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Die Leistungen zur Inkassohilfe für Unterhaltsansprüche von Kindern sind unentgeltlich (Art. 290 ZGB). Für Inkassohilfe zugunsten anderer unterhaltsberechtigter Personen kann eine Gebühr für die jährlichen Aufwendungen der Gemeinde verlangt werden, sofern die anspruchsberechtigte Person in guten finanziellen Verhältnissen lebt (Art. 17 InkHV i.V.m. § 31 Abs. 3 SPG und § 26 SPV). Gute finanzielle Verhältnisse liegen vor, wenn die Grenzbeträgegemäss § 27 SPV überschritten werden. Dies ist entweder der Fall, wenn das Reinvermögen über den Grenzbeträgen liegt oder oder wenn die Grenzbeträge für die Einkünfte um mehr als 20 % überschritten werden (§ 26 Abs. 1 SPV). Die jährliche Gebühr für die Leistungen beträgt Fr. 800.− (§ 26 Abs. 2 SPV).

Kosten, welche durch Dritte (z.B. Betreibungsamt) entstehen, werden vom Gemeinwesen bevorschusst (Art. 18 InkHV) und sind durch die unterhaltspflichtige Person zu tragen (Art. 19 Abs. 1 InkHV). Können die Kosten nicht von der unterhaltspflichtigen Person erhältlich gemacht werden, so kann das Gemeinwesen die Kosten der unterhaltsberechtigten Person nur auferlegen, wenn diese über die erforderlichen Mittel verfügt (Art. 19 Abs. 2 InkHV).