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"Corona-Bericht": Kantonale Aufarbeitung des Krisenmanagements während der Covid-19-Pandemie

Der Regierungsrat hat einen Reflexions- und Analyseprozess zum kantonalen Covid-19-Krisenmanagement initiiert. Er will die Erkenntnisse und die Erfahrungen der Covid-19-Pandemie analysieren und als Chance nutzen, um den Kanton in Zukunft noch besser gegen Krisen dieser Art und Grösse aufzustellen. Die Arbeiten werden von der Staatskanzlei koordiniert und die Ergebnisse in einem Corona-Bericht festgehalten.

Die Bewältigung der Covid-19-Pandemie hat auch die Strukturen und Prozesse der kantonalen Verwaltung stark belastet. Insbesondere die erste Pandemiewelle im Frühjahr 2020 war von kurzen Vorlaufzeiten bei der Umsetzung von Massnahmen und wenig wissenschaftlich gesichertem Wissen über das neuartige Virus geprägt. Vor diesem Hintergrund hat der Regierungsrat bereits im Juni 2020 einen Analyse- und Reflexionsprozess zur Covid-19-Pandemie unter Einbezug aller Departemente und der Staatskanzlei in Gang gesetzt. Dieser soll Erkenntnisse zum Krisenmanagement sichern und den Handlungsbedarf für zukünftige, vergleichbare Herausforderungen aufzeigen. Seither wird in einer interdepartementalen Projektgruppe und unter Berücksichtigung des Pandemieverlaufs die Bewältigung dieser Krise im Kanton Aargau aufgearbeitet. Der abschliessende Corona-Bericht soll – vorbehältlich der weiteren Entwicklung der epidemiologischen Lage – im 4. Quartal 2021 durch den Regierungsrat verabschiedet und anschliessend dem Grossen Rat und der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

Der Kanton Aargau hat beim Krisenmanagement und bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie vieles gut gemacht. Allerdings werden im Analyseprozess in verschiedenen Bereichen auch Friktionen und Verbesserungspotenziale untersucht – zum Beispiel bei der Abgrenzung zwischen Regelstrukturen und Krisenführungsorganen, an den Schnittstellen zu anderen Staatsebenen und in der Kommunikation. Für den Corona-Schlussbericht werden diese Herausforderungen systematisch und umfassend beleuchtet.

Der laufende Analyse- und Reflexionsprozess ist im Kontext einer gewissen Unsicherheit einzuordnen. Der Bericht wird kaum alle Fragen abschliessend klären. Er wird aber aufzeigen, wo Massnahmen erforderlich sind und wo Lösungsansätze bestehen, um zukünftig effizienter und effektiver mit Breitbandkrisen umgehen zu können.

Parallel zum Aargauer Corona-Bericht wertet die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) das Krisenmanagement in der Zusammenarbeit unter den Kantonen und mit dem Bund aus und verfolgt dabei einen ähnlichen Zeitplan wie der Kanton Aargau. Die Analyse der KdK erfolgt im Vergleich zum Aargauer Corona-Bericht primär aus einer föderalistischen Perspektive. Der Regierungsrat beteiligt sich an den Analysen auf interkantonaler Ebene, wie auch an den Erhebungen der Fachdirektorenkonferenzen oder der Nordwestschweizer Regierungskonferenz.