Schulqualität & Aufsicht

Drei Bausteine bilden das Modell des Qualitätsmanagement (QM) an der Aargauer Volksschule. Es besteht aus dem schulinternen Qualitätsmanagement, der Schulaufsicht und der externen Schulevaluation. Mit den Schulleistungserhebungen ÜGK und PISA erhalten die Kantone Informationen zur Wirksamkeit ihrer Bildungssysteme.

In erster Linie sind die Schulen vor Ort für ihre Qualitätsentwicklung verantwortlich. Der Kanton Aargau stellt ihnen dazu Instrumente zur Schulevaluation und zur Schulentwicklung zur Verfügung. Die Volksschule vor Ort wird durch die Schulpflege und die Schulleitung geführt.

In der geleiteten Schule übernimmt

  • die Schulpflege die strategische (politische) Führung und
  • die Schulleitung die operative (betriebliche) Führung

Das schulinterne Qualitätsmanagement umfasst alle schulinternen Prozesse. Dabei unterstützt werden die Schulen durch die Schulaufsicht. Die externe Schulevaluation liefert wichtige Hinweise für die Qualitätsentwicklung der Schule. Die Schulaufsicht und die externe Schulevaluation bilden zusammen das kantonale Qualitätsmanagement.

Bildungsmonitoring

Das Bildungsmonitoring Schweiz (öffnet in einem neuen Fenster) macht Aussagen zur Wirksamkeit der Bildungssysteme auf nationaler und kantonaler Ebene. Das Bildungsmonitoring dient als Grundlage für die Bildungsplanung und bildungspolitische Entscheide. Einen Beitrag zum Bildungsmonitoring Schweiz leisten die Erhebung "Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen" (ÜGK) sowie die internationale Vergleichsstudie PISA. Mit den beiden Erhebungen wird der Lernstand der Schülerinnen und Schüler mittels Stichprobe auf nationaler und kantonaler Ebene erfasst.

Daneben führen die vier Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn flächendeckend die vier Leistungstests "Checks" ein. Die Checks dienen der individuellen Standortbestimmungen und Förderung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht.

Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK)

ÜGK ist eine Erhebung im Rahmen des nationalen Bildungsmonitoring der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK). Mit Tests am Ende der 2., 6. und 9. Klasse der Volksschule wird festgestellt, inwiefern die Schülerinnen und Schüler die nationalen Bildungsziele (Grundkompetenzen) erreichen. Die Grundkompetenzen wurden im Juni 2011 von den 26 Kantonen der Schweiz für die Fächer Schulsprache, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften beschlossen und freigegeben.

Die erste Erhebung ÜGK findet im Frühling 2016 im Fach Mathematik statt und betrifft die 9. Klasse. Die zweite Erhebung erfolgt 2017. Mit ihr werden die Grundkompetenzen in Schulsprache und erster Fremdsprache am Ende der 6. Klasse überprüft. Die Ergebnisse der beiden Erhebungen fliessen in den Bildungsbericht Schweiz 2018 ein. Über die nachfolgenden Erhebungen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Mit dem nachfolgenden Faktenblatt informiert die EDK über die nationalen Bildungsziele (Grundkompetenzen) und ihre Definition, Funktion und Überprüfung.