Navigation

Sprunglinks

Kinder und Jugendliche

Die Eltern und die Wohngemeinden leisten einen Beitrag an die Kosten des Aufenthalts von Kindern und Jugendlichen in anerkannten Einrichtungen im Kanton Aargau und in anderen Kantonen.

Die Beiträge der Eltern und der Gemeinde sind unterschiedlich, je nachdem, ob es sich um einen stationären Aufenthalt oder um eine Tagessonderschule, respektive einen Tagesaufenthalt handelt.

Angebot Eltern Gemeinde
Tagesaufenthalt in Sonderschule oder stationärer Einrichtung Fr. 10.– pro Aufenthalt über Mittag, für Verpflegung und Betreuung pauschal Fr. 620.– pro Monat
Aufenthalt in Einrichtung über Nacht Fr. 25.– pro Nacht für Unterbringung, Verpflegung und Betreuung pauschal Fr. 1'240.– pro Monat

Ein Gemeindebeitrag von 20 Franken pro Übernachtung ist bei Tagessonderschülerinnen und –schülern zusätzlich zur Gemeindepauschale von 620 Franken pro Kalendermonat zu entrichten.

Beiträge Eltern

Eltern von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben im Rahmen der Unterhaltspflicht einen Beitrag an die Einrichtungen zu leisten. Die Gemeinden bevorschussen den Einrichtungen die Elternbeiträge und stellen sie anschliessend den Eltern in Rechnung.

Die individuellen Nebenkosten verrechnen die Einrichtungen direkt den Eltern.

In Fällen, wo die Eltern die Beiträge (voraussichtlich) nicht bezahlen können, sollte mit den Eltern und/oder dem zuständigen Sozialdienst Kontakt aufgenommen werden zur Klärung allfälliger materieller Hilfe.

Bei nicht Erfüllung der Zahlungspflicht, kann die Gemeinde nach erfolgten Mahnungen beim Departement BKS, Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten eine Verfügung beantragen (Kopie der Rechnungen und Mahnungen beilegen).

Gemeindebeiträge

Bei den Gemeindebeiträgen handelt es sich um einen monatlichen Beitrag, der den Unterhaltspflichtigen nicht weiterverrechnet werden kann.

Bei Ein- und Austritten während des Monats hat die Gemeinde der Einrichtung den vollen Monatsbeitrag zu leisten. Verlegt eine Person in einer Tagessonderschule ihren Aufenthaltsort während des Monats in eine andere Gemeinde oder in einen anderen Kanton, hat die bisherige Aufenthalts- respektive Wohnsitzgemeinde der Einrichtung für diesen Monat den ganzen Betrag zu leisten. Dasselbe gilt für Personen in einer stationären Einrichtung, die ihren zivilrechtlichen Wohnsitz während des Monats in eine andere Gemeinde oder in einen anderen Kanton verlegen.

Angebote im Vorschul- und Schulbereich

Die Anmeldung für die Angebote im Vorschulbereich kann durch die Eltern oder durch Fachpersonen (Kinderarzt, Spielgruppenleiterin, zuständige Kindergärtnerin u.a.) direkt bei den oben genannten Diensten und Stellen erfolgen. Es handelt sich um freiwillige Massnahmen, die nur im Einverständnis mit den Eltern durchgeführt werden können.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt über den Kanton. Die Angebote in Ambulatorien sind für die Eltern kostenlos.

Für weitere Informationen konsultieren Sie folgende ambulante Angebote:

Durchführung und Transport

Heilpädagogische Früherziehung, Logopädie im Frühbereich und Logopädie für Säuglinge und Kleinkinder können im Elternhaus oder in den Räumlichkeiten des jeweiligen Dienstes als Einzelförderung oder in Kleingruppen stattfinden.

Finden die Abklärungs-, Förder- und Beratungsstunden in den Räumlichkeiten des Dienstes statt, werden den Eltern die Transportkosten (Vergütung Schülertransporte beantragen) vergütet.

Die Leitung des Dienstes entscheidet mit dem Einverständnis der Inhaber der elterlichen Sorge über die Aufnahme der Säuglinge und Kleinkinder zur Erfassung, Abklärung, Förderung und Therapie. Die Massnahmen setzen eine fachärztliche Untersuchung voraus.

Bei der Psychomotorik-Therapie entscheidet die Leitung des Ambulatoriums mit dem Einverständnis der Inhaber der elterlichen Sorge über die Aufnahme der Kinder und Jugendlichen zur Abklärung und Therapie sowie über weitere Massnahmen. Die Therapie setzt eine fachärztliche Untersuchung voraus.

Bei der behinderungsspezifischen Beratung und Begleitung entscheidet die Leitung des Beratungs- und Begleitdienstes über die Aufnahme der Kinder und Jugendlichen zur behinderungsspezifischen Beratung und Begleitung.

Entlastungsaufenthalt

Entlastungsaufenthalt beantragen

Kinder und Jugendliche mit einer kognitiven oder einer schweren gesundheitlichen oder körperlichen Beeinträchtigung können zur Entlastung des Herkunftssystems in anerkannte Entlastungsangebote (z.B. stationäre Sonderschule, Entlastungsheim) zugewiesen werden.

Voraussetzungen

Die Erziehungsberechtigten von Kindern und Jugendlichen stellen während der Schulpflicht einen begründeten Antrag an die zuständige Schulpflege mit der voraussichtlichen Anzahl Entlastungstage pro Jahr. Vor und nach der Schulpflicht stellen die Erziehungsberechtigten entsprechend den Antrag beim Gemeinderat.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Erziehungsberechtigen stellen einen begründeten Antrag an die zuweisende Behörde mit der voraussichtlichen Anzahl Entlastungstage pro Jahr.
  • Schritt 2
    Die zuweisende Behörde beschliesst die Zuweisung in die Entlastungstage und die Anzahl der Entlastungen.
  • Schritt 3
    Die Einrichtung welche die Leistung erbringt reicht eine Eintrittsmeldung mit dem Zuweisungsbeschluss der Behörde ein.

Benötigte Unterlagen

Beschluss der zuweisenden Behörde

Fristen & Termine

Jeweils im Voraus oder umgehend nach Ereignis

Kosten

Gemeindebeitrag

Der Gemeindebeitrag von 20 Franken pro Übernachtung ist bei Tagessonderschülerinnen und -schülern zusätzlich zur Gemeindepauschale von 620 Franken pro Kalendermonat zu entrichten.

Elternbeitrag

Der Elternbeitrag beträgt 25 Franken pro Nacht für Unterbringung, Verpflegung und Betreuung.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Gerne beraten wir Sie zu unseren Dienstleistungen.

Vergütung Schülertransporte beantragen

Vergütung Schülertransporte beantragen

Unter gewissen Voraussetzungen werden die Kosten für den Schülertransport vergütet.

Voraussetzungen

  • Für Aargauer Kinder und Jugendliche, die eine anerkannte Tagessonderschule oder eine anerkannte stationäre Sonderschule besuchen, und diese nicht selbstständig zu Fuss oder mit dem Fahrrad erreichen können oder für welche die Sonderschule keinen Sammeltransport durchführt, werden den Eltern bzw. gesetzlichen Vertretern die notwendigen Transportkosten für das Zurücklegen des Schulwegs vergütet. Gleiches gilt für Transportkosten für Abklärungs-, Förder- oder Beratungsstunden der Heilpädagogischen Früherziehung.
  • Als Schulweg gilt bei Tagessonderschulen der direkte Weg vom Wohn- bzw. Aufenthaltsort zur Sonderschule und zurück. Es können nur Transportkosten für effektiv besuchte Schultage in Rechnung gestellt werden.
  • Bei stationären Sonderschulen gilt als Schulweg ebenfalls der direkte Weg vom Wohn- oder Aufenthaltsort zur Sonderschule und zurück. Vergütet werden die Fahrten am Anfang und Ende der Schulwoche, an Wochenenden oder in die Ferien, wenn effektiv eine Hin- oder Rückreise stattgefunden hat.
  • Pro Abklärungs-, Förder- und Beratungsstunde der Heilpädagogischen Früherziehung kann die Hin- und Rückfahrt nur einmal in Rechnung gestellt werden, d.h. Hin- und Rückfahrten während der Stunde werden nicht vergütet.
  • Die Vergütung der Schülertransportkosten beschränkt sich auf das Kind / den Jugendlichen und eine allenfalls notwendige Begleitperson.
  • In der Regel werden nur Kosten für öffentliche Verkehrsmittel (kostengünstigstes Billett oder Abonnement der 2. Klasse) übernommen.
  • Ist der Transport mit dem öffentlichen Verkehrsmittel nicht möglich / zumutbar und werden keine Sammeltransporte organisiert, werden die Kosten für die Benützung eines Privatautos (70 Rp./km) oder im Ausnahmefall eines Taxis vergütet (dafür müssen vorgängig drei Vergleichsofferten eingeholt werden).

Ablauf

Sonderschulung im Kanton Aargau

  • Schritt 1
    Die Person oder Behörde (Eltern, Einrichtung etc.), die den Schülertransport organisiert, finanziert die Fahrauslagen vor.
  • Schritt 2
    Die Schülertransportkosten werden mittels Abrechnungsformular der Aargauer Einrichtung in Rechnung gestellt, insofern diese die Kosten nicht schon selbst bevorschusst hat.
  • Schritt 3
    Die Einrichtung stellt danach der Abteilung SHW die Kosten mittels Quartalsabrechnung in Rechnung.

Sonderschulung ausserkantonal

  • Schritt 1
    Die Person oder Behörde (Eltern, Einrichtung etc.), welche den Schülertransport organisiert, stellt bei der Abteilung SHW ein Gesuch um Kostenvergütung für Schülertransporte bei ausserkantonaler Sonderschulung und finanziert die Fahrauslagen vor.
  • Schritt 2
    Die Abteilung SHW beurteilt das Gesuch und informiert schriftlich über den Entscheid.
  • Schritt 3
    Wurde das Gesuch bewilligt, stellt der/die private Gesuchsteller/-in die Schülertransportkosten der Abteilung SHW mittels Abrechnungsformular in Rechnung. Bei Einzelfahrten mit dem Zug, Privatfahrzeug oder Taxi müssen die Fahrdaten von der Einrichtung auf dem Abrechnungsformular kontrolliert und visiert werden.
    Hat eine Einrichtung die Transportkosten vorfinanziert, so können diese die Kosten für alle Aargauer Sonderschüler/-innen in dieser Einrichtung der Abteilung SHW gesamthaft in Rechnung stellen.

Heilpädagogische Früherziehung

Aus Datenschutzgründen dürfen keine Dokumente, welche Personendaten enthalten, per E-Mail zugestellt werden.

Benötigte Unterlagen

Findet der Transport weder mit dem öffentlichen Verkehrsmittel, noch mit einem Sammeltransport statt, so ist dem Gesuch um Kostenvergütung für Schülertransporte bei ausserkantonaler Sonderschulung eine schriftliche Begründung beizulegen.

Für die Abrechung durch Privatpersonen sind Kopien von Quittungen, Rechnungen oder entwerteten Billetten miteinzureichen, ausser die Transporte werden mit dem Privatauto durchgeführt.

Fristen & Termine

  • Das Gesuch um Kostenvergütung für Schülertransporte bei ausserkantonaler Sonderschulung muss, wenn immer möglich, vor der ersten Fahrt eingereicht werden.
  • Die Fahrauslagen können nachträglich, in der Regel pro Quartal, in Rechnung gestellt werden.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Rechtliche Grundlagen

Ausserkantonalen Aufenthalt

Ausserkantonalen Aufenthalt beantragen

Wenn Kinder oder Jugendliche mit besonderen Betreuungsbedürfnissen ausserhalb ihres Wohnkantons ein IVSE-anerkanntes Angebot in einer Einrichtung in Anspruch nehmen müssen, muss die zuständige Behörde (Schulpflege, Familiengericht oder Gemeinderat) ein Gesuch um Finanzierung der Leistungen einreichen.

Voraussetzungen

  • Das Gesuch muss begründet sein.
  • Ein Abklärungsbericht der zuständigen Fachstelle liegt vor.
  • Im Kanton Aargau steht kein geeigneter und freier Platz in einer anerkannten Einrichtung zur Verfügung, die Wohnsitzverlegung von Eltern in den Kanton Aargau soll beim Kind nicht oder nicht unmittelbar zu einem Einrichtungswechsel führen oder es ist eine grosse Distanz zum bisherigen sozialen Umfeld notwendig.
  • Die ausserkantonale Einrichtung ist IVSE-anerkannt und es handelt sich um eine Sonderschule beziehungsweise um eine stationäre Kinder- und Jugendeinrichtung im Sinne von § 2 Abs. 1 bzw. § 3 Abs. 1 der Betreuungsverordnung (keine Platzierungen in Pflegefamilien, kein Aufenthalt in einer Mutter-Kind Einrichtung, ausser es handelt sich um eine Mutter-Kind Einrichtung für minderjährige Mütter).

Ablauf

  • Schritt 1
    Die zuweisende Behörde hat einen Platz in einer IVSE-anerkannten Einrichtung gefunden und die oben erwähnten Voraussetzungen sind erfüllt.
  • Schritt 2
    Die zuweisende Behörde stellt vor Eintritt in die Einrichtung und bei Notfallplatzierungen rasch möglichst nach Unterbringung bei der Abteilung SHW das Gesuch um Finanzierung der Leistungen des ausserkantonalen Aufenthalts.
    Das Gesuchsformular ist von der zuweisenden Behörde vollständig auszufüllen und in zweifacher Ausführung an die Abteilung SHW zu schicken. Gegebenenfalls ist gleichzeitig das Gesuchsformular zur Vergütung von Schülertransporten der Erziehungsberechtigten einzureichen.
  • Aus Datenschutzgründen dürfen keine Dokumente, welche Personendaten enthalten, per E-Mail zugestellt werden.

Fristen & Termine

Die zuweisende Behörde stellt vor Eintritt in die Einrichtung und bei Notfallplatzierungen möglichst rasch nach Unterbringung bei der Abteilung SHW das Gesuch um Finanzierung der Leistungen des ausserkantonalen Aufenthalts.

Kosten

Für die Bearbeitung des Gesuchs werden keine Gebühren erhoben.

Für den Aufenthalt selber fallen für die Gemeinden und Eltern die gleichen Beiträge an wie bei einem Aufenthalt in einer anerkannten Aargauer Einrichtung.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Mehr zum Thema

Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung, die nach Beendigung der Schulzeit keinen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) (öffnet in einem neuen Fenster) und keine Lehrstelle gefunden haben, bietet die zentrale Anlaufstelle Wegweiser Zugang zu Zwischenlösungen.

Aufenthalt im Frauenhaus AG-SO

Das Frauenhaus Aargau-Solothurn ist eine Krisen-Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt mit 24-Stunden-Betrieb. Es bietet nebst Plätzen für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder auch Notfallplätze für weibliche Jugendliche (13 bis 18 Jahre). Betroffene erhalten im Frauenhaus Schutz, Beratung und vorübergehende Unterkunft.

Merkblätter

Kantonale Rahmenkonzepte

Sie beinhalten für die Einrichtungen im Kanton Aargau verbindliche Vorgaben:

Nach Oben