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Afrikanisches Geschichtenerzählen

Téné Ouelgo – Theater & Tanz – alle Stufen

Schwarz-Weiss Bild von einem Mann.
© Téné Ouelgo, Foto: Sabina Sabovic

In Westafrika hat das Geschichtenerzählen eine lange Tradition. Beim Geschichtenerzählen werden mündlich überlieferte Geschichten theatralisch und meist auch musikalisch begleitet vorgetragen. Die Geschichten haben einen pädagogischen Wert und binden auch das Publikum ein.

So werden die Schülerinnen und Schüler zur Einstimmung gemeinsam mit dem Atelierleiter musizieren. Während dem Geschichtenerzählen werden die sie mit "Call and Response" - Elementen, Rätseln sowie weiteren gemeinsamen Liedern in die Handlung einbezogen. Sie tauchen so zusammen mit dem Atelierleiter für die Dauer einer Schullektion in sein Heimatland Burkina Faso ein. Die Geschichten können auf Deutsch oder Französisch vorgetragen und für jedes Alter angepasst werden.

Detailinformationen
OrtSchulhaus (Aula)
Datennach Vereinbarung
Kosten / Dauer
  • Fr. 120.– für 45 Minuten (mit Impulskredit Fr. 60.–)
  • pro weitere 45 Minuten im Anschluss Fr. 100.– (mit Impulskredit Fr. 50.–)
Gruppengrössemehrere Schulklassen
KontaktTéné Ouelgo, Tel. 077 238 01 13, ouelgo.tene@gmail.com
Websitewww.ouelgo-tene.com

Hintergrundbericht

Afrikanisches Geschichtenerzählen

Wir alle mögen Geschichten und Märchen und haben diese von unseren Eltern im warmen Bett oder von Märchenerzähler/-innen aus dem Radio erzählt bekommen. Aber so wie sie in Westafrika vorgetragen werden, haben wir es wohl noch nie gehört. Dort werden die Geschichten mit Gesang, Tanz und Musik lebendig. Die Funktion der Musik ist dabei vielfältig: Einmal ist es das Lied eines Handlungsträgers, ein anderes Mal wird damit eine bestimmte Wendung in der Geschichte untermalt oder das Publikum wird aktiviert, in dem es zum Mitsingen, Mittrommeln oder gar Mittanzen animiert wird.

Interaktion Publikum und Erzähler

Das afrikanische Geschichtenerzählen arbeitet stark mit dieser Interaktion mit dem Publikum. So erklingen dann auch aus den Klassenzimmern, in welchen dieses Angebot zu Gast ist, bald nicht nur Djembéklang und afrikanische Lieder, sondern man hört auch immer wieder Téné Ouelgo fragen "Geschichte?" und als Antwort die Schülerinnen und Schüler rufen „Erzähl!“. Mit diesem traditionellen Element der afrikanischen Erzählkunst vergewissert sich der Erzähler, dass die Zuschauenden der Geschichte folgen, und er stellt eine Verbindung zu ihnen her. Je nach Stimmung kann so ein regelrechter Lautstärke-Wettbewerb entstehen oder die Klasse wird dazu animiert, die Stimmlage des Erzählers zu imitieren.

Téné Ouelgo mit Schülerinnen und Schüler bei einem Workshop
Foto: Sabina Sabovic

Geförderte Kompetenzen und Fähigkeiten

Die Schülerinnen und Schüler werden dadurch auch in ihren körperlich-motorischen, musikalischen Fähigkeiten und durch das Einordnen in einen Gruppenprozess ebenso sozialen Kompetenzen gefördert. Je nach Altersstufe der Schülerinnen und Schüler werden andere Fabeln, Märchen oder auch afrikanische Sagen erzählt. Alle haben gemeinsam, dass sie die westafrikanischen Werte, Vorstellungen der Welt und Lebensweise näherbringen und somit Verständnis für Westafrika schaffen. Wird die Geschichte auf Französisch vorgetragen, wird damit auch das Sprachverständnis gefördert. Das Angebot, die Geschichten in den Französischunterricht einzubinden, richtet sich dabei nicht nur an die Oberstufen. Da die Geschichten theatralisch vorgespielt werden, sind sie auch mit beschränktem Vokabular einfach verständlich.

Portrait von Téné Ouelgo
Foto: Téné Ouelgo

Der Geschichtenerzähler

Téné Ouelgo ist freischaffender Schauspieler, Theater- Musik- und Tanzpädagoge sowie Musiker. Er machte in Burkina Faso seine Ausbildung. Danach arbeitete er in Frankreich, Belgien, Deutschland und in der Schweiz. 2017 gehörte er als bester Darsteller zu den drei Nominierten des deutschen Theaterpreises "der Faust".