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Langfristige räumliche Entwicklung der Aargauer Mittelschulen

Das Aargauer Mittelschulsystem mit zwei Schulen in Aarau und je einer in Baden, Wettingen, Wohlen und Zofingen wird seit Jahren an der Kapazitätsgrenze geführt und ist heute zu 105 Prozent ausgelastet. Bis 2045 wird mit einem demografisch bedingten Wachstum der Anzahl Aargauer Mittelschülerinnen und -schüler von rund 31 Prozent gerechnet.

Rund 5'600 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit eine der sechs Aargauer Kantonsschulen. Weitere rund 500 Fricktaler Mittelschülerinnen und Mittelschüler besuchen Gymnasien in Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben den Druck ihres eigenen demografischen Wachstums zu meistern. Eine längerfristige Aufnahme der Fricktaler Mittelschülerinnen und Mittelschüler ist deshalb nicht mehr gegeben. Diese sollen künftig im Aargau beschult werden. Zusätzlich besteht auch im Aargauer Mittelland Handlungsbedarf. Damit wächst der Bedarf an zusätzlichen Schulräumen in den nächsten 25 Jahren insgesamt auf rund 120 Abteilungen an.

Ziele

Im vom Grossen Rat verabschiedeten Planungsbericht zeigt der Regierungsrat auf, wie sich der Schulraumbedarf auf Stufe Mittelschule im Aargau bis 2045 entwickelt und welche Massnahmen zur Bewältigung des prognostizierten Wachstums vorgeschlagen werden. Angestrebt wird, neben den Ausbauten bestehender Kantonsschulen in Aarau, Baden, Wettingen und Wohlen, die Errichtung von zwei neuen Kantonsschulen: einer im Fricktal und einer im Aargauer Mittelland.

Vorgehen

Neue Vorhaben und insbesondere neue Standorte von Kantonsschulen erfordern einen langen planerischen Prozess. Für die Weiterentwicklung der Aargauer Mittelschullandschaft von zentraler Bedeutung ist die Festlegung der Mittelschulstandorte. Für alle im Schulgesetz (öffnet in einem neuen Fenster) aufgelisteten Standorte und allfällige Ausbauten ist der Grosse Rat abschliessend zuständig. Der Errichtung neuer Standorte im Fricktal und im Aargauer Mittelland erfordert zusätzlich zur Sicherung eines geeigneten Areals die Anpassung des Schulgesetzes sowie des Richtplans. Es werden pro Standort weiter je ein Verpflichtungskredit für die Projektierung und einer für die Ausführung notwendig sein. Die Mittelschule im Fricktal soll im Jahr 2029 eröffnet werden können, jene im Aargauer Mittelland im Jahr 2030.

Neue Mittelschule im Fricktal

Nach dem Beschluss der räumlichen Entwicklungsstrategie für die Mittelschulen bis 2045 durch den Grossen Rat im Jahr 2019 wurden die von den Fricktaler Gemeinden eingereichten Vorschläge für einen neuen Mittelschulstandort vertieft evaluiert und Gespräche mit den Landeigentümern geführt. Daraus resultierten drei geeignete Vorschläge, die der breiten Öffentlichkeit in einer Anhörung vorgestellt werden:

  • Frick, Areal Ebnet
  • Stein, Areal Neumatt Ost
  • Rheinfelden, Engerfeld

Alle drei Standorte sind für die Errichtung einer neuen Mittelschule geeignet. Die Anhörung dauert vom 26. März bis zum 26. Juni 2021.

Die definitive Standortfestlegung erfordert in der Folge je nach Standortwahl drei Beschlüsse des Grossen Rats: Erstens ist das Schulgesetz mit der zusätzlichen Standortgemeinde zu ergänzen, zweitens muss der Richtplan angepasst und drittens ein Verpflichtungskredit für den Grundstückkauf und die weiteren Planungsschritte gesprochen werden. Die Überweisung der entsprechenden Botschaft an den Grossen Rat ist auf den Spätsommer 2021 geplant.

Zeitplan

Wann Was
1. Quartal 2021 Anhörung Standortentscheid Fricktal
3. Quartal 2021 Botschaft an den Grossen zum Standortentscheid Fricktal
2. Semester 2021 Beratung Standortentscheid Fricktal durch Grossen Rat
2. Semester 2022 Anhörung zum Standortentscheid Aargauer Mittelland
2029 Inbetriebnahme Standort Fricktal
2030 Inbetriebnahme Standort Aargauer Mittelland