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Aussenbeziehungen

Die gemeinsame Lösung von Aufgaben in Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, dem Bund und dem grenznahen Ausland gewinnt aufgrund der steigenden Mobilität und der engen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verflechtung der Lebensräume zunehmend an Bedeutung. Als viertgrösster und wirtschaftlich viertstärkster Kanton mit einer langen Grenze zu Deutschland, ist der Kanton Aargau hier besonders herausgefordert.

Die zunehmende Verflechtung der Lebens- und Wirtschaftsräume und die Komplexität der Aufgaben erfordern eine starke interkantonale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Gerade der Kanton Aargau als viertgrösster und wirtschaftlich viertstärkster Kanton ist für seine Nachbarkantone, den Bund und das angrenzende Ausland ein attraktiver Partner. Umgekehrt ist er seinerseits für die Durchsetzung seiner Anliegen auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen.

Der Kanton Aargau grenzt an die Kantone Zürich, Basel-Landschaft, Solothurn, Bern, Luzern und Zug und hat eine lange Grenze zu Deutschland, konkret zum Land Baden-Württemberg. Entsprechend haben die Aussenbeziehungen einen hohen politisch-strategischen Stellenwert.

Es ist ein Anliegen des Kantons Aargau, seine Interessen angemessen zu vertreten und durchzusetzen. Der Aargau nimmt seine Interessen sowohl über Direktkontakte zu den Kantonen, zum Bund, zum grenznahen Ausland und zu internationalen Partnern wie auch in interkantonalen und grenzüberschreitenden Gremien wahr. Mit einer aktiven Gestaltung der Aussenbeziehungen, insbesondere jedoch der Koordination einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Regionalkonferenzen in den Räumen Zürich und Nordwestschweiz im grösseren Wirtschaftsraum Nordschweiz, kann sich der Aargau verstärkt positionieren.

Gremien der Zusammenarbeit

Die wichtigsten politischen Gremien der Zusammenarbeit sind:

Deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz

Die Deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz (ORK) basiert auf dem 1975 zwischen der deutschen, französischen und Schweizer Regierung geschlossenen Bonner Übereinkommen, welches im Jahr 2000 mit dem Basler Abkommen weiter gefestigt wurde. Primäre Ziele der ORK sind die Stärkung des Oberrhein-Gebiets als zentral gelegene europäische Wachstumsregion und die politische Netzwerkpflege. Der Kanton Aargau ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Oberrheinkonferenz und seit dann im Präsidium vertreten. Der Kanton Aargau tritt in der ORK auch als schweizerisches Bindeglied zur Hochrheinregion auf.

Hochrheinkommission

Die Hochrheinkommission (HRK) wurde 1997 gegründet. Beteiligte Gemeinwesen sind die Kantone Schaffhausen und Aargau, das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Lörrach und Waldshut, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee, die Planungsverbände Fricktal Regio und Zurzibiet sowie aargauische und baden-württembergische Städte und Gemeinden. Seit 2010 ist auch der Kanton Zürich über seine Volkswirtschaftsdirektion als Beobachter an der HRK beteiligt. Die Hochrheinkommission zielt auf einen Abbau von grenzbedingten Nachteilen und die gemeinsame Weiterentwicklung des grenzübergreifenden Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsraumes. Der Kanton Aargau ist Gründungsmitglied und seit Gründung im Vorstand vertreten und hat in den Jahren 2021 und 2022 das Präsidium inne.

Konferenz der Kantonsregierungen

Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) (öffnet in einem neuen Fenster) wurde 1993 gegründet, um die Mitwirkung der Kantone an der politischen Willensbildung auf Bundesebene zu koordinieren und zu stärken. Der Kanton Aargau ist in den Jahren 2021-2023 im Leitenden Ausschuss (Vorstand) vertreten.

Metropolitankonferenz Zürich

Die Metropolitankonferenz Zürich wurde im Jahre 2009 gegründet. Mitglieder sind die Kantone Zürich, Luzern, Schwyz, Zug, Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau sowie rund hundert Städte und Gemeinden. Im Rahmen der Metropolitankonferenz Zürich haben die Mitgliedskantone zusätzlich die interkantonale Regierungskonferenz des Metropolitanraums Zürich geschaffen, welche gleichzeitig die Kantonskammer der Metropolitankonferenz bildet. Die Konferenz setzt sich ein für eine verstärkte Zusammenarbeit im und eine bessere Positionierung des Lebens- und Wirtschaftsraums Zürich.

Nordwestschweizer Regierungskonferenz

Die Nordwestschweizer Regierungskonferenz (NWRK) wurde 1972 gegründet. Die Kantone Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Jura sind Vollmitglieder, die Kantone Zürich und Bern assoziierte Mitglieder. Wichtigstes Ziel der Konferenz ist die Vertretung nordwestschweizerischer Interessen gegenüber dem Bund und anderen Regionen. Der Kanton Aargau hat in den Jahren 2021-2023 das Präsidium inne.

Weitere Mitgliedschaften

Darüber hinaus setzt sich der Kanton Aargau als assoziiertes Mitglied der Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK) für die interkantonalen Interessen seiner Region ein. Als Vorstandsmitglied des Trinationalen Eurodistricts Basel sowie im Rahmen der Interreg-Programme Oberrhein und Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein engagiert sich der Aargau für die Interessen seiner Grenzregion.