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Jungwaldpflege und Waldverjüngung

Der Kanton unterstützt die Jungwaldpflege und fördert seltene und wertvolle Baumarten im Aargau.

Die kontinuierliche, nachhaltige Waldverjüngung sorgt dafür, dass alle Altersstufen des Waldes vorhanden sind. So können auch spätere Generationen von den vielfältigen Produkten und Leistungen des Waldes profitieren. Auf Verjüngungsflächen besteht die Chance für eine hohe Artenvielfalt. Lichtbedürftige Baumarten, welche ökologisch oder für die Holzproduktion wertvoll sind, finden optimale Bedingungen und können gefördert werden. Eine standortsgerechte Baumartenzusammensetzung ist die beste Voraussetzung für stabile und anpassungsfähige Wälder. Dies ist aufgrund der Klimaerwärmung aktuell besonders wichtig.

Grundsatz Naturverjüngung

Im Normalfall wird der Wald auf kostengünstige Weise natürlich verjüngt. Samenbäume verschiedenster Baumarten sind meist genügend vorhanden. Viele Bäume sterben aber wieder ab, weil zuwenig Licht vorhanden ist, oder die Konkurrenz von Schatten ertragenden Baumarten zu stark wird. Mit der Steuerung des Lichtangebots kann der Förster die Baumartenzusammensetzung grob steuern.

Ausnahme Pflanzung

Falls ein Waldbestand in Zukunft konkurrenzschwache oder seltene Baumarten enthalten soll, kann aktiv mit Pflanzungen nachgeholfen werden. Der Kanton unterstützt die Bestandesbegründung einzelner Baumarten mit Detailprojekten "Seltene und wertvolle Baumarten". Dabei müssen bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden, welche in den Erläuterung (PDF, 4 Seiten, 50 KB) näher erklärt werden. Projekte zur Förderung von seltenen und wertvollen Baumarten sind auch im Privatwald möglich. Wenden Sie sich dazu an den zuständigen Revierförster.

Beiträge für die Förderung von seltenen und wertvollen Baumarten beantragen

Die Förderung von seltenen und wertvollen Baumarten wird im Aargau vom Kanton mit Beiträgen unterstützt.

Voraussetzungen

Waldbesitz im Kanton Aargau

Projekte zur Förderung von seltenen und wertvollen Baumarten laufen im öffentlichen Wald im Rahmen der Vereinbarungen (PDF, 5 Seiten, 59 KB) über die Pflege und die Verjüngung des Waldes. Projekte sind aber auch im Privatwald möglich. Es gelten in jedem Fall die Erläuterungen (PDF, 4 Seiten, 50 KB).

Ablauf

  1. Interessierte Privatwaldbesitzer wenden sich an ihren Revierförster. Dieser beurteilt, ob ein Projekt möglich und sinnvoll ist.
  2. Projektgesuche werden vom Revierförster unterschrieben und vom Kreisförster bewilligt.
  3. Nach der Ausführung werden sie vom Kreisförster abgenommen.
  4. Erst danach erfolgt die Auszahlung der Beiträge.
  5. Es besteht eine vertragliche Verpflichtung, Bestände während rund 20 Jahren gemäss Projektziel zu pflegen.

Benötigte Unterlagen

Für Projekte "seltene und wertvolle Baumarten" braucht es das entsprechende Formular mit Planbeilage und Einzahlungsschein sowie im Privatwald eine unterschriebene Gewährleistungserklärung.

Fristen & Termine

Gesuche können laufend beim Revierförster eingereicht werden.

Kosten

keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Waldgesetz des Kantons Aargau AWaG § 25 (SAR 931.100) (öffnet in einem neuen Fenster)

Jungwaldpflege

Forstwart fällt mit der Motorsäge einen Baum (Stangenholz-Jungwaldpflege ).
Jungwaldpflege im Stangenholz: Der zu fördernde Baum ist durch einen gelben Bändel markiert. Der Forstwart fällt einen Konkurrenten (© Kanton Aargau).

Mit der Jungwaldpflege werden die gewünschten Baumarten in ihrer Entwicklung gefördert. Konkurrenten im Kampf um Licht, Wasser, Nährstoffe und Standraum werden gezielt und in mehreren Eingriffen entnommen. Viele Prozesse laufen natürlich ab. Dies wird soweit möglich ausgenutzt. Je nach Produktionsziel braucht es deshalb mehr oder weniger Aufwand für die Lenkung des Jungwaldes. Wirtschaftlich oder ökologisch wertvoll sind dicke Bäume, welche genügend Platz brauchen. Die Förderung einzelner, besonders erfolgversprechender Bäume der gewünschten Baumarten ist effizienter als eine flächige Pflege.

Beiträge an die Jungwaldpflege

Die Jungwaldpflege wird von Bund und Kanton finanziell unterstützt. Bei öffentlichem Waldeigentum werden die gegenseitigen Verpflichtungen in 4-jährigen Vereinbarungen (PDF, 5 Seiten, 59 KB) geregelt. Private Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer können Beiträge für die Jungwaldpflege beim zuständigen Revierförster beantragen.

Beiträge für die Jungwaldpflege im Privatwald beantragen

Die Jungwaldpflege wird im Aargauer Privatwald von Kanton und Bund mit Beiträgen unterstützt. Private Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer können Beiträge für die Jungwaldpflege beim zuständigen Revierförster beantragen.

Voraussetzungen

Waldbesitz im Kanton Aargau

Mindestbetrag pro Gesuch: Fr. 200.- (Sammelgesuche möglich)

Ablauf

  1. Privatwaldbesitzer wenden sich vor Ausführung von Pflegemassnahmen an ihren Revierförster.
  2. Dieser beurteilt, ob Pflege nötig ist bzw. Beiträge möglich sind.
  3. Gesuche für Jungwaldpflege im Privatwald werden vom Revierförster als Sammelgesuche an die Abteilung Wald weiter geleitet.

Benötigte Unterlagen

Gesuchsformular mit Planbeilage und Einzahlungsschein

Fristen & Termine

Sammelgesuche für Pflegebeiträge sind bis jeweils 30. September via Revierförster an die Kreisforstämter zu richten. Die Auszahlung erfolgt im Dezember.

Kosten

keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Jungwaldpflege im Privatwald (PDF, 2 Seiten, 2.9 MB)

Rechtliche Grundlagen

Aargauisches Waldgesetz AWaG § 25 (SAR 931.100) (öffnet in einem neuen Fenster)

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