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SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

SDG 7 Ziel: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

SDG 7: Entwicklungsstand im Kanton Aargau

Die Energieversorgung im Kanton Aargau ist gewährleistet, steht aber vor verschiedenen Herausforderungen. Der Endenergieverbrauch pro Person nahm zwar seit dem Jahr 2000 kontinuierlich ab. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, wird jedoch eine bedeutende Intensivierung der Anstrengungen notwendig sein. Schweizweit am meisten Energie verbraucht der Verkehr, gefolgt von den Haushalten, der Industrie, den Dienstleistungen und der Landwirtschaft. Dabei stammen rund drei Viertel des Endenergieverbrauchs aus nicht erneuerbaren Energiequellen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch nimmt langsam zu. Erdölbasierte Treibstoffe und Elektrizität machen mit je knapp einem Drittel die wichtigsten Energieträger im Kanton Aargau aus, gefolgt von Erdgas und erdölbasierten Brennstoffen. Mit den Kernkraftwerken und dank der Wasserkraftanlagen ist der Kanton Aargau der grösste Stromproduzent in der Schweiz. Der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie bringt neue Herausforderungen mit sich. Das Potenzial von Strom aus Wasserkraft und Holz ist im Aargau mehrheitlich ausgeschöpft. Das grösste Zubaupotenzial aller erneuerbaren Energien weist die Sonnenenergie auf.

Der weitere Ausbau der erneuerbaren Stromversorgung und die dezentrale Stromproduktion stellen das Stromnetz vor Herausforderungen. Und die europäischen Grosshandelspreise setzen die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft so unter Druck, dass nur noch notwendige Investitionen getätigt werden.

Der Entwicklungsstand des SDGs 7 basiert auf den Fakten folgender Themenbereiche:

SDG 7: Schweizer Unterziele mit Relevanz für den Kanton Aargau

Die ausgewählten Schweizer Unterziele des SDG 7 (Stand Oktober 2020) sind für die Kantone relevant und unterstützen bei der Einordnung des beschriebenen Entwicklungsstands.

7.1 Eine ausreichende, breit gefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung sowie die Resilienz der dafür benötigten Infrastruktur sind gewährleistet

7.2 Der Anteil am Gesamtenergieverbrauch von kosteneffizienten erneuerbaren Energien ist kontinuierlich zu erhöhen

7.3 Der Energieverbrauch pro Person ist gegenüber dem Stand im Jahr 2000 um 34% gesenkt

SDG 7: Beziehungen mit anderen SDGs (generisch formuliert)

Die allgemeingültige (generische) Beschreibung der Beziehungen des SDG 7 mit anderen SDGs zeigt wichtige Zusammenhänge und kann Hinweise auf mögliche Handlungsansätze geben

Konsum und Produktion von Gütern und Dienstleistungen – und damit ökonomisch bedeutsames Verhalten insgesamt – stellen den zentralen Einflussfaktor für Energieproduktion, -versorgung und -verbrauch dar. Der Energieverbrauch hängt folglich einerseits von der wirtschaftlichen Leistung ab. Andererseits sind auch die Energieintensität und damit der Innovationsgrad massgebliche Einflussfaktoren. Auch die Verkehrsinfrastruktur und das dadurch ermöglichte Mobilitätsverhalten beeinflussen die Entwicklungen im Energiebereich. Schliesslich hat der Klimawandel, Konsequenzen für die Stromproduktion.

Zugleich ist der Verbrauch der nach wie vor dominierenden fossilen Energien hauptverantwortlich für den Klimawandel. Gleichzeitig erhöht die lokale Produktion erneuerbarer Energie den Druck auf die Landschaft und die Ökosysteme sowie die Biodiversität. Jedoch stärkt eine auf erneuerbaren Energien basierte (dezentrale) Energieversorgung die Fähigkeit der Gesellschaft und Wirtschaft, mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Risiken umzugehen und kann zur Standortattraktivität beitragen.

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