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Revision Lohnsystem Lehrpersonen und Schulleitungen Volksschule

Das aktuelle Lohnsystem der kantonal besoldeten Lehrpersonen sowie der Schulleitenden an der Volksschule soll abgelöst und auf die Basis einer reinen Funktionsbewertungsmethodik gestellt werden.

Der Regierungsrat hat entschieden, das Lohnsystem der Lehrpersonen zu revidieren. Ein modernes, für den Lehrbereich geeignetes Funktionsbewertungsinstrument soll in Zukunft die Marktfähigkeit der Löhne im Kanton Aargau sicherstellen.

Ausgangslage und Ziele

Das aktuell eingesetzte Lohnsystem für die Lehrpersonen und Schulleitungen wurde 2005 eingeführt und 2011 revidiert. Dieses Lohnsystem weist einige Schwächen auf, wie zum Beispiel die marktferne Lohnentwicklung für junge Lehrpersonen, eine zu geringe Funktionsdifferenzierung sowie die Anbindung des Lohnverlaufs ausschliesslich an das Lebensalter. Dazu kommt, dass die aktuell eingesetzte Bewertungsmethodik ABAKABA nicht mehr weiterentwickelt wird. Ausserdem war das Lohnsystem seit der Inkraftsetzung der betreffenden gesetzlichen Grundlagen immer wieder Gegenstand von gerichtlichen Auseinander-setzungen.

Aufgrund dieser Ausgangslage hat der Regierungsrat beschlossen, das heutige Lohnsystem (Vektorenmodell) der Lehrpersonen sowie der Schulleitenden Volksschule abzulösen und durch eine Funktionsbewertungsmethodik zu ersetzen. Ein modernes, für den Lehrbereich geeignetes Funktionsbewertungsinstrument soll in Zukunft die Marktfähigkeit der Löhne im Kanton Aargau sicherstellen.

Mit der Revision des Lohnsystems der Lehrpersonen werden folgende Ziele verfolgt:

  • Die neue Funktionsbewertungsmethodik ermöglicht transparente und nachvollziehbare Bewertungen der Lehrpersonenfunktionen.
  • Das Lohnsystem der Lehrpersonen hält juristischen Massstäben stand und hält die Grundsätze der Gleichstellung und Gleichbehandlung ein.
  • Die Löhne der Lehrpersonen im Kanton Aargau sind über die Schulstufen und Alterskategorien hinweg konkurrenzfähig.
  • Die Berufserfahrung wird bei der Festlegung der einzelnen Löhne berücksichtigt.

Inhalte

Die Basis für das künftige Lohnsystem bildet eine analytische Funktionsbewertung. Sämtliche im Lohndekret Lehrpersonen geregelten Funktionen wurden mit einer wissenschaftlich anerkannten Methodik bewertet und in die künftige Funktionsstruktur eingeordnet.

Künftiger Lohnverlauf

Der Lohnverlauf folgt im künftigen Lohnsystem nicht mehr entlang dem Lebensalter, sondern entlang von sogenannten Erfahrungsstufen. Für die Ermittlung der Erfahrungsstufe ist neu sowohl die berufliche als auch die ausserberufliche Erfahrung massgebend. Die Erfahrungsstufe wird für neu ins System eintretende Personen folgendermassen berechnet: Die Jahre, in denen die Person als Lehrperson gearbeitet hat, werden zu 80 % angerechnet. Die restlichen Jahre werden zu 40% angerechnet. Die Einreihung aller Lehrpersonen, die im Aargauer System sind, steigt jährlich um eine Erfahrungsstufe an.

Im künftigen Lohnsystem steigt die Lohnentwicklung von jüngeren Lehrpersonen und Schulleitenden relativ stark an und flacht mit zunehmenden Erfahrungsjahren ab. Das Lohnmaximum wird nach 28 Erfahrungsstufen erreicht.

Überführung in neues Lohnsystem

Alle Lehrpersonen und Schulleitenden, die bereits im Aargauer Lohnsystem sind, werden nach einer einheitlichen Vorgehensweise ins neue Lohnsystem überführt. Für Mitarbeitende, welche im neuen Lohnsystem einen tieferen Lohn erhalten würden, wird ein Besitzstand gewährt.

Wettbewerbsfähigkeit wird deutlich verbessert

Die Löhne des aktuellen Lohnsystems sind in vielen Funktionen gegenüber den umliegenden Kantonen nicht mehr konkurrenzfähig. Mit dem neuen Lohnsystem sollen insgesamt jährlich rund 69 Millionen Franken mehr für die gesamte Lohnsumme zur Verfügung stehen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der Löhne deutlich verbessert. Dank des steileren Anstiegs der Lohnentwicklung in den ersten Berufsjahren profitieren insbesondere die jüngeren Lehrpersonen.

Zeitplan

Wann Was
21. Februar - 30. April 2020 Anhörung
4. Quartal 2020 Beschluss Botschaft Grosser Rat
01. Januar 2022 Inkrafttreten neues Lohnsystem