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Blood Kiss

Vampir-Drama – ab 13 Jahren

Schauspieler würgt menschengrosse Puppe, zweite Puppe schaut zu
Foto: Ingo Höhn
Breakdancer, zwei Spielerinnen und eine menschengrosse Puppe
Foto: Ingo Höhn

Der introvertierte Oskar wird von seinen Mitschülern als Looser beschimpft und geschlagen. Die unergründliche Eli ist neu zugezogen und trägt ein dunkles Geheimnis in sich. Die beiden Aussenseiter geben einander Halt, schliessen Blutsfreundschaft und werden nach und nach mutiger.

Mit dem Vampir-Drama "Blood Kiss" verbinden das Schweizer Theaterkollektiv KNPV und das niederländische Danstheater AYA freches interaktives Tanztheater und Schauspiel mit menschengrossen Puppen. Inspiriert vom schwedischen Film "Let the right one in" (2008) werden mit viel schwarzem Humor, Melancholie und einer feinen Liebesgeschichte festgefahrene Rollenbilder aufgebrochen.

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Spielorte

Kurtheater im Nordportal Baden – für 7. bis 9. Klasse

Datum Zeit Anzahl Plätze
Di, 19. November 10:00 Uhr 124
Di, 19. November 14:00 Uhr 66

Roter Teppich

Mo, 4. November – 18:00 Uhr im Nordportal Baden

Adresse

Nordportal, Schmiedestrasse 12, 5400 Baden

Kosten

Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Lara Albanesi, , Tel. 056 210 98 70

www.kurtheater.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Theater Tuchlaube Aarau– für 8. und 9. Klasse

Datum Zeit Anzahl Plätze
Di, 26. November 14:00 Uhr ausgebucht
Di, 26. November 19:00 Uhr 84
Mi, 27. November 10:00 Uhr 78
Mi, 27. November 19:00 Uhr ausgebucht

Roter Teppich

Mo, 11. November – 18:00 Uhr

Adresse

Metzgergasse 18, 5000 Aarau

Kosten

Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Nina Curcio, , Tel. 062 834 80 40

www.tuchlaube.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

"Pas-de-deux" mit Biss: Interview mit Dirk Vittinghoff

Uns war schnell klar, dass sich in Kombination von Tanz, Theater und Spiel mit Puppen neuartige Ausdrucksformen eröffnen.

Dirk Vittinghoff Co-Regisseur der Gruppe KNPV

"Blood Kiss" wird als unsentimentales Vampir-Drama mit Tanz-, Puppen- und Schauspiel beschrieben und verspricht eine Auseinandersetzung über Vor- und Rollenbilder. Welche Geschichte erwartet das Publikum?

In "Blood Kiss" geht es darum, für sich einzustehen und die eigenen Wahrnehmungen und Ansichten zu verteidigen. Das Stück nimmt Themen auf, die im jugendlichen Alter eine wichtige Rolle spielen: Gruppendruck, Ausgrenzung, Zugehörigkeit, Loslösung von den Eltern und der erste Kuss.

Da sind auf der einen Seite die Vampirin Eli, die um jeden Preis Blut benötigt, um überleben zu können und Oscar mit zwei Müttern, die er einfach nur peinlich findet. Auf der anderen Seite ist die Gang, die nur so strotzt vor Coolness, damit aber ihre Verletzlichkeit und Unsicherheit überspielt. Oscar, das ideale Opfer, wird von der Gang brutal zusammengeschlagen. Einfach so, weil er der Schwächere ist. Eli rettet ihn und die beiden Aussenseiter freunden sich an.

Wir fragen danach, wie sich die eigene Identität formt. Mit welchen richtungsweisenden Vorbildern identifizieren sich junge Menschen? Welche Verhaltens- und Rollenmuster übernehmen sie?

In der Produktion "Blood Kiss" gehen Puppenspiel und Tanz Hand in Hand. Wie ergänzten sich die Genres in Bezug auf die Erzählung und Darstellung der Geschichte?

Das Augenmerk lag mehr auf Bewegung, Ausdruck und Bild. Der Text wurde auf ein Minimum reduziert. Im Wechsel zwischen Puppen, Tanz und Schauspiel entstehen ganz neue künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten, die wir ausreizen. Die Darstellung kann in neue Dimensionen erweitert werden. Etwa über die Erkundung von Hybridwesen (halb Puppe, halb Tänzer) oder ähnlich den Tricks, wie sie im Film angewandt werden. Ein neues Raumverständnis wird möglich: zum Beispiel wenn Eli, von einer Tänzerin getanzt, und Oscar, von einer Puppe verkörpert, die Schwerkraft aushebeln und in ihre Welt entfliehen.

Wie kam die Kooperation zwischen den Künstlerinnen und Künstlern aus den verschiedenen Genres zustande? Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit?

Wir trafen Wies Bloemen und ihre Tänzerinnen vom holländischen Danstheater AYA vor drei Jahren am Mix-UP! Festival in Bern zum ersten Mal. Uns war schnell klar, dass sich in Kombination von Tanz, Theater und Spiel mit Puppen neuartige Ausdrucksformen eröffnen. Aus diesem Impuls ist die erste gemeinsame Produktion "Blood Kiss" entstanden.

Die Proben waren stark von formaler Arbeit geprägt, da sich die unterschiedlichen Stile erst finden mussten. Wies Bloemen und ich waren ein gleichberechtigtes Regieteam. Dabei respektierten wir die jeweiligen Stärken der/des anderen beim Sprechtheater oder beim Tanz. Für uns von KNPV war das choreografische Arbeiten mit Puppen und Tänzern und der künstlerische und persönliche Austausch mit einer ausländischen Gruppe eine wirklich neue, positive Erfahrung. Es war eine insgesamt intensive und spannende Zusammenarbeit.

Das Stück ist schon durch mehrere Länder getourt. Im November kommt es im Rahmen des Theaterunkenfestivals in den Kanton Aargau. Weshalb darf man das Stück nicht verpassen?

Sowohl tänzerisch als auch mit Puppen vermitteln wir feinfühlige Geschichten und starke Emotionen. Hemmungslose Gewalt an den Puppen lassen einen erschaudern, weil sie von Schauspielern geführt und dadurch menschlich werden. Diese Verbindungen machen das Stück und somit unsere Geschichte so abwechslungsreich, für Jugendliche wie für Erwachsene. Und was KNPV und AYA Danstheater ganz besonders freut, sind die Reaktionen des jugendlichen Publikums, das immer wieder aufmerksam, fasziniert und berührt ist.

Roter Teppich für Lehrpersonen

Am Roten Teppich stellt der Schauspieler Philipp Nauer die thematischen Inhalte des Tanztheaters, die im jugendlichen Alter eine wichtige Rolle spielen, ins Zentrum: Gruppendruck, Ausgrenzung, Zugehörigkeit, Loslösung von den Eltern und der erste Kuss. Er erzählt über die Herangehensweise und die Fragestellungen, denen das Ensemble in der Inszenierung nachgegangen ist und wie ihnen die Umsetzung gelungen ist. Konkrete Vorschläge zur Vor- und Nachbereitung ergänzen die Informationsstunde.

  • Nordportal Baden – Mo, 4. November – 18:00 Uhr
  • Theater Tuchlaube Aarau – Mo, 11. November – 18:00 Uhr

Theaterpädagogisches Begleitmaterial "Blood Kiss" (PDF, 20 Seiten, 1.2 MB)

Kurzeinführung in der Klasse

Zur Vorbereitung auf den Theaterbesuch bietet die Theaterpädagogin Nina Curcio für die Vorstellungen im Theater Tuchlaube Aarau halbstündige Stückeinführungen im Klassenzimmer an. Dabei wird der Stückinhalt thematisiert, aber auch die Entstehung der Inszenierung und die beteiligten Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler auf den Theaterbesuch im Allgemeinen vorbereitet und erhalten Anregungen für das Nachgespräch. Die Reservation kann direkt mit der Buchung des Theaterbesuchs gemacht werden.

Workshop zur Inszenierung

Zum Tanztheaterstück "Blood Kiss" bietet das Ensemble von KNPV/Danstheater AYA einen Vertiefungs-Workshop zur Inszenierung an. Zum Workshop

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