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5.1 Geldleistungen oder Kostengutsprachen

Gemäss § 9 Abs. 1 SPG wird die materielle Hilfe in der Regel durch Geldleistungen oder durch Kostengutsprachen gewährt. Da die Sozialhilfe die betroffene Person in keiner Art und Weise in ihrer Rechts- und Handlungsfähigkeit einschränkt, wird im Normalfall die materielle Hilfe auf das Konto der unterstützten Person überwiesen. Den Betroffenen wird dadurch eine selbstständige und eigenverantwortliche Gestaltung ihrer Lebensführung zugestanden und der Zielsetzung der Förderung der Autonomie und Eigenverantwortung Rechnung getragen.

Kostengutsprachen sind, sofern die Voraussetzungen zur Gewährung materieller Hilfe gegeben sind, insbesondere an medizinische Leistungserbringer im ambulanten und stationären Bereich sowie an Heime zu erteilen. Das Gesuch um Kostengutsprache ist durch die hilfesuchende Person oder durch eine bevollmächtigte Vertretung vor Inanspruchnahme der entsprechenden Leistung zu stellen. Bei ambulanter ärztlicher Behandlung oder bei Einweisung in ein Spital ist das Gesuch um Kostengutsprache, sofern eine vorgängigeGesuchstellung nicht möglich ist, spätestens innert 60 Tagen seit Behandlungsbeginn oder Spitaleintritt einzureichen. Ohne Kostengutsprache oder bei verspäteter Gesuchstellung besteht keine Pflicht zur Kostenübernahme bereits erbrachter Leistungen.