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Klimakrisentier

Ökozentrum – Theater & Tanz – 1. bis 2. Klasse

© Ökozentrum

In den GLOBULO-Projektwochen verwirklichen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Vorstellungen von "Ich und Welt", indem sie ausdrücken, was sie sich für die Zukunft wünschen. Beim Puppentheater "Klimakrisentier" entdecken und erleben die Schülerinnen und Schüler zu Beginn mittels Bauchrednershow und Erkundungsspielen den nachhaltigen Blick auf die Welt. Anschliessend bauen sie auf Basis von Recyclingkunst ihr eigenes von der Klimakrise betroffenes Tier als Puppe, mit der sie im Anschluss Szenen und Dialoge erfinden und ihr eigenes Puppentheater kreieren sowie aufführen.

Bezug zum Aargauer Lehrplan Volksschule:

  • Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse des Menschen auf die Natur einschätzen und über eine nachhaltige Entwicklung nachdenken. (NMG.2.6)
  • Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung von Energie und Gesetzmässigkeiten im Alltag erkennen, beschreiben und reflektiert handeln. (NMG.3.2)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen Lebensweisen und Lebensräumen von Menschen wahrnehmen, einschätzen und sich als Teil der einen Welt einordnen. (NMG.7.4)
  • Die Schülerinnen und Schüler können auf andere eingehen und Gemeinschaft mitgestalten. (NMG.10.1)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Werte und Normen erläutern, prüfen und vertreten. (NMG.11.3)
Detailinformationen
OrtSchulhaus
Datennach Vereinbarung
Kosten / DauerFr. 4'500.– für 5 halbe Tage plus Aufführung (mit Impulskredit Fr. 2'250.–)
Gruppengrösse1 bis 2 Schulklassen
KontaktPetra Hofmann, Tel. 062 387 31 36, petra.hofmann@oekozentrum.ch
Websitewww.globulo.ch

Interview mit Petra Hofmann

Potrait einer Frau in Schwarz-Weiss.
© Petra Hofmann

Petra Hofmann beleuchtet im Interview die GLOBULO-Projektwochenformate.

Mittels der Erkundungen und Lernspiele dürfen die Schülerinnen und Schüler die Themen der NE erlebnisorientiert entdecken und spielerisch erforschen.

Aus welchem Bedürfnis heraus entstand das Konzept, mit kulturellen Mitteln wie Theater, Musik, Zirkus oder multimedialen Formaten das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu fördern?

Theater hat für mich eine gesellschaftspolitische Aufgabe und Relevanz. Dabei rückte das Thema "Nachhaltige Entwicklung" (NE) in den Fokus meiner Aufmerksamkeit und brannte unter meinen Nägeln. Während der Kreation von Konzepten und Skizzen zu meinen Programmen erkannte ich das unaufhaltsame Voranschreiten des Klimawandels. Ich brauchte nicht lange, um zu verstehen, dass es eines der wichtigsten Themen für die kommenden Generationen werden würde. Hier begann ich mir die anspruchsvolle Aufgabe einer Bildung für NE (BNE) mit Mitteln der Kulturellen Bildung (KuBi) zu eigen zu machen. Seitdem versuche ich die Heranwachsenden bei der Bewusstwerdung und Bewältigung der Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Ich lade sie mit GLOBULO und der KuBiNE ein, sich für die Zukunft auf diesem Planeten sowie für unvermeidbare Veränderungen parat zu machen, indem sie ihre Visionen und Sorgen kreativ-künstlerisch auszudrücken lernen.

Welche Kompetenzen werden durch das Hand-in-Hand-Gehen von Kultur und Umweltbildung aufgebaut und gestärkt?

Mir geht es um Vernetzungs-, Positionierungs- und Navigationskompetenz – als Ergebnis von Urteils-, Gestaltungs- und Handlungskompetenz, damit die Heranwachsenden das gewonnene Wissen und Können zu wirksamen Verhaltensveränderungen führen können. Dazu braucht es alle Sinne sowie die sozio-emotionale Anbindung. Kunst und Kultur können hier helfen. Beim Rezipieren von Kunst geht es um emotional wirksame Eindrücke, welche beim kreativ-künstlerischen Ausdruck verarbeitet werden können. KuBi kann den Geist und das Herz öffnen sowie innovative Ideen und transformative Prozesse mobilisieren helfen. Dadurch, dass wir Menschen stark von Narrativen geprägt sind und Emotionen immer mit Imaginationen einhergehen, findet nachhaltiges Lernen immer im Zusammenspiel von Sinnlichkeit und Vernunft, von Theorie und Praxis, von Impression und Expression statt. Ich kann mir Bildung ohne Kunst und Kultur gar nicht mehr vorstellen.

Für welche Fachbereiche ist eine GLOBULO-Projektwoche interessant?

In den GLOBULO-Puppenshow-Inputs werden diverse Kompetenzbereiche aus dem Fachbereich Natur, Mensch und Gesellschaft (NMG) behandelt. Beim GLOBULO-Transfer kann sogar der Fachbereich Mathematik einbezogen werden. Es kommen überfachliche Kompetenzen auf der sozialen, personalen und fachlich-methodischen Ebene zum Tragen. In der kreativ-künstlerischen Output-Phase kommt der Fachbereich Deutsch zum Zuge. Beim Modul "Klimakrisentier" wird zudem der Fachbereich bildendes und je nach Puppenbauart auch technisches Gestalten angesprochen. Das Modul "Flashmob für's Klima" greift zudem in die Fachbereiche Musik, Bewegung und Tanz. Das Modul "Krisenwitz" kann in allen Sprach-Fachbereichen verortet werden und lässt sich mit Sport respektive Bewegung verschränken.

Wie wird in den GLOBULO-Projektwochenformaten Begeisterung für Nachhaltigkeitsthemen geweckt?

Beim GLOBULO-Input erzählen die von der Klimakrise betroffene Wesen von ihren Schicksalen. Es sind die Puppen, die eine besondere Magie und Empathie transportieren. Puppen sind Interimsobjekte der Kindheit und können stark begeistern. Die Zuschauenden vergnügen sich beispielsweise aufgrund der diversen Missverständnisse und der Fehler, die die Puppen machen. Mittels der Erkundungen und Lernspiele dürfen die Schülerinnen und Schüler die Themen der NE erlebnisorientiert entdecken und spielerisch erforschen. Beim GLOBULO-Output werden sie dann zu Erfinderinnen und Erfinder ihres eigenen Kunstwerks, indem sie ihre eigene Stimme und eine eigene künstlerische Sprache finden. Dabei können sie das, was sie bewegt oder was sie für ihre Zukunft als bedeutend empfinden ganzheitlich vertiefen sowie kreativ-künstlerisch ausdrücken. Die Abschlusspräsentationen regen die Heranwachsenden zusätzlich stark an und machen ihnen immer sehr viel Freude.