eigenes Wohnhaus mit Büro erbaute Villa ist ein charakteristisches und sehr gut erhaltenes Beispiel für gehobene Wohnkultur im Stil des Späthistorismus. Sie liegt gegenüber dem Kurpark neben der Synagoge und hat als Teil der ursprünglichen Bebauung einen grossen situativen Wert. Die Architektenvilla mit ihrer reichen dekorativen Ausgestaltung zeichnet sich durch eine sorgfältige Materialwahl und Gestaltung aus. Sie ist typologisch, sozialhistorisch und baukünstlerisch wertvoll und ist kantonal schutzwürdig.
Beschreibung:Der Badener Architekt Arthur Betschon (1870-1932) realisierte 1903 an der Badener Parkstrasse sein Eigenheim und Büro. Die Villa Betschon befindet sich an prominenter Lage am Rande des Kurparks, um den sich kommunal geschützte Gebäude von hohem künstlerischem und architektonischem Wert gruppieren. Der grosszügige und vielgliedrige Solitärbau im Stil des Späthistorismus erstreckt sich auf zwei Stockwerken und einem Dachgeschoss.
An der südöstlichen Hausecke belebt ein polygonaler Risalit mit einer verglasten Loggia und einer südlich daran angrenzenden Terrasse die Hauptfassade zur Parkstrasse hin. Mit einem weiteren vorkragenden Element an der Nordostecke des Hauses wird die prächtige Frontfassade malerisch flankiert. Dieses nordöstliche Element besteht aus einem reich geschmückten Eingangsportal auf dem Niveau des Erdgeschosses. Der Haupteingang ins Gebäude wird von einem Segmentbogen überfangen, welcher von zwei Säulen getragen wird. Diese tragen mit von Blättern geschmückten Kapitellen das Vordach, dessen Untersicht in ursprünglicher Farbigkeit mit Blattwerk bemalt ist. Die Türe selbst wird mittig von einem steinernen Türsturz mit Engel geziert, der ein Schild hält. Die Beschläge der Türe und die Gitter der seitlich davon angebrachten Fenster zeigen qualitätvolle Schmiedearbeit. Aber auch die Untersicht des Walmdaches mit gemalten Jagdszenen und profilierten Sparrenköpfen, die Wasserspeier in Form von Hunden sowie die verschiedenen Lukarnen-Typen zeichnen das Gebäude mit enormem Detailreichtum aus. Auch die Gestaltung der Umgebung ist qualitätvoll wie die kunstvolle Gestaltung der Umzäunung zeigt.
Im Innern werden das Treppenhaus und die Lukarnen von Rundbogenfenstern erhellt, die Fenster- und Türgewände sind neugotisch profiliert. Die bauzeitliche Ausstattung der Räume mit Zementfliesen, Stuckdecken und historischen Fenstern ist grösstenteils erhalten.
Unter den repräsentativen Wohnhäusern, die um 1900 in relativ grosser Zahl erstellt wurden, nimmt die Villa Betschon dank ihrer grösstenteils ursprünglichen Bausubstanz eine ausserordentliche Stellung ein. Das Haus befindet sich – bis auf einen vom Badener Architekten selbst geplanten Garagenbau von 1927 – im Originalzustand. Von Architekten für sich selbst erbaute Wohnhäuser gelten vielfach als deren „Visitenkarte“ und weisen deshalb in der Regel eine besonders qualitätvolle Gestaltung auf. Das Wohnhaus gehört neben dem Firmensitz der Motor Columbus (heute Alpiq) an der Parkstrasse 27 sowie dem Ökonomiegebäude zur Villa Burghalde an der Mellingerstrasse zu den wichtigsten Gebäuden des Architekten Arthur Betschon in Baden.
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=122713
 

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