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SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

SDG 9 Ziel: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

SDG 9: Entwicklungsstand im Kanton Aargau

Die Innovationskraft im Aargau ist gut, birgt aber noch weitere Potenziale. Gemessen an der Anzahl Patentanmeldungen gehört der Kanton Aargau zu den innovativsten Kantonen. Gut ein Viertel der Beschäftigten arbeitet in innovativen Branchen. Gleichzeitig ist der Anteil an Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben gesunken, wobei diese mit dem Innovationsoutput einen zunehmenden Anteil ihres Umsatzes erwirtschaften. Der Kanton Aargau unterstützt die Innovationskraft seiner Unternehmen mit verschiedenen Innovationszentren und -programmen.

Schweizweit zeigt sich eine Tendenz zur Reduktion der Energie- und Materialintensität. Dies deutet auf eine Entkoppelung von Energie- beziehungsweise Rohstoffverbrauch und Wirtschaftsentwicklung hin – und/oder aber auf eine Verlagerung energie- und rohstoffintensiver Produktionsprozesse ins Ausland. Weiterhin besteht jedoch erhebliches Potenzial bei Energieeffizienzgewinnen sowie bei der Schliessung von Stoffkreisläufen. Um letzteres besser nutzen zu können, führte der Kanton Aargau im Jahr 2015 den "Ressourcen Trialog" ein.

Die Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand haben in den letzten zehn Jahren tendenziell zugenommen. Der Anteil der Unterhaltskosten an den Gesamtinvestitionen beträgt ungefähr 30 Prozent. Neben kantonalen Neubauvorhaben werden gemäss Richtlinie "Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften" künftig auch Sanierungs- und Instandsetzungsvorhaben nach Nachhaltigkeitsgrundsätzen geplant und umgesetzt. Die Verkehrsinfrastruktur sowohl für den öffentlichen Verkehr wie für den Strassenverkehr stösst teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen. Geplante Ausbauten sowie steigende Anforderungen an Infrastrukturen allgemein bedingen grosse Investitionen mit Folgekosten für Betrieb und Unterhalt.

Der Entwicklungsstand des SDGs 9 basiert auf den Fakten folgender Themenbereiche:

SDG 9: Schweizer Unterziele mit Relevanz für den Kanton Aargau

Die ausgewählten Schweizer Unterziele des SDG 9 (Stand Oktober 2020) sind für die Kantone relevant und unterstützen bei der Einordnung des beschriebenen Entwicklungsstands.

9.1 Die Schweiz verfügt über bedürfnisgerechte, resiliente und solid finanzierte Verkehrs- und Kommunika-tionsinfrastrukturen

9.4 Unternehmen schöpfen ihre Ressourceneffizienz durch eine optimale Gestaltung ihrer Produktionsprozesse und Produkte aus. Die wirtschaftlichen und technischen Potenziale zur Schliessung von Stoffkreisläufen sind genutzt

9.5 Die Schweiz bleibt führend in Bildung, Forschung und Innovation

SDG 9: Beziehungen mit anderen SDGs (generisch formuliert)

Die allgemeingültige (generische) Beschreibung der Beziehungen des SDG 9 mit anderen SDGs zeigt wichtige Zusammenhänge und kann Hinweise auf mögliche Handlungsansätze geben

Ein langfristig gesunder öffentlicher Haushalt ist eine notwendige Voraussetzung für Investitionen in und Werterhaltung der Infrastruktur. Die Siedlungsentwicklung ist ein wichtiger Treiber für den Infrastrukturausbau. Ferner hängt der Stand der Innovation wesentlich von Bildungsangeboten der Forschung und vom Wissenstransfer von den Hochschulen zu den Unternehmen ab.

Funktionstüchtige Infrastrukturen und Innovationsförderinstrumente steigern umgekehrt die Standortattraktivität und ermöglichen eine hohe wirtschaftliche Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit. Innovationsförderung kann zur Verbesserung der Ressourcenproduktivität von Unternehmen führen und zur Reduktion von schädlichen Auswirkungen von Konsum und Produktion auf die Umwelt beitragen. Innovationen können ferner entscheidenden Einfluss auf die Energieproduktion und den Energieverbrauch haben und spielen damit eine bedeutende Rolle beim Klimaschutz. Schliesslich kann Innovation auch zur Inklusion von benachteiligten Menschen beitragen, beispielsweise bezüglich Barrierefreiheit. Die Instandhaltung, Erweiterung und Modernisierung der Wasserinfrastruktur trägt dazu bei, die Wasserqualität zu erhalten und die Verteilungssicherheit zu gewährleisten. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur beeinflusst die Siedlungsentwicklung und damit den Bodenverbrauch massgeblich.

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