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Fokusthema "Ernährung der Zukunft" - Die Musik spielt im Aargau.

Die Nahrungsmittelindustrie hat im Aargau Tradition. Grosse Unternehmen wie Feldschlösschen, Chocolat Frey, Hero und Rivella sind schon lange im Kanton ansässig. Inzwischen prägen auch moderne Jungunternehmen wie SwissShrimp das Bild des Kantons, mit nachhaltiger Produktion und lokal erzeugter Energieversorgung. Zudem ist der Aargau ein Magnet für Start-ups wie dropz, tagora, Harmonius oder Olanga geworden – innovative Firmen, die Ernährung anders denken.

Mehr als die Hälfte der kantonalen Fläche wird heute noch immer landwirtschaftlich genutzt. Dass sich daraus verarbeitende Industriezweige entwickelten, ist leicht nachvollziehbar. Geografisch betrachtet bietet der Aargau optimale logistische Bedingungen für eine effiziente Warendistribution. Der Kanton ist zentral gelegen und seine Infrastruktur ideal ausgebaut. Autobahnen verbinden West- und Ostschweiz miteinander, zudem läuft eine Nord-Südachse durch den Kanton, die auch Deutschland und Italien anbindet. Nicht zuletzt finden aargauische Produzenten in den angrenzenden Ballungszentren wie Zürich und Basel auf kurzem Weg ihre Abnehmer. Das wird für eine nachhaltige Produktion immer wichtiger, denn kurze Wege reduzieren den CO2-Ausstoss und sorgen dafür, dass landwirtschaftliche Produkte stets frisch zum Verbraucher gelangen.

„Gute Entwicklungsmöglichkeiten und die liberale Wirtschaftspolitik ziehen viele zukunftsorientierte Unternehmen an", sagt Anja Borchart, Projektleiterin bei der Standortförderung Aargau Services. Die Zahlen zeigen: Ökonomisch spielt der Aargau in der Schweiz ganz vorne mit. Eine aktuelle Studie der UBS zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Kantone führt den Aargau auf Rang 4. Der Kantonale Wettbewerbsindikator der UBS beschreibt das Potenzial eines Kantons zur nachhaltigen Steigerung seiner Wirtschaftsleistung – im Aargau liegt der Indikator bei 77,8 und ist damit nach den Maßstäben der Bank "hoch".

„Neuen Firmen bietet sich im Aargau zudem ein gut ausgebautes Netzwerk der Ernährungsbranche", meint die Standortmarketing-Expertin weiter. Sie ist davon überzeugt, dass ein inspirierendes Umfeld dazu beiträgt, das Beste aus den Unternehmern und Unternehmerinnen herauszuholen: „Wettbewerb belebt nicht nur das Geschäft, er fördert auch die Innovationskraft der Wirtschaft."

Für junge Unternehmen zählen neben einem wirtschaftsfreundlichen Umfeld und einer leistungsfähigen Infrastruktur auch die Verbindungen zu Wissenschaft und Forschung. Die agrarische Tradition des Aargaus und die nachhaltige Ausrichtung der Landwirtschaft hat eines der weltweit führenden Forschungsinstitute der Ernährungsbranche hervorgebracht. Das 1973 in Frick gegründete Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) schafft die wissenschaftlichen Grundlagen für den biologischen Landbau und die artgerechte Tierhaltung. Wichtig ist dem FiBL seit jeher, die Ergebnisse seiner Forschung nicht nur in den wissenschaftlichen Diskurs, sondern vor allem rasch in die Praxis der Nahrungsmittelerzeugung einfliessen zu lassen.

„Dabei geht es um Impulse für die Ernährung von morgen", so Borchart. Der allgemeine Trend, sich gesund und umweltbewusst zu ernähren, hat bei der Nahrungsmittelindustrie schon vor geraumer Zeit eine Welle von Innovationen in Gang gesetzt. „Die Verzahnung des FiBL mit der Industrie und der rasche Wissenstransfer von der Forschung durch Beratung in die Praxis sind für viele Produzenten von Vorteil."

(Blogbeitrag vom 13. Oktober 2021)

Anja Borchart, Projektleiterin Standortmaketing

Anja Borchart
Projektleiterin Standortmarketing

Telefon direkt: +41 62 835 24 49

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