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Langfristige räumliche Entwicklung der Aargauer Mittelschulen

Das Aargauer Mittelschulsystem mit zwei Schulen in Aarau und je einer in Baden, Wettingen, Wohlen und Zofingen wird seit Jahren an der Kapazitätsgrenze geführt und ist heute zu 105 Prozent ausgelastet. Bis 2045 wird mit einem demografisch bedingten Wachstum der Anzahl Aargauer Mittelschülerinnen und -schüler von rund 25 Prozent gerechnet.

Rund 5'500 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit eine der sechs Aargauer Kantonsschulen. Weitere rund 500 Fricktaler Mittelschülerinnen und Mittelschüler besuchen Gymnasien in Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben den Druck ihres eigenen demografischen Wachstums zu meistern. Eine längerfristige Aufnahme der Fricktaler Mittelschülerinnen und Mittelschüler ist deshalb nicht mehr gegeben. Diese sollen künftig im Aargau beschult werden. Zusätzlich besteht auch im Aargauer Mittelland Handlungsbedarf. Damit wächst der Bedarf an zusätzlichen Schulräumen in den nächsten 25 Jahren insgesamt auf über 100 Abteilungen an.

Ziele

Im Planungsbericht zeigt der Regierungsrat auf, wie sich der Schulraumbedarf auf Stufe Mittelschule im Aargau bis 2045 entwickelt und welche Massnahmen zur Bewältigung des prognostizierten Wachstums vorgeschlagen werden. Angestrebt wird, neben den Ausbauten bestehender Kantonsschulen in Aarau, Baden, Wettingen und Wohlen, die Errichtung von zwei neuen Kantonsschulen: einer im Fricktal und einer im Aargauer Mittelland.

Vorgehen

Neue Vorhaben und insbesondere neue Standorte von Kantonsschulen erfordern einen langen planerischen Prozess. Für die Weiterentwicklung der Aargauer Mittelschullandschaft von zentraler Bedeutung ist die Festlegung der Mittelschulstandorte. Für alle im Schulgesetz (öffnet in einem neuen Fenster) aufgelisteten Standorte und allfällige Ausbauten ist der Grosse Rat abschliessend zuständig. Der Ausbau neuer Standorte im Fricktal und im Aargauer Mittelland erfordert die Anpassung des Schulgesetzes sowie des Richtplans. Danach können die beiden Projekte getrennt weitergeführt werden. Es wird pro Standort je ein Verpflichtungskredit für Projektierung und Ausführung notwendig sein. Die Kantonsschule im Fricktal soll im Jahr 2028 eröffnet werden können, jene im Aargauer Mittelland im Jahr 2030.

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Zeitplan

Wann Was
3. Quartal 2019 Entscheid Grosser Rat zum Planungsbericht
2020 Anhörung zu Standortentscheiden
2021 Beratung Standortentscheide durch Grossen Rat
2028 Inbetriebnahme Standort Fricktal
2030 Inbetriebnahme Standort Aargauer Mittelland
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