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Energiebewusst leben

Konsumentscheidungen, Energieeffizienz im Haushalt wie auch die Nutzung erneuerbarer Energien sind prägende Faktoren für unsere Energiebilanz. Als Privatperson, Organisation und Gemeinde können Sie Ihre Entscheidungen und Ihr Verhalten auf ein energiebewusstes Leben ausrichten.

Möchte sich eine Gemeinde oder Stadt kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien sowie umweltverträgliche Mobilität einsetzen, dann kann sie Energiestadt werden.

Energiestadt

Nahezu alle Konsumentscheidungen haben einen Einfluss auf unsere Energie- beziehungsweise Umweltbilanz. Einige dieser Entscheide wirken sich stärker aus als andere und weisen damit auch ein höheres Verbesserungspotenzial auf. Basierend auf einer Bewertung aller Umweltbelastungen hat das Bundesamt für Umwelt in diesem Sinne eine "Hitparade" der Schlüsselentscheide aufgestellt.

Das grösste Optimierungspotenzial weisen die folgenden Entscheidungen auf:

  • Thermische Qualität von Wohngebäuden und Entscheid für Flächenbedarf pro Person (zum Beispiel: Beachten von Qualitätslabeln wie MINERGIE®-P)
  • Entscheid für einen bestimmten Fahrzeugtyp (emissionsarm und energieeffizient)
  • die Bedeutung, die beim Kauf eines Gutes seiner Qualität und seiner Lebensdauer beigemessen wird
  • Nahrungsmittel, insbesondere Entscheidungen in Bezug auf Produktion und Ernährungsweise (tierische oder pflanzliche Produkte)

Tipps für Privatpersonen und Organisationen

Wohnen

Rang 1
Fläche pro Person: Sie definiert die Anzahl Quadratmeter pro Bewohnerin oder Bewohner, welche beheizt werden muss.

Rang 2
Wahl des Standortes: Sie ist ausschlaggebend für die zurückgelegten Distanzen auf dem Arbeitsweg, in der Freizeit und beim Einkaufen.

Rang 3
Einbezug der Energie bei Entscheidungen für Bauvorhaben, welche die thermische Qualität des Gebäudes, das Heizsystem und die Energiequelle betreffen. Detaillierte Informationen dazu finden Sie unter Bauen & Wohnen.

Rang 4
Wohnverhalten: Entscheidend sind die gewählte Raumtemperatur, das Öffnen von Fenstern und der Warmwasserverbrauch. Zu den Entscheiden zu Gunsten der Umwelt zählen:

  • eine Raumtemperatur von 19–20 °C tagsüber und von 18 °C nachts
  • Klimatisierung erst ab 33 °C
  • duschen statt baden
  • Fenster stosslüften (2- bis 3-mal täglich während 5 Minuten weit öffnen) anstatt kipplüften
  • Warmwassertemperatur im Boiler nur 55 °C

Die energieberatungAARGAU – eine Dienstleistung des Kantons Aargau – hilft Ihnen gerne weiter.

energieberatungAARGAU

Mobiliät

Rang 1
Distanz und Häufigkeit der zurückgelegten Wege. Insbesondere die Wahl des Ziels der Ferien ist entscheidend.

Rang 2
Wahl des Verkehrsmittels: Am energieeffizientesten sind die Verkehrsmittel des Langsam- und des öffentlichen Verkehrs (zu Fuss, Velo, Bahn und Bus). Flugreisen verbrauchen wegen ihrem hohen Energieverbrauch pro Kilometer und der grossen Anzahl Kilometer pro Flugreise sehr viel Energie.

Rang 3
Wahl des Fahrzeugtyps: Emissionsarme und energieeffiziente Fahrzeuge (alternative Technologien, Verzicht auf hohe Motorisierung, Fahrzeuggewicht)

Konsumgüter und Dienstleistungen

Die Auswirkungen von Konsumgütern und Diensten stehen in engem Zusammenhang mit den verwendeten Rohstoffen und Ressourcen. Entsprechend wird bereits bei der Produktion eine Reihe von massgeblichen Entscheiden vorwiegend durch die Hersteller selbst getroffen. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben jedoch ebenfalls grossen Einfluss:

Rang 1
Menge und Qualität: Wahl bei der Beschaffung von Konsumgütern und Dienstleistungen. Beschränkung der Menge und Berücksichtigung von Labels, welche auf hohe Qualität bezüglich Zusammensetzung und Herstellungsverfahren hinweisen.

Rang 2
Entfernung zum Verkaufspunkt oder zum Ort, an welchem die Dienstleistungen bezogen werden (zum Beispiel Ort der Freizeitaktivität).

Ernährung

Rang 1

Wahl der Nahrungsmittel: Insbesondere die Wahl zwischen Fleisch auf der einen Seite und Milch- oder pflanzlichen Produkten (Getreideprodukte, Gemüse, Obst) auf der anderen Seite ist entscheidend. Ackerbau und Aufzucht von Milchkühen beanspruchen weniger Ressourcen als die Viehzucht.

Gleichwertig, Rang 1

Anbauart (extensiv oder intensiv, Gewächshaus, biologischer Landbau, integrierte Produktion, herkömmliche Anbaumethoden usw.)

Energieeffizienz im Haushalt

Bevor umweltschonendere Energien für den Betrieb eines Konsumgutes gewählt werden, sollte immer dessen sparsamere Nutzung oder temporärer Verzicht geprüft werden. Die Energie, die nicht genutzt wird, muss erst gar nicht produziert werden. Die effizientesten Massnahmen sind:

  • Beleuchtung durch LED-Lampen
  • Elektronische Geräte ganz abschalten (Stand-by weniger als 0.5 Watt)
  • Beim Kochen Pfannen mit Deckel verwenden, welche zur Herdplattengrösse passen
  • ECO-Programme bei Waschmaschinen und Geschirrspülern verwenden
  • Wassersparende Duschbrausen verringern die Warmwasserproduktion

Wer die Energiebilanz seines Haushalts individuell analysieren will, kann dies unter folgendem Link machen:
energybox

Erneuerbare Elektrizität

Der Teil der Energie, der nicht eingespart werden kann, soll möglichst umweltverträglich produziert werden. Die zur Neige gehenden fossilen Energiereserven, die Herausforderungen des Klimawandels und die sehr starke Auslandabhängigkeit unserer Energieversorgung rücken diese erneuerbaren Energien zunehmend ins Zentrum des Interesses. Mit der Wahl von erneuerbarem Strom kann jeder Konsument Entscheidendes zu dieser Entwicklung beitragen. Wichtig ist, dass mit den gewählten Produkten tatsächlich neue, umweltverträgliche Anlagen erstellt beziehungsweise bestehende Anlagen ökologisch verbessert werden. Um sicher zu gehen, beachten Sie anerkannte Ökostromlabels. Fragen Sie Ihren Stromversorger oder erstellen Sie gleich selber eine Photovoltaikanlage mit einem Solarprofi. Ob ein Gebäude für die solare Nutzung geeignet ist, erfahren Sie unter: sonnendach

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