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20.3.2 Begünstigte Freizügigkeitsleistungen

Leistungen der beruflichen Vorsorge (zweite Säule) und der freien Selbstvorsorge (dritte Säule) fallen beim Tod der Erblasserin beziehungsweise des Erblassers nicht in den Nachlass, sondern stellen selbstständige reglementarische beziehungsweise gesetzliche Ansprüche der begünstigten Person dar (Art. 2 Abs. FZG und Art. 15 FZV).

Personen, die durch eine mit dem Ableben einer unterstützten Person fällig gewordenen Kapitalleistung der zweiten oder dritten Säule begünstigt worden sind, sind höchstens in diesem Umfang rückerstattungspflichtig ( § 20 Abs. 3 SPG). Um den Vorsorgeschutz zu gewährleisten sind überlebende Ehegatten, überlebende Konkubinatspartner gemäss Art. 20a BVG, minderjährige Kinder und volljährige Kinder in Ausbildung bis zum vollendeten 25. Altersjahr von der Rückerstattungspflicht ausgenommen. Lediglich Kapitalleistungen können für die Rückerstattung von Sozialhilfeleistungen ver-wendet werden. Die Rückerstattungspflicht entfällt bei allfälligen Rentenleistungen.