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Eichenwaldreservate

Eichenwälder beherbergen eine überdurchschnittlich hohe Artenvielfalt. Ganz besonders auf alte Eichenbestände angewiesen ist der bei uns heimische Mittelspecht. In Eichenwaldreservaten werden seine Lebensräume langfristig gesichert, indem ein Teil der alten Eichen geschützt wird und neue Eichenbestände entstehen.

Die Eiche ist eine ökologisch äusserst wertvolle Baumart. Ihre grobborkige Rinde beheimatet zahlreiche Insekten- und Spinnenarten. Genau deswegen sind alte Eichen für den Mittelspecht so interessant: Diese Insektenwelt bietet ihm Nahrung.

Blick von unten dem Stamm entlang in die Krone einer Eiche.
Ökologisch besonders wertvoll sind abgestorbene Äste in der besonnten Eichenkrone. (© Kanton Aargau)

Weil die Nachfrage nach Eichenholz während Jahrzehnten gesunken ist, sind heute nachwachsende Eichenwälder selten. Die noch bestehenden alten Eichenbestände, die letzten Lebensräume des Mittelspechtes, sind hiebsreif. Die Ernte dieser Alteichen wird darum im Rahmen von 50-jährigen Eichenwald-Reservatsverträgen eingegrenzt und es werden neue Eichenbestände begründet.