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Bachflohkrebse fühlen sich im renaturierten Süssbach in Brugg wohl

Erfreuliche Bilanz für die ökologische Ausgleichsmassnahme der Südwestumfahrung Brugg

Im Juni 2021 wurde die ökologische Ersatzmassnahme des Projekts Südwestumfahrung Brugg umgesetzt. Die bestehende Betonsohle wurde mit einer natürlichen Kiessohle und Querriegeln ergänzt, damit Kleinstlebewesen Lebensraum erhalten. Nach rund einem Jahr kann bereits eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. So leben im Süssbach unter anderem eine grosse Anzahl an Bachflohkrebsen.

Mit den Ausführungsarbeiten der Südwestumfahrung Brugg wurden auch die ökologischen Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen beauftragt. Die Aufwertung des Süssbachs in Brugg wurde im Juni 2021 in Angriff genommen. Dabei wurde die bestehende, naturfremde Betonsohle des Bachs von der Aarauerstrasse bis zum Geschwemmselrechen oberhalb der Laurstrasse mit einer neuen Kiessohle ökologisch verbessert. Zur Sicherung der neuen Gewässersohle wurden Holzriegel eingebaut. Diese sind mit unterschiedlichen Kerben ausgebildet, wodurch ein variables Niederwassergerinne entstand. Weiter ermöglicht die Natursohle, dass entlang dem Gewässer ein Krautsaum entsteht. Hierfür werden einzelne, für diesen Standort typische Stauden eingepflanzt.

Erfreuliche Bilanz nach einem Jahr

Eine Begehung im Mai 2022, rund ein Jahr nach den Arbeiten, zeigte: Durch die natürliche Bachsohle haben etliche wassergebundenen Kleinstlebewesen (wie Bachflohkrebse und Eintagsfliegen-Larven) einen Lebensraum erhalten. Sie bilden die Basis der Nahrungskette bei Gewässern und sind für Fische und einzelne Vogelarten überlebenswichtig.

Auch ist die Vegetation gut angewachsen und hat den Süssbach zu einem Bach mit natürlichem Erscheinungsbild gewandelt. Die erfreuliche Entwicklung wird in den kommenden Jahren weiter beobachtet.

"Die Aufwertung für die Tiere im und um den Bach, aber auch für die Fauna ist gelungen. Schön ist, dass auch die Anwohnenden die Massnahme als Aufwertung erleben und loben", sagt Projektleiter des Bauprojekts, Marcel Voser. Er fügt an: "Der Bach, welcher über Jahrzehnte nicht wahrgenommen wurde, tritt nach seiner Revitalisierung wieder in Erscheinung und ist Teil des Quartiers."

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt