INV-UNS906 Landwirtschaftliches Nebengebäude, 19. Jh. (Dossier (Bauinventar))

Archive plan context


Ansichtsbild:
1/2

Identifikation

Signatur:INV-UNS906
Signatur Archivplan:UNS906
Titel:Landwirtschaftliches Nebengebäude
Bezirk:Baden
Gemeinde:Untersiggenthal
Ortsteil / Weiler / Flurname:Obersiggingen
Adresse:Steinenbühlstrasse 7
Versicherungs-Nr.:48
Parzellen-Nr.:1562
Koordinate E:2662126
Koordinate N:1261381
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2662126&y=1261381

Chronologie

Entstehungszeitraum:19th cent.
Grundlage Datierung:Schätzung

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Landwirtschaftliche Bauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Landwirtschaftliches Nebengebäude

Dokumentation

Würdigung:Multifunktionales bäuerliches Nebengebäude wohl aus dem späten 19. Jahrhundert, das um 1900 im oberen Geschoss eine Kleinwohnung enthielt. Der zur südlich benachbarten Liegenschaft gehörende Kleinbau hat sein äusseres Erscheinungsbild, das von verputzten Fassaden, Holzverkleidungen an Giebel und Schopfanbau, holzgefassten Fenstern und Türen sowie einem knappen Satteldach bestimmt wird, weitgehend bewahrt. Mit seiner giebelständigen Ausrichtung definiert der Baukörper im Zusammenspiel mit dem gegenüber stehenden Bauernhaus Steinenbühlstrasse 2 (Bauinventarobjekt UNS905) den Strassenraum. Er gehört wie die in Ober- und Untersiggingen noch mehrfach vorhandenen Speicher und Wagenremisen zu einer Gruppe von landwirtschaftlichen Nebengebäuden, die das Gefüge im Ortsbild bis heute wesentlich prägen.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Der Kleinbau dürfte im späten 19. Jh. als multifunktionales Nebengebäude zum Haus Steinenbühlstrasse 1, 3 errichtet worden sein. Das Erdgeschoss könnte einst als Schopf, Remise oder sogar als Kleinviehstall gedient haben, während im Obergeschoss eine Werkstatt oder Wohnung eingerichtet war. Im Brandkataster von 1899 ist eine Nutzung als Schopf und Wohnhaus vermerkt [1]. Das zweiflüglige Einfahrtstor auf der östlichen Giebelseite deutet auf eine Remise.
Beschreibung:Das landwirtschaftliche Nebengebäude erhebt sich mit wenig Abstand parallel zum Hauptgebäude Steinenbühlstrasse 1, 3 und begrenzt wie dieses mit der östlichen Stirnfront den Strassenraum. Der zweigeschossig in "Stein, Rieg und Holz" errichtete Putzbau besitzt ein gerades Satteldach, neben dessen First ein Kamin hochgeführt ist. Im vorderen Teil der nördlichen Traufseite ist ein Anbau angeschleppt, der wie das Giebelfeld des Hauptbaukörpers eine Holzverkleidung zeigt. Aus Holz sind auch die Fenster- und Türgewände gearbeitet. Das nur spärlich belichtete Erdgeschoss besitzt hofseitig ein wohl ursprüngliches Brettertor mit geradem Sturz und zwei Flügeln, das aus der Mittelachse verschoben zwischen zwei breitrechteckige Lichter gesetzt ist. Nach Osten bildet ein ähnlich gestaltetes, zweiflügliges Einfahrtstor eine weitere Öffnung. Das Obergeschoss ist mit je zwei Rechteckfenstern auf jeder Seite grosszügig belichtet. Diese bestehen aus Vor- und Innenfenstern mit sechsteiliger Sprossierung und Lüftungsflügeln und sind aussen am Gewände mit einer schmalen profilierten Leiste eingefasst. Der Hauseingang zu den ehemaligen Wohnräumen befindet sich hinter dem Schopfanbau, auf der nördlichen Traufseite, und ist aufgrund des ansteigenden Terrains ebenerdig zugänglich.
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), lokale Bedeutung.
Anmerkungen:[1] Staatsarchiv Aargau, CA.0001/0067: Brandkataster Gemeinde Untersiggenthal 1899-1938.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau, CA.0001/0067: Brandkataster Gemeinde Untersiggenthal 1899-1938.
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=45948
 

Social Media

Share
 
Home|Login|de en fr it
Online queries in archival fonds