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Fake News – darauf falle ich nicht herein!

Aargauer Literaturhaus – Literatur & Gesellschaft – 7. bis 9. Klasse, Sekundarstufe II

Ausschnitt aus Lexikon Bild vergrössern
© Aargauer Literaturhaus

Im Workshop setzen sich die Schülerinnen und Schülerinnen interaktiv mit dem aktuellen Thema Fake News auseinander. In einem ersten Schritt erfahren sie anhand von Beispielen, was Fake News überhaupt sind, wie sie erkannt werden können und wer warum ein Interesse hat, sie wo zu verbreiten. Anschliessend verfassen die Schülerinnen und Schüler eigene Fake News und diskutieren die gesellschaftspolitischen Auswirkungen und Gefahren von solchen Nachrichten. Danach erarbeiten sie Möglichkeiten, wie man sich vor Manipulation durch Fake News schützen kann. Ziel des Workshops ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die typischen Merkmale von Fake News benennen und erkennen können und ihr Bewusstsein für die Problematik und für einen kritischen Medienkonsum im allgemeinen schärfen.

Hinweis:

Weitere Angebote vom Aargauer Literaturhaus sind auf der Webseite (öffnet in einem neuen Fenster) publiziert.

Detailinformationen
Ort Aargauer Literaturhaus Lenzburg oder Schulhaus
Daten nach Vereinbarung
Kosten / Dauer Fr. 500.– für einen Halbtag (mit Impulskredit Fr. 250.–)
Gruppengrösse eine Schulklasse
Kontakt Anne Wieser, Tel. 062 888 01 40,
Webseite www.aargauer-literaturhaus.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Interview mit Anne Wieser vom Aargauer Literaturhaus Lenzburg

Anne Wieser, Leiterin der Lese- und Schreib-Werkstätten beim Aargauer Literaturhaus Lenzburg, erläutert im Interview, was Schulklassen beim Workshop "Fake News" erwartet.

Frau mit braunen Haaren und Brille Bild vergrössern
Foto: Anne Wieser

Die Schülerinnen und Schüler wissen nach dem Workshop, was mit Fake News gemeint ist, können benennen, was Fake News ausmacht, den Begriff definieren. Sie wissen, wo Fake News am häufigsten auftauchen und warum und wie man sich vor dieser Art der Manipulation aktiv schützen kann

Der Begriff der Fake News ist zurzeit in aller Munde. Was bewog Sie dazu, sich als Literaturhaus diesem Thema anzunehmen und einen Workshop für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe anzubieten?

Der Begriff Fake News wurde 2016 zum Anglizismus des Jahres gekürt und hat es 2017 in den Duden geschafft. Fake News ist tatsächlich zu einem Schlagwort geworden. Umso wichtiger ist es, dass wir verstehen, was Fake News eigentlich ausmacht – nämlich der Versuch, mit möglichst sensationellen falschen Meldungen Emotionen zu schüren und bewusst zu manipulieren. Mit dem Ziel, entweder Geld zu verdienen oder um politisch Einfluss zu nehmen. Gerade in den sozialen Medien, wo Jugendliche ja viel unterwegs sind, ist man besonders häufig mit Fake News konfrontiert. Der im April veröffentlichte Jamesfocus-Bericht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Swisscom zeigt, dass fast 40 Prozent aller Schweizer Jugendlichen Fake News ausgesetzt sind. Aufklärung und Sensibilisierung ist also wichtig – deshalb bieten wir den Workshop im Aargauer Literaturhaus an.

Was erwartet Schülerinnen und Schüler beim Workshop? Wie ist der Workshop zum Thema Fake News aufgebaut?

Wir nähern uns dem Thema in dem wir zuerst definieren, was Fake News sind und was sie z.B. von einem Werbespot oder einer Falschmeldung unterscheidet. Dann folgt ein Blick zurück – mit Beispielen von Fake News, die Geschichte machten. Fake News sind ja kein neues Phänomen, sie wurden beispielsweise schon im alten Ägypten verbreitet. Dann geht es um die Frage, warum und mit welchem Ziel Fake News platziert werden, wie solche Meldungen aufgebaut sein müssen, damit sie funktionieren und über welche Kanäle sie am häufigsten verbreitet werden. Und um die wichtige Rolle der Medien und Journalisten in diesem Zusammenhang und im Staat allgemein. Dann folgt ein praktischer Teil – die Schülerinnen und Schüler verfassen eigene Fake News und diskutieren anschliessend, welche Meldung wie gut als Fake News funktionieren würden und warum. Ein Lückentext zum Thema des Workshops schliesst diesen ab.

Was ist das Besondere am literarischen Zugang zum Thema Fake News?

Es wird darauf eingegangen wie ein Text inhaltlich, von der Tonalität und von der Wortwahl her aufgebaut sein muss, damit er als Fake News funktioniert

Welche Kompetenzen können Schülerinnen und Schüler beim Workshop erlernen? Inwiefern wirken diese auch über den Schulalltag hinaus

Die Schülerinnen und Schüler wissen nach dem Workshop, was mit Fake News gemeint ist, können benennen, was Fake News ausmacht, den Begriff definieren. Sie wissen, wo Fake News am häufigsten auftauchen und warum und wie man sich vor dieser Art der Manipulation aktiv schützen kann.

Wie lässt sich der Workshop in den regulären Schulunterricht integrieren? Kann neben dem Deutschunterricht auch an andere Schulfächer angeknüpft werden?

Im Deutschunterricht kann das Thema vertieft werden – etwa, indem man näher auf die verschiedenen journalistischen Textsorten wie Meldung, Bericht und Kommentar eingeht und mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet, warum eine für die Leserschaft sichtbare Trennung zwischen Informations- und Appelltext wichtig ist. Neben dem Deutschunterricht kann sicher auch bei Themen wie Staats- und Medienkunde sowie im Fach Geschichte angeknüpft werden.

Das Stapferhaus in Lenzburg widmet die diesjährige Ausstellung dem Thema Fake. Gibt es für Schulklassen Anknüpfungspunkte zwischen dem Workshop im Literaturhaus und der Ausstellung im Stapferhaus?

Die Anknüpfungspunkte sind zahlreich! Es macht sicher Sinn, vor oder nach dem Workshop die Ausstellung im Stapferhaus zu besuchen.

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