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Bevorschusst die Gemeinde die geschuldeten Kindesunterhaltsbeiträge, so geht der Unterhaltsanspruch von Gesetzes wegen mit allen Rechten auf die unterstützende Gemeinde über (Art. 289 Abs. 2 ZGB). Die Gemeinde fordert die ausgerichtete Bevorschussung beim unterhaltspflichtigen Elternteil zurück (§ 37 SPG). Sofern sich die Gemeinde mit der unterhaltspflichtigen Person nicht auf Rückzahlungsmodalitäten einigen kann und dieser die offene Forderung nicht begleicht, kann die Gemeinde insbesondere auf dem Betreibungsweg gegen die unterhaltspflichtige Person vorgehen. Das Gemeinwesen trägt das Risiko der Uneinbringbarkeit der Unterhaltsbeiträge. Weigert sich der unterhaltspflichtige Elternteil, die von der Gemeinde bevorschussten Kindesunterhaltsbeiträge beziehungsweise Elternbeiträge gemäss Betreuungsgesetz zu bezahlen, bestehen für die bevorschussende Gemeinde verschiedene Möglichkeiten zur Durchsetzung des Anspruchs, je nachdem wie der Kindesunterhalt geregelt ist.

Detaillierte Informationen zur Durchsetzung des Unterhaltsanspruchs und die entsprechenden Inkassomassnahmen finden Sie in Kapitel 22.2 Inkassohilfe.