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Der römische Gutshof in Möhlin

In Möhlin entstehen zwei Einfamilienhäuser mit Keller, wobei die römischen Reste zerstört werden. Deshalb gräbt die Kantonsarchäologie vorgängig aus.

In der Antike befand sich in Möhlin ein römischer Gutshof, eine sogenannte Villa rustica. Dazu gehörte auch ein kleines Badegebäude, dessen Überreste das Grabungsteam nun freigelegt und dokumentiert hat. Erhalten hat sich noch der unterste Teil der Anlage mit dem Hypokaust, der Bodenheizung, und einer kleinen Apsis. Der ausgegrabene Gebäudeteil ist das caldarium, also das Warmbad, der kleinen Therme gewesen.

Luxurios, mit Badewanne

Fragment einer römischen Badewanne aus Blei mit Verzierungen.
Das Fragment der Bleibadewanne ist qualitätvoll verziert. Foto: Kantonsarchäologie; © Kanton Aargau (1983)

Schon 1983 hat die Kantonsarchäologie Aargau hier in Möhlin erstmals ausgegraben. Damals war man aufgrund von Luftbildern auf die antiken Überreste aufmerksam geworden und in der Folge konnte das Herrenhaus der Villa freigelegt werden. In den darauffolgenden Jahren untersuchte man weitere Teile dieser Anlage.

Die Villa muss einst äusserst prächtig ausgestattet gewesen sein und sich über mehrere Hektaren erstreckt haben. So deuten Mosaiksteinchen aus Glas und Reste der Wandverkleidung aus Marmor auf eine sehr luxuriöse Innenausstattung hin. Darauf weist auch ein reich verziertes Element einer Wanne aus Blei hin, die 1983 hier gefunden worden ist.

Die römischen Villen

Flugaufnahme mit den Überresten der römischen.
Flugaufnahme währenmd der Ausgrabung von 1983. Foto: Kantonsarchäologie; © Kanton Aargau

Römische Villen waren ausgedehnte Anlagen, die meist aus einem Herrenhaus (pars urbana) und einem Wirtschaftsteil (pars rustica) bestanden. Neben ihrer landwirtschaftlichen Funktion dienten diese Landhäuser ihren wohlhabenden Besitzern auch als Rückzugs- und Erholungsort. Dies spiegelt sich in der zum Teil äusserst luxuriösen Ausstattung dieser Anlagen wieder.

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