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Empfehlungen für die Bevölkerung

Befolgen Sie weiterhin die Hygiene- und Verhaltensregeln. Damit können Sie sich und andere am besten vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützen.

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gibt es schweizweite und kantonale Massnahmen in Form von Vorgaben, Pflichten und Verboten.

Aktuell geltende Massnahmen

Die untenstehende Abbildung zeigt, welche Massnahmen aktuell in der ganzen Schweiz gelten.

Coronavirus: Regeln und Empfehlungen des BAG Bild vergrössern
Stand: 29. Oktober 2020

So wird das Coronavirus hauptsächlich übertragen

  • Bei engem und längerem Kontakt:
    Wenn man zu einer infizierten Person weniger als 1,5 Meter Abstand ohne Schutz hält (Schutz: z. B. beide Personen tragen eine Maske). Je länger und enger dieser Kontakt ist, desto wahrscheinlicher ist eine Ansteckung.
  • Durch Tröpfchen und Aerosole:
    Atmet, spricht, niest oder hustet die infizierte Person, können virenhaltige Tröpfchen direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen in unmittelbarer Nähe (<1,5 m) gelangen. Eine Übertragung durch feinste Tröpfchen (Aerosole) über weitere Distanzen möglich, kommt nicht häufig vor.
    Mehr zu Aerosolen. (öffnet in einem neuen Fenster)
  • Über die Hände:
    Ansteckende Tröpfchen gelangen beim Husten und Niesen auf die Hände und werden beim Berühren von Oberflächen auf diesen verteilt. Berührt eine andere Person eine Oberfläche, auf der sich Viren befinden, gelangen sie an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.

Hygiene- und Verhaltensregeln

1. Halten Sie Abstand

Mit dem neuen Coronavirus können Sie sich anstecken, wenn Sie engen und längeren Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Indem Sie den nötigen Abstand (1.5 Meter) halten, schützen Sie sich und andere vor einer Ansteckung:

  • Halten Sie beim Anstehen Abstand zu den Personen vor und hinter Ihnen (zum Beispiel an der Kasse oder in der Kantine).
  • An Sitzungen: Lassen Sie zwischen den Teilnehmenden einen Stuhl frei.
  • Schützen Sie besonders gefährdete Personen in Ihrem Umfeld durch Abstand.
  • Beachten Sie die Besuchsregeln der Alters- und Pflegeheime sowie der Spitäler.

2. Maske tragen

In der Schweiz gilt an vielen Orten Maskenpflicht. Vereinfacht gilt: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können. Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Seite Masken.

Halten Sie sich immer an die Maskenpflicht. Tragen Sie die Maske über Nase und Mund. Indem Sie die Maske korrekt tragen und verwenden, können Sie andere vor einer Ansteckung schützen. Denn eine infizierte Person kann bereits vor Auftreten der Symptome ansteckend sein, ohne es zu wissen. Wenn auf engem Raum also alle eine Maske tragen, schützen wir uns alle gegenseitig.

Kinder unter zwölf Jahren müssen keine Maske tragen. Ebenso von der Maskenpflicht ausgenommen sind Personen, die aus besonderen Gründen, hauptsächlich medizinischen, keine Masken tragen können. Dazu zählt folgendes: Gesichtsverletzungen, hohe Atemnot, Angstzustände beim Tragen einer Maske und Behinderungen, die das Tragen einer Maske nicht zumutbar oder umsetzbar machen. Um mit Personen zu kommunizieren, die eine Hörbehinderung haben, darf insbesondere das ÖV-Personal die Maske ausziehen.

Visiere können Sie nicht als Ersatz für eine Maske nutzen. Sie schützen die Augen vor einer möglichen Infektion durch Tröpfchen, jedoch ist eine Ansteckung über Mund und Nase nicht auszuschliessen.

Mehr Informationen zur Maskenpflicht

Informationen des Bundes zu Masken (öffnet in einem neuen Fenster)

3. Waschen Sie sich gründlich die Hände

Händewaschen spielt eine entscheidende Rolle bei der Hygiene. Indem Sie Ihre Hände regelmässig mit Seife sorgfältig waschen, können Sie sich schützen. Die Seife macht das Virus unschädlich.

Waschen Sie die Hände, wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Schnäuzen, Niesen oder Husten oder bevor Sie essen oder Essen zubereiten.

Sie waschen Ihre Hände richtig, wenn Sie sich die Hände einseifen, bis sie vollständig eingeschäumt sind. Spülen Sie die Hände unter fliessendem Wasser gut ab. Trocknen Sie sie mit einem sauberen Handtuch, wenn möglich mit einem Wegwerf-Papiertuch oder einer einmal benutzbaren Stoffhandtuchrolle.

Zudem sollten Sie beachten, dass Sie am besten keine Ringe tragen oder aber diese vor dem Händewaschen abnehmen und ebenfalls einseifen. Pflegen Sie Ihre Haut mit einer Feuchtigkeitscreme und halten Sie die Fingernägel kurz und sauber.

4. Schütteln Sie keine Hände

Je nachdem, was wir gerade angefasst haben, sind unsere Hände nicht sauber. Ansteckende Tröpfchen aus Husten und Niesen können sich an den Händen befinden. Sie gelangen an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt. Darum ist es wichtig, das Händeschütteln zu vermeiden. Gegen Ansteckung können wir uns schützen, indem wir:

  • Keine Hände schütteln;
  • Auf Begrüssungsküsse verzichten;
  • Nase, Mund und Augen möglichst nicht berühren.

5. Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge

Schnäuzen, Niesen, Spucken, Husten: Damit können wir Viren übertragen, wenn wir die Verhaltensregeln nicht beachten.

Wie kann ich das Übertragungsrisiko verringern oder vermeiden?

  • Husten oder Niesen Sie in ein Taschentuch – oder, wenn Sie keines haben, in Ihre Armbeuge.
  • Waschen Sie die Hände nach jedem Husten, Niesen, Schnäuzen und Spucken.
  • Verwenden Sie Papiertaschentücher und benutzen Sie es nur einmal. Dann entsorgen Sie es.

6. Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation

Müssen Sie aufgrund von Symptomen im Zusammenhang mit den neuen Coronavirus in eine Arztpraxis oder Notfallstation gehen, dann rufen Sie unbedingt vorher an.

Bei Beschwerden, Krankheitsgefühl oder Symptomen ohne Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus: Nehmen Sie diese ernst und lassen Sie sich behandeln. Warten Sie nicht zu lange, nehmen Sie Hilfe in Anspruch: Rufen Sie eine Ärztin oder einen Arzt an.

7. Homeoffice

Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Mit dem Arbeiten zu Hause können grössere Menschenansammlungen vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Es vermindert zudem das Risiko, dass bei einem Covid-19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssen.

8. Lüften

Das Risiko einer Übertragung des neuen Coronavirus in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmassnahmen reduzieren. Deshalb empfehlen wir, in allen Räumen, in denen sich Personen aufhalten, regelmässig zu lüften.

Beachten Sie dabei folgendes:

  • Öffnen Sie dazu die Fenster immer vollständig und sorgen Sie für Durchzug beim Lüften.
  • Lüften Sie alle Räume regelmässig und häufig. Je mehr Personen sich in einem Raum befinden und je kleiner der Raum ist, desto häufiger soll er gelüftet werden.
  • Lüften Sie die Räume in Ihrem Zuhause drei- bis fünfmal täglich für 5 bis 10 Minuten.
  • Lüften Sie Räume, in denen sich mehrere Personen längere Zeit aufhalten (z.B. Arbeitsräume, Aufenthaltsräume, Homeoffice-Räume) alle 1 bis 2 Stunden für 5 bis 10 Minuten.
  • Lüften Sie Schulzimmer mindestens nach jeder Lektion. Weitere Informationen und Tipps dazu finden Sie unter www.schulen-lueften.ch (öffnet in einem neuen Fenster) .

Wichtig: Eine gute Durchlüftung kann Ansteckungen durch engen Kontakt nicht verhindern. Abstandhalten, Maske tragen sowie Hygienemassahmen bleiben die wirksamsten Massnahmen.

9. Weniger Menschen treffen

Viele Personen stecken sich im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an. Denn gerade im Familien- und Freundeskreis kann oder möchte man nicht genügend Abstand halten. Aufgrund der hohen Fallzahlen ist es wichtig, dass Sie auf Treffen in grösseren Gruppen verzichten. Deshalb sind private Treffen mit mehr als 10 Personen verboten. Genauso wichtig ist es, dass Sie auch insgesamt weniger Leute treffen. So helfen Sie, die schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Wir empfehlen: Wägen Sie bewusst ab, mit welcher Person Sie wann persönlichen Kontakt haben. Berücksichtigen Sie dabei wie viele verschiedene Freunde, Familienmitglieder und Arbeitskollegen Sie in den Tagen vorher getroffen haben oder bald treffen werden. Je mehr persönliche Kontakte Sie innerhalb kurzer Zeit haben, desto mehr Leute könnten Sie im Falle einer Infektion anstecken.

Beachten Sie: Dies sind die schweizweiten Mindestvorgaben. In den einzelnen Kantonen können strengere Regeln gelten. Falls der Kanton für private Treffen eine tiefere Personenanzahl vorschreibt, müssen Sie sich an diese Vorgaben halten.

10. Bei Veranstaltungen und Ansammlungen: erlaubte Personenanzahl einhalten

  • An öffentlichen Veranstaltungen dürfen höchstens 50 Personen teilnehmen
  • An privaten Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis dürfen höchstens 10 Personen teilnehmen
  • Im öffentlichen Raum wie beispielsweise auf Plätzen, Spazierwegen und in Parkanlagen sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten.

Wichtig: Bei der Anzahl Teilnehmenden werden Kinder mitgezählt.

Beachten Sie: Dies sind die schweizweiten Mindestvorgaben. In den einzelnen Kantonen können strengere Regeln gelten. Falls der Kanton eine tiefere Personenanzahl vorschreibt oder Veranstaltungen ganz verbietet, müssen Sie sich an diese Vorgaben halten.

Empfehlungen für besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdet sind:

  • Ältere Menschen
    • Das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus steigt mit zunehmendem Alter. Vorerkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich.
  • Schwangere Frauen
  • Erwachsene mit folgenden Vorerkrankungen
    • Adipositas Grad III (morbid, BMI ≥ 40 kg/m2)
    • Bluthochdruck
    • Chronische Atemwegserkrankungen
    • Diabetes
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Krebs

Am besten schützten Sie sich vor einer Ansteckung indem Sie sich weiterhin an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten. Es gelten folgende Empfehlungen:

  • Waschen Sie sich gründlich und regelmässig die Hände mit Seife.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte und halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter).
  • Befolgen Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln auch, wenn Sie Freunde oder Familie treffen. Beispielsweise indem Sie beim Rausschöpfen des Essens nicht dasselbe Besteck anfassen und nicht aus demselben Glas trinken etc.
  • Vermeiden Sie Stosszeiten an Orten mit hohem Personenaufkommen (beispielsweise Pendlerzeiten im ÖV oder am Bahnhof, Einkaufen am Samstag). Wenn Sie sich trotzdem an Orten mit hohem Personenaufkommen aufhalten und den nötigen Abstand nicht einhalten können, empfehlen wir das Tragen einer Hygienemaske.

Vorgehen bei Krankheitssymptomen

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder einen plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.