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Kantonsspital Baden setzt bei Altbausanierung nachhaltigen Kran ein

Baden AG/Sachseln OW - Das Kantonsspital Baden nutzt bei Sanierungsarbeiten im stillgelegten Altbau als Weltneuheit den Greenpower Kran. Laut Hersteller rollende Werkstatt Kran AG sei es der erste Turmdrehkran, der per Energierückgewinnung Strom erzeugen kann. Dadurch lässt sich der Energiebedarf um bis zu 50 Prozent reduzieren.

(CONNECT) Das Kantonsspital Baden (KSB) arbeitet bei der Sanierung für den anstehenden Rückbau ihres stillgelegten Bettenhauses mit dem Greenpower Kran der Obwaldner Firma rollende Werkstatt Kran AG. Laut Medienmitteilung ist es weltweit der erste Turmdrehkran, der selbst Strom erzeugen kann.

Je nach Einsatzsituation lasse sich mit dem Kran der Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent senken. Zudem sei sein Betrieb mit einem kleineren Netzanschluss möglich, der weniger Installationskosten verursacht und Kraneinsätze auch an Orten mit begrenzter Stromkapazität erlaubt.

Möglich macht dies die Bauweise mit integriertem Energierückgewinnungssystem und Batteriespeicher. „Beim Senken von Lasten oder beim Abbremsen der Kranfunktionen wird elektrische Energie erzeugt, gespeichert und für spätere Arbeitsschritte wiederverwendet“, heisst es.

Mit Greenpower setze der Hersteller auf eine nachhaltige Weiterentwicklung des Kraneinsatzes. „Das System ist eine Antwort auf steigende Anforderungen bezüglich Energieeffizienz und Netzverfügbarkeit auf Baustellen“, wird Hansheini Dillier, Geschäftsführer der rollende Werkstatt Kran AG, zitiert.

Das Gerät kommt der Mitteilung zufolge beim Abtransport von Baumaterialien zum Einsatz. Sie enthalten Asbest, PCB, PAK und Schwermetalle und stammen aus der Bauzeit in den 1970er-Jahren. Damals wurde unter anderem für Arbeiten auf Fliessen und Bodenbelägen mit Materialien gebaut, die aus heutiger Sicht als gesundheits- oder umweltschädlich gelten, wie das KSB informiert. Für Baustellen am Altbestand gelten darum strenge Vorsichtsmassnahmen gemäss der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt und dem Bundesamt für Gesundheit.

Erst nach fachgerechter Entsorgung der Schadstoffe und Altlasten könne mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen werden. Das Rückbaugesuch ist nach Aussage von KSB-CEO Pascal Cotrotzo noch nicht rechtskräftig. Die Altlastensanierungsarbeiten laufen unabhängig davon und sollen im Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin hoffe man auf „grünes Licht" von den zuständigen Behörden. ce/heg

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