Dachs (Meles meles)

Dachse sind zwar im Aargau sehr häufig, werden aber nur selten gesehen: Sie leben tagsüber im Bau und kommen nur in der Dunkelheit zur Nahrungssuche hervor.

Der Dachs ist der grösste Vertreter der Marderartigen in der Schweiz. Im Aargau ist er flächig vertreten, wird aber wegen seiner nächtlichen Lebensweise nur selten gesehen. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Regenwürmern. Als Allesfresser weicht er aber auch auf andere, je nach Saison verfügbare Nahrung aus, wie zum Beispiel Kirschen, Äpfel, Feldfrüchte oder Mäuse. Er lebt in Familiensippen in grossen Bauanlagen, die er sich selber gräbt.

Drei Dachse beim nächtlichen Nahrungsstreifzug durch den Wald
Dachse auf einem Nahrungsstreifzug durchs "Revier" (© Kanton Aargau)

Während der Tollwutbekämpfung wurde der Dachsbestand massiv reduziert. Seither haben sich die Bestände wieder erholt. In den letzten Jahren hat die Jagdstrecke und die Anzahl überfahrener Dachse stark zugenommen, was auf einen eindeutigen Bestandesanstieg hindeutet.

Eine Grafik, welche die Dachsabschuss- und Fallwildzahlen ab 1971 wiedergibt Bild vergrössern
Die Entwicklung der Jagdstatistik widerspiegelt die deutliche Bestandeszunahme.

Dachse sind wegen ihrer Nachtaktivität schwierig zu bejagen. Eine örtlich kontrollierte Bejagung in der Nähe von landwirtschaftlichen Nutzflächen ist jedoch notwendig, da Dachse ähnlich wie Wildschweine beträchtlichen Wildschaden anrichten können.