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Gesamtverkehrsplanung

Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau

Der Ostaargau ist eine dynamische, wirtschaftlich sehr starke Region und wird – insbesondere in den Zentren – als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort überdurchschnittlich wachsen. Damit steigen auch die Mobilitätsansprüche: Mit dem regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (rGVK Ostaargau) soll diese Herausforderung gemeistert werden.

Der Grosse Rat hat am 4. Mai 2021 die Vorschläge des Regierungsrats angenommen und wichtige Entscheide zum Regionalen Gesamtverkehrskonzept (rGVK) Ostaargau mit den fünf Handlungsfeldern "Bahn und Bus", "Fuss- und Veloverkehr", "Strassennetz und Betrieb", "Stadt- und Freiraum" sowie "Mobilitätsmanagement" gefällt (Link zu Unterlangen als Basis für das Grossratsgeschäft). Der Projektstand ist in den betroffenen Räumen unterschiedlich weit fortgeschritten. Deshalb wird die Planung in den einzelnen Räumen mit je spezifischen Planungen/Projekten sowie dem jeweiligen Projektstand angepassten Partizipationsmassnahmen weitergeführt. Die verschiedenen Projekte/Planungen aus dem rGVK Ostaargau werden laufend aufeinander abgestimmt. Den Rahmen für alle Vorhaben bildet das entsprechende Richtplankapitel zum rGVK Ostaargau (PDF, 12 Seiten, 6,7 MB) auf der Basis der kantonalen Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU.

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Teilprojekte

Das regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau schafft die Voraussetzungen, dass auch 2040 gute Mobilitätsangebote für die Menschen in den Räumen Baden-Wettingen, Brugg-Windisch und Unteres Aaretal verfügbar sind. Der Kanton Aargau setzt dabei neue Massstäbe bei regionalen Gesamtverkehrskonzepten. Er gewichtet stark die Abstimmung der Verkehrsmittel und Verkehrsträger auf die Siedlungs- und Arbeitsplatzentwicklung im Ostaargau.

Die Basis bilden die Grundsätze der Strategie mobilitätAARGAU. Die Mobilität in den Städten muss andere Ansprüche erfüllen, als diejenige in ländlichen Gebieten: Wer in den Städten und Agglomerationen wohnt oder über kurze Distanzen dorthin pendelt, wird mehr auf den öffentlichen Verkehr sowie Fuss- und Veloverkehr zurückgreifen. Wer längere Strecken fahren muss, wird dies mit dem öffentlichen Verkehr oder dem motorisierten Individualverkehr tun. Dank vermehrter Nutzung des öffentlichen Verkehrs und des Fuss- und Veloverkehrs entsteht der Platz, den es braucht, um möglichst ohne Hindernisse ans Ziel zu kommen.

Vom Gesamtverkehrskonzept profitieren nicht nur die städtischen Zentren, sondern der gesamte Ostaargau als attraktiver Lebensraum und wichtiger Wirtschaftsstandort. Die drei Regionalplanungsverbände Brugg Regio, Baden Regio, Zurzibiet Regio und 12 Gemeinden wurden eng in die Entwick-lung des Gesamtverkehrskonzepts einbezogen.

Die fünf Handlungsfelder

Das rGVK Ostaargau fokussiert auf die fünf Handlungsfelder:

Weitere Planungen in den verschiedenen Räumen

Der Grosse Rat hat am 4. Mai 2021 die wichtigen Infrastrukturelemente für das Velo und den motorisierten Individualverkehr im Raum Brugg-Windisch im Richtplan auf die Stufe Festsetzung angehoben. In Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Regionalplanungsverband und Kanton läuft die Weiterbearbeitung zusammen mit der Gebietsentwicklung Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch.

Die Infrastrukturen im Raum Baden-Wettingen bleiben gestützt auf die Anhörungsergebnisse im Richtplan vorerst auf der Stufe Zwischenergebnis; hier sind gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden und Regionalplanungsverbänden weitere Planungsschritte nötig.

Die Planungen zum Korridor von Koblenz durch das Untere Aaretal werden parallel weitergeführt.

Kommunikation und Partizipation

In den Räumen werden in den kommenden Planungsphasen der aktiven und kontinuierlichen Kommunikation sowie einer dem jeweiligen Projektstand angepassten Partizipation spezielle Beachtung geschenkt.

Ergebnisse der Nummernschilderhebug im Ostaargau

Ausschnitt aus dem Titelbild des Berichts Verkehrsströme im Ostaargau – Numernschilderhebung Oktober 2022

Im Ostaargau wurde mit einer Verkehrserhebung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) im Oktober 2022 eine Verkehrsmenge von 215'800 Fahrten pro Werktag ermittelt. Der grösste Verkehrsstrom in diesem Raum fliesst mit über sechzig Prozent aller Fahrten im Süden von und zur Hauptverkehrsader Autobahn. Der Verkehr aus dem Norden beträgt rund zehn Prozent aller Fahrten. Darin enthalten ist der Grenzübergang Waldshut–Koblenz. Eine Analyse des Grenzverkehrs Waldshut–Koblenz zeigt, dass 49 Prozent des Strassengüterverkehrs den Start oder das Ziel im Raum Ostaargau haben. Beim Gesamtverkehr (motorisierter Individualverkehr und Strassengüterverkehr) liegt der Wert dieses Quell- und Zielverkehrs mit 82 Prozent wesentlich höher. Die nun erhobenen Daten bestätigen die bisherigen Annahmen des Kantons für die Mobilitätsplanungen im Raum Ostaargau.

Die Ergebnisse der Nummernschilderhebung im Ostaargau sind in eine Broschüre zusammengefasst: Ergebnisse Nummernschilderhebung Ostaargau (PDF, 17 Seiten, 2,9 MB)