Navigation

Sprunglinks

zurück

SDG 1: Keine Armut

SDG 1 Ziel: Armut in allen ihren Formen und überall beenden

SDG 1 : Entwicklungsstand im Kanton Aargau

Auch im Kanton Aargau gibt es Menschen, die von Armut betroffen sind und deren Einkommen unter der Armutsgrenze liegt. In der Nordwestschweiz (AG, BL, BS) lag die Armutsquote (Anteil Personen, die in einem Haushalt leben, dessen verfügbares Haushaltseinkommen unter der Armutsgrenze liegt) 2018 bei 9,3 Prozent. Am meisten sind Personen im Rentenalter von Armut betroffen. Dieser Anteil ist aufgrund steigender Gesundheits­ und Pflegekosten sowie höheren Wohnkosten in den letzten Jahren sogar leicht angestiegen.

Durch Armut gefährdete Menschen haben Anrecht auf Unterstützung durch die Sozialhilfe. Im Aargau lag die Sozialhilfequote (Anteil Sozialhilfeempfangende an der Wohnbevölkerung) 2018 bei 2,2 Prozent. Damit ist erstmals seit 2008 ein Rückgang erkennbar. Die grösste Gruppe der Sozialhilfebeziehenden machen alleinlebende Menschen und Alleinerziehende aus. Gut die Hälfte der Personen mit Anspruch auf Sozialhilfe hat eine ausländische Nationalität, wobei es bei dieser Gruppe einen überproportionalen Rückgang gab. Rund ein Drittel aller Sozialhilfeempfangenden sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Bei dieser Gruppe kam es zu einem leichten Anstieg. Auch Personen ohne Berufsbildung sind eher armutsgefährdet. Besonders herausfordernd ist es, bei mehrjähriger Bezugsdauer wieder von der Sozialhilfe loszukommen.

Der Entwicklungsstand des SDGs 1 basiert auf den Fakten folgender Themenbereiche:

SDG 1: Schweizer Unterziele mit Relevanz für den Kanton Aargau

Schweizer Unterziele mit Relevanz für den Kanton Aargau

1.1 Die Schweiz engagiert sich dafür, die verschiedenen Formen von Armut, Verletzlichkeit und Ausgrenzung sowie Ungleichheiten in ihren Partnerländern zu verringern und bessere Perspektiven zu schaffen

1.2 Die Armut in der Schweiz nimmt längerfristig ab

1.3 Erhalt der Deckung durch die Sozialversicherungen, finanzielle Konsolidierung und Anpassung der Sozialversicherungen an die gesellschaftlichen Entwicklungen

1.5 Die Schweiz minimiert die Risiken von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Schocks sowie von Naturgefahren und Klimaänderungen, schützt Bevölkerung, Güter und lebenswichtige natürliche Ressourcen und stärkt die Anpassungsfähigkeit der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Umwelt

1.a Der Bund unterstützt Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern durch öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und verstärkt die Katalysatorwirkung der öffentlichen Mittel durch die Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen für die Armutsbekämpfung in allen ihren Dimensionen

SDG 1: Beziehungen mit anderen SDGs (generisch formuliert)

Die allgemeingültige (generische) Beschreibung der Beziehungen des SDG 1 mit anderen SDGs zeigt wichtige Zusammenhänge und kann Hinweise auf mögliche Handlungsansätze geben

Wesentliche Treiber von Armut sind ein tiefer Bildungsstand, unzureichende Integration der ausländischen Bevölkerung, Langzeitarbeitslosigkeit und hohe Gesundheits- sowie Wohnkosten.

Die Auswirkungen von Armut sind vielfältig. So schmälert Armut die Möglichkeit, sich gesund und ausgewogen zu ernähren oder sich eine umfassende Gesundheitsversorgung zu leisten. Ferner mindert sie die Chancengerechtigkeit beziehungsweise vergrössert gesellschaftliche Ungleichheiten und schmälert damit den sozialen Zusammenhalt. Sie stellt auch den Wohn- und Städtebau vor Herausforderungen und belastet den öffentlichen Haushalt, sofern von Armut Betroffene Sozialhilfeleistungen oder Ergänzungsleistungen beziehen.

zurück