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Immer weniger Stimmabgaben an der Urne

Knapp die Hälfte aller Stimmabgaben treffen in der letzten Woche vor dem Abstimmungssonntag bei den Aargauer Gemeinden ein. Kaum mehr jemand begibt sich jedoch am Sonntag selbst noch an die Urne. Eine Umfrage der Staatskanzlei gibt Aufschluss darüber, wann und wie die Aargauerinnen und Aargauer ihre Stimme abgeben.

Im Vorfeld des Abstimmungstermins vom 7. März 2021 haben sich die Gemeinden an einer Umfrage zum zeitlichen Rücklauf der Stimmabgaben beteiligt. Dabei wurde auch erhoben, ob die brieflichen Stimmabgaben per Post oder via den Gemeindebriefkasten bei den Gemeinden eintreffen. Letztmals wurde eine entsprechende Umfrage vor vier Jahren durchgeführt.

Briefliche Stimmabgaben

Der Anteil an Stimmenden, die ihr Abstimmungskuvert direkt in den dafür bestimmten Briefkasten ihrer Gemeinde einwerfen, ist weiterhin hoch. Wie bereits vor vier Jahren trafen auch bei der Abstimmung vom 7. März 2021 sechs von zehn Stimmabgaben über den Gemeindebriefkasten bei den jeweiligen Gemeindewahlbüros ein. In den Gemeinden Islisberg, Schupfart, Remigen und Teufenthal lag dieser Anteil sogar bei über 90 Prozent. Umgekehrt verhielt es sich bei den Zurzacher Gemeinden Rümikon und Kaiserstuhl, wo rund 80 Prozent der Stimmabgaben per Post aufgegeben wurden.

Stimmabgaben an der Urne

Nur rund 2 Prozent der Stimmen wurden am 7. März 2021 an der Urne abgegeben. Dies bestätigt den rückläufigen Trend der Stimmberechtigten an der Urne. Im Jahr 2017 wurden die Aargauer Wahllokale am Abstimmungssonntag noch von knapp 4 Prozent der Stimmenden besucht. Bei der vorletzten Umfrage 2005 waren es noch über 10 Prozent der Stimmabgaben.

Heute können nur noch sehr wenige Gemeinden einen entsprechend hohen Anteil der Stimmenden an der Urne begrüssen. Nur in den Gemeinden Böbikon, Kaiserstuhl, Mandach und Full-Reuenthal waren dies am 7. März 2021 noch über 10 Prozent. In den Gemeinden Geltwil, Obermumpf und Wislikofen hingegen blieben die Wahllokale am Abstimmungssonntag leer.

Zeitliches Stimmverhalten

Fast jede/jeder Dritte hatte dieses Mal ihre/seine Stimme bereits bis zum Ende der zweiten Woche nach Eintreffen der Abstimmungsunterlagen – bis am 21. Februar 2021 – abgegeben. Knapp die Hälfte aller Stimmabgaben trafen allerdings erst in der letzten Woche vor dem Abstimmungssonntag bei den Aargauer Gemeinden ein. Bei der Umfrage 2017 waren dies über 60 Prozent der Stimmabgaben.

  • Staatskanzlei