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Gefüllte Gemeindebriefkästen und leere Urnen :
Auswertung des Rücklaufs der Stimmabgaben

Knapp 60 Prozent der Stimmenden im Aargau werfen ihre Abstimmungskuverts direkt in den Gemeindebriefkasten. Eine Umfrage der Staatskanzlei gibt Aufschluss darüber, wann und wie die Aargauerinnen und Aargauer ihre Stimme abgeben.

Im Vorfeld des Abstimmungstermins vom 12. Februar 2017 wurden die Gemeinden eingeladen, sich an einer Umfrage zum zeitlichen Rücklauf der Stimmabgaben zu beteiligen. Erstmals wurde auch erhoben, ob die brieflichen Stimmabgaben per Post versandt oder direkt in den Gemeindebriefkasten geworfen werden.

Briefliche Stimmabgaben

Sechs von zehn Personen, die sich an den Abstimmungen von 12. Februar 2017 beteiligten, warfen ihr Abstimmungskuvert direkt in den dafür bestimmten Briefkasten ihrer Gemeinde (59 Prozent). In den Gemeinden Hirschthal, Zetzwil und Schupfart nahmen sogar über 90 Prozent der Stimmenden den Weg zum Gemeindebriefkasten auf sich. Umgekehrt verhielt es sich bei den Gemeinden Kaiserstuhl und Lupfig, in denen rund 80 Prozent der Stimmabgaben per Post beim Gemeindewahlbüro eintrafen.

Wahllokale

Die Aargauer Wahllokale wurden an diesem Abstimmungssonntag wenig besucht. Nur knapp 4 Prozent der Stimmen wurden an der Urne abgegeben. Dies ist ein Rückgang gegenüber der letzten Umfrage 2005. Damals machten die Urnengängerinnen und Urnengänger noch über 10 Prozent der Stimmabgaben aus. Heute können nur noch sehr wenige Gemeinden einen ähnlich hohen Anteil verzeichnen. Die meisten Stimmabgaben im Wahllokal verzeichnete am 12. Februar 2017 die Gemeinde Mellikon (23 Prozent). In den Gemeinden Geltwil und Hellikon hingegen blieben die Urnen am Abstimmungssonntag leer.

Zeitliches Stimmverhalten

Nicht ganz jede/jeder Fünfte gab ihre/seine Stimme in den ersten zwei Wochen nach Eintreffen der Abstimmungsunterlagen ab. Über 60 Prozent aller brieflichen Stimmabgaben gingen in der letzten Woche vor dem Abstimmungssonntag ein. Dies bestätigt Ergebnisse früherer Umfragen. Dass der Abstimmungssonntag im Aargau vielerorts noch während oder kurz nach den Winterferien lag, scheint den Zeitpunkt der Stimmabgaben nicht beeinflusst zu haben.

  • Staatskanzlei