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Informationen für Unternehmen, Läden und Selbständige

Hier finden Sie Informationen zur Kurzarbeitsentschädigung und zur wirtschaftlichen Soforthilfe durch Kanton und Bund sowie zu den aktuellen Vorgaben bezüglich Schutzkonzepten.

Wirtschaftliche Soforthilfe des Kantons

Der Regierungsrat hat am 15. April 2020 ein Massnahmenpaket für die Unternehmen geschnürt, die von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Bisher wurden von den 150 Millionen Franken rund 25 Millionen Franken beansprucht. Der Fokus lag bisher auf der kurzfristigen Nothilfe und der Liquiditätssicherung. Mit der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie sollen nun neue Massnahmen – basierend auf der Verordnung zur Umsetzung der Härtefall-Massnahmen des Bundesrats – erfolgen. Diese sollen per 1. Dezember 2020 umgesetzt werden. Mehr dazu finden Sie unter www.ag.ch/wirtschaftsmassnahmen.

Wirtschaftliche Soforthilfe des Bundes

Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft beschlossen. Insgesamt sollen 60 Milliarden Franken zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen.

Vereinfachung der Kurzarbeitsentschädigung

Das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) wird bis 31. Dezember 2020 weitergeführt. Weitere Infos auf: www.ag.ch/kurzarbeit

Entschädigungen bei Erwerbsausfällen für Selbstständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:

  • Schulschliessungen
  • Ärztlich verordnete Quarantäne
  • Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes
  • Selbständigerwerbende, die zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer

Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden. Die Entschädigungen werden als Taggelder über die AHV-Ausgleichskasse ausgerichtet und betragen 80 Prozent des Einkommens sowie höchstens 196 Franken pro Tag.

Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 Tage befristet. Die AHV-Ausgleichskassen prüfen den Anspruch und nehmen die Auszahlungen der Leistungen vor.

Bitte melden Sie sich bei Ihrer Ausgleichskasse, bei der Sie AHV-Beiträge bezahlen und abrechnen. Diese informiert Sie darüber, wie Sie Entschädigung für Erwerbsausfälle aufgrund des Coronavirus' beantragen können.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Verbandsausgleichskassen (öffnet in einem neuen Fenster) .

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte

Anspruch auf Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Ebenfalls Anspruch gibt es bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.

Arbeitgebende können die Entschädigung für sie bei ihrer AHV-Ausgleichskasse einfordern. Wie für die Selbstständigen werden die Erwerbsausfälle über die Erwerbsersatzordnung als Taggeld bezahlt. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Entschädigung ist auf 10 Taggelder für Personen in Quarantänemassnahmen begrenzt.

Soforthilfe mittels verbürgten Covid-Überbrückungskrediten

Damit betroffene KMUs (Einzelunternehmen, Personengesellschaften, juristische Personen) Überbrückungskredite von den Banken erhalten, schafft der Bund ein Garantieprogramm im Umfang von 20 Milliarden Franken. Dieses Programm soll auf bestehenden Strukturen der Bürgschaftsorganisationen aufbauen. Betroffene Unternehmen sollen rasch und unkompliziert Kreditbeträge bis zu 10 Prozent des Umsatzes oder maximal 20 Millionen Franken erhalten

Mehr dazu finden Sie im Merkblatt des Bundes "Spezialregime Bürgschaftswesen" (PDF, 1 Seite, 95 KB).

Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und der Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen

Liquiditätspuffer im Steuerbereich

Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, die Zahlungsfristen zu erstrecken, ohne Verzugszins zahlen zu müssen. Aus diesem Grund wird für die Mehrwertsteuer, für Zölle, für besondere Verbrauchssteuern und für Lenkungsabgaben in der Zeit vom 21. März 2020 bis 31. Dezember 2020 der Zinssatz auf 0,0 Prozent gesenkt. Es werden in dieser Zeitspanne keine Verzugszinsen in Rechnung gestellt. Für die Direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung ab dem 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Zusätzliche Hilfe für Kultur, Sport und Tourismus

Kultur und Sport

Auch die Bereiche Kultur und Sport werden unterstützt.

  • 280 Millionen Franken Soforthilfe und Ausfallentschädigungen hat der Bundesrat zugunsten des Kulturbereichs gesprochen.
  • 100 Millionen Franken sind für Sportorganisationen vorgesehen.

Wie die Bereiche Kultur und Sport entschädigt werden, erfahren Sie bei den Informationen für Kultur-, Sport- und gemeinnützige Bereiche.

Tourismus

  • Im Rahmen der tourismuspolitischen Förderinstrumente werden bereits seit Februar 2020 Sofortmassnahmen umgesetzt. Im Vordergrund stehen Informations- und Beratungsaktivitäten sowie Massnahmen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen.
  • Im Rahmen der Regionalpolitik sind zurzeit Bundesdarlehen in der Höhe von rund 530 Mio. Franken in Projekte investiert, davon rund 60 Prozent im Tourismusbereich. Die Administration der Bundesdarlehen ist gesetzlich den Kantonen übertragen. Um die Liquidität der Darlehensnehmer zu stärken, erlaubt der Bund den Kantonen, die Stundungsmöglichkeiten flexibler zu handhaben und teilweise auf fällige Rückzahlungen und Darlehen zu verzichten.
  • Mehr dazu finden Sie auf der Webseite des Bundes (öffnet in einem neuen Fenster) .

Coronavirus: Covid-19-Kredite

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Schutzkonzepte in Betrieben

Der Bundesrat hat per 22. Juni 2020 eine Vereinheitlichung der Vorgaben für die Schutzkonzepte von Betrieben, Einrichtungen, Schulen und Veranstaltungen beschlossen. Die Vorgaben der Schutzkonzepte werden durch die Verordnung geregelt. Arbeitgebende von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben sind verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten.

Trinkwassersysteme vor Wiederinbetriebnahme durchspülen

In Betrieben, die über längere Zeit ihre Tore geschlossen hatten, sind auch die Trinkwasserinstallationen ungenutzt geblieben. Vor Inbetriebnahme müssen diese Trinkwasserinstallationen zwingend durchgespült werden, da sich allenfalls Mikroorganismen wie Legionellen bilden können. Diese können eine schwere Lungenentzündung (Legionärskrankheit) auslösen.

Mehr dazu erfahren Sie im Merkblatt "Sicherstellen der Hygiene in vorübergehend ungenutzten Trinkwasserinstallationen in Gebäuden" (PDF, 2 Seiten, 125 KB) des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches

Verordnungen und Erläuterungen des Bundes

Massnahmenpaket des Bundes